Unterstützung für Gouverneur Schwarzenegger

Steve Jobs spricht über seine Lebertransplantation

Rückendeckung für den Gouvernator: Steve Jobs hat erstmals auf einer Pressekonferenz über seine Lebertransplantation gesprochen, um ein Gesetzesvorhaben von Gouverneur Schwarzenegger zu unterstützen. Jedes Jahr sterben Menschen in Kalifornien, weil nicht genügend Spenderorgane in ihrer Nähe zur Verfügung stehen.

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Jobs hat seine Leber nicht in Kalifornien, sondern in einem Krankenhaus in Memphis bekommen. Im Gegensatz zu anderen Patienten, die auf ein Organ warten, konnte er mit einem Jet schnell zu dem Krankenhaus gebracht werden, als ein Spenderorgan verfügbar war. Eine bevorzugte Behandlung soll er jedoch nicht erhalten haben - laut dem Krankenhaus wurde er behandelt, weil sein Zustand von den Patienten auf der Warteliste am kritischsten war und die Blutgruppe passte.

In den USA soll die Wartezeit auf eine Lebertransplantation beim Methodist University Hospital in Memphis am kürzesten sein, allerdings fehlt den meisten US-Amerikanern das Geld, um extra in die Nähe zu ziehen, oder mit einem Flugzeug schnell zum Krankenhaus zu fliegen.

Um die Zahl der potentiellen Spender zu erhöhen, soll beim Beantragen des Führerscheins demnächst gefragt werden, ob man sich als Organspender registrieren möchte.

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Beim Beantragen eines Führerscheins soll man gefragt werden, ob man sich nicht auch Registrieren möchte als Organspender? Was hat denn das für einen Zusammenhang? Bei Publikumsmagneten, wie Football, auf Unis, auf seriösen Veranstaltungen usw. - alles okay - aber bei einem Führerscheinantrag? Irgendwie ein wenig obskur.

Im Strassenverkehr kommen so viele Leute um. Passt doch.

Als Kraftfahrzeugführer ist die Chance, als Organspender infragezukommen, recht hoch. Sieht man doch bei jedem Nebelunfall auf der A45.

Der Zusammenhang "Führerschein" und "Organspende" ist schon geil ;D

Man antwortet ja nicht einfach mit ja oder nein und das wars. In der Schweiz z.B. muss man einen Spenderausweis runterladen, ausfüllen, ausdrucken, im Idealfall laminieren und dann immer bei sich tragen. Ein Aufwand, den nicht alle auf sich nehmen.

In den USA steht in den meisten Staaten der Vermerk "DONOR", meist in Kombination mit einem Herzchen, schon längst auf den Führerscheinen. Hat den Vorteil dass man die Karte immer bei sich hat und es ein "offizielles" Dokument ist…

Beispiele:
http://iamareyou.files.wordpress.com/2009/06/conan1.jpg
http://www.mgh.org/life/horizontal-license-sample.jpg

Außerdem erreicht man über den Führerschein vermutlich nahezu alle Amerikaner - im Gegensatz zum Weg über andere Institutionen.
Im übrigen hielte ich eine Widerspruchslösung (wer nicht als Organspender in Frage kommen will, muss dies erklären - so z.B. in Österreich geregelt -, nicht, wer potentieller Spender sein will - wie in Deutschland). Das Problem mit dem Organmangel ist allerdings erheblich komplexer als die Frage nach Einwilligung oder Widerspruch. Das zeigen alle einschlägigen Untersuchungen. In Deutschland gibt es beispielsweise einen Interessenkonflikt für die meldenden Krankenhäuser. Diesen werden die vorbereitend erforderlichen Maßnahmen vor der Organentnahme nämlich nicht erstattet, da der Gesetzgeber in der Vergütung einen Anreiz zum Organhandel sieht.
Trotzdem wären wir natürlich mit einer Widerspruchsregelung schon sehr viel weiter.

Über den Führerschein erreicht man vermutlich nahezu alle Amerikaner - im Gegensatz zum Weg über andere Institutionen.
Im übrigen hielte ich eine Widerspruchslösung (wer nicht als Organspender in Frage kommen will, muss dies erklären - so z.B. in Österreich geregelt -, nicht, wer potentieller Spender sein will - wie in Deutschland) für den besseren Weg. Das Problem mit dem Organmangel ist allerdings erheblich komplexer als die Frage nach Einwilligung oder Widerspruch. Das zeigen alle einschlägigen Untersuchungen. In Deutschland gibt es beispielsweise einen Interessenkonflikt für die meldenden Krankenhäuser. Diesen werden die Kosten der vorbereitend erforderlichen Maßnahmen vor der Organentnahme nämlich nicht/kaum erstattet, da der Gesetzgeber in der Vergütung einen Anreiz zum Organhandel sieht.
Trotzdem wären wir natürlich mit einer Widerspruchsregelung schon sehr viel weiter.

...Führerschein und Organspende in den USA ergibt sich daher, da es nach meinem Kenntnisstand so ist, dass auf der Führerschein in den USA als Organspende Ausweis dient. Wie einer meiner Vorschreiber schon bemerkte, wird dies meist durch ein Rotes Herz oder Kreuz auf der Rückseite vermerkt. Ich finde diese Art der Kennzeichnung eines Organspenders auch sehr gut. In Deutschland muss man sich auch diesen dusseligen Wisch herunterladen und am besten laminieren, sonst brauch man alle zwei Jahre einen neuen. Außerdem hat man den Führerschein auch immer dabei, also warum nicht? Steve Jobs will, dass man in den USA bei der Ausstellung des Führerscheins gefragt wird, ob man Organspender werden möchte, da man es sonst Ausdrücklich sagen muss und es keinerlei Marketing Kampagnen gibt. Also macht es doch Sinn or not?

Den Hinweis, das man Organspender ist, auf dem Führerschein abzudrucken, ist aus meiner Sicht eine vernünftige Lösung. Dadurch würden sicher viel mehr Personen erfasst die dazu bereit wären, sich aber noch nie darüber Gedanken gemacht haben.

Wenn diese Frage beim Erwerb des Führerscheins Standart würde, müsste sich zwangsläufig jeder Autofahrer oder jede Autofahrerin einmal im Leben darüber Gedanken machen und eine Entscheidung treffen. Ganz gleich wie die Entscheidung dann ausfällt, sie wäre immer richtig, da hier einzig und allein das Gewissen der Person maßgeblich ist.

Daher ist aus meiner Sicht eine Widerrufsregelung, wie sie von Rosember angeführt wurde, nicht akzeptabel. Hier wird nämlich der freie Wille und das Gewissen des Einzelnen bewusst übergangen und die Entscheidung von Anderen gefällt. Denjenigen, die sich, unter diesen Gegebenheiten, niemals bewusst mit dem Thema Organspende beschäftigen, wird dadurch etwas aufgezwungen was sie möglicherweise niemals wollten.

Ich persönlich würde das als massiven Eingriff in meine Privatspähre, gegen meine Würde und meinen freien Willen empfinden.

Sicherlich wäre es aber klug, wenn man sich als Person mit dem Thema Organspende intensiv auseinander setzt und für sich eine Entscheidung trifft.

Gruß e-Tron

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