Smartphone-Laden

iPhone 17 Pro lädt im CNET-Test am schnellsten – mit einer wichtigen Einschränkung

Das iPhone 17 Pro landet in einem neuen CNET-Labortest auf Platz eins der am schnellsten ladenden Smartphones. Der Sieg hat allerdings viel mit der kleineren Akkukapazität zu tun.

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Das iPhone 17 Pro ist in einem neuen Labortest von CNET als insgesamt am schnellsten ladendes Smartphone eingestuft worden. Getestet wurden 33 Modelle. Bewertet wurde dabei nicht nur das Laden per Kabel, sondern auch das kabellose Laden.

Quickread: Auf einen Blick
  • Das iPhone 17 Pro führt einen CNET-Ladetest mit 33 Smartphones an.
  • Bewertet wurden kabelgebundenes und kabelloses Laden über jeweils 30 Minuten.
  • Beim Laden per Kabel liegt Samsungs Galaxy S26 Ultra vorne.
  • Das iPhone 17 Pro profitiert auch von seinem kleineren 4.252-mAh-Akku.
  • Beim kabellosen Laden erreicht Apple im Test die besten Werte.

Für die Rangliste ließ CNET die Smartphones jeweils 30 Minuten laden. Der Test startete bei einem Akkustand von zehn Prozent oder weniger. Beim kabelgebundenen Laden kamen das mitgelieferte Kabel und ein Netzteil zum Einsatz, das mindestens die maximal unterstützte Ladeleistung des jeweiligen Geräts erreichte. Geräte mit kabellosem Laden wurden zusätzlich mit passenden Qi-, Qi2- oder Qi2.2-Ladegeräten getestet.

Warum das iPhone 17 Pro vorne liegt

Das iPhone 17 Pro unterstützt laut Bericht bis zu 40 Watt kabelgebundenes Laden und 25 Watt per Qi2.2. Im Gesamtergebnis half Apple aber auch ein konstruktiver Vorteil: Der Akku des iPhone 17 Pro fällt mit 4.252 mAh kleiner aus als bei vielen Android-Flaggschiffen, die häufig 5.000 mAh oder mehr bieten.

Qi2.2 erklärt!

Qi2.2 ist ein Standard für kabelloses Laden. Er legt fest, mit welcher Leistung kompatible Geräte geladen werden können und sorgt dafür, dass Smartphone und Ladegerät besser zusammenarbeiten. Im Test nutzte CNET passende Ladegeräte, um die jeweils maximale drahtlose Ladeleistung der Smartphones auszuschöpfen.

Ein kleinerer Akku erreicht prozentual schneller einen höheren Ladestand. Das bedeutet nicht automatisch, dass in derselben Zeit mehr Energie in das Gerät fließt. CNET weist entsprechend darauf hin, dass Akkugröße nur ein Faktor für die Laufzeit ist. In den Akkulaufzeittests des Magazins lag demnach das iPhone 17 Pro Max vorne.

Samsung vorn beim Laden per Kabel

Beim kabelgebundenen Laden erreichte Samsungs Galaxy S26 Ultra den Spitzenplatz. Das Gerät kam im 30-Minuten-Test auf 76 Prozent und nutzt laut Bericht eine kabelgebundene Ladeleistung von 60 Watt. Das iPhone 17 Pro folgte mit 74 Prozent und lag damit gleichauf mit dem Moto G Stylus von Motorola.

Dahinter landete das OnePlus 15 mit 72 Prozent. Das iPhone 17, das iPhone 17 Pro Max und das Galaxy S25 FE erreichten jeweils 69 Prozent.

Apple stark beim kabellosen Laden

Beim kabellosen Laden lag Apple besonders deutlich vorne. Das iPhone 17 Pro kam nach 30 Minuten auf 55 Prozent, das iPhone 17 Pro Max auf 53 Prozent. Das iPhone 17 erreichte 49 Prozent, das iPhone Air 47 Prozent. Samsungs Galaxy S26 Ultra kam in diesem Teiltest auf 39 Prozent.

CNET führt den Vorsprung des iPhone 17 Pro gegenüber dem größeren Pro Max vor allem auf die kleinere Batterie zurück. Beide Modelle nutzen denselben A19-Pro-Chip und dieselbe Softwarebasis.

Silizium-Kohlenstoff-Akkus bleiben ein Vorteil anderer Hersteller

Auffällig ist auch der Blick auf Geräte mit Silizium-Kohlenstoff-Akkus. Das OnePlus 15 lud laut Bericht seinen 7.300-mAh-Akku mit einem proprietären 80-Watt-Netzteil in 30 Minuten auf 72 Prozent. Diese Akkuchemie ermöglicht höhere Kapazitäten und schnellere Laderaten, ist in den USA aber bislang nur bei wenigen Marken wie OnePlus, RedMagic und Poco verbreitet.

Apple, Samsung und Google setzen bisher nicht auf diese Technik. Für Apple bleibt damit vorerst die Kombination aus moderater Akkugröße, effizienter Hardware und solider Ladeleistung entscheidend.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Ich halte die Ladegeschwindigkeit für leicht überbewertet. Sicher will man nicht unnötig lang warten, wenn der Saft zur Neige geht. Aber im Normalfall kann man den Ladezeitpunkt eigentlich gut planen und beispielsweise auf die Nacht legen. Das hilft auch dem Akku, der schneller verschleißt, je schneller man ihn lädt.

Interessanter ist da eher die Einschränkung, die CNET nennt: Der iPhone-Akku ist kleiner als jener von der Konkurrenz – und dennoch hält er länger durch. Das ist die eigentliche Meldung, die für mich das Wunschdenken äußert: Welch ein Dauerläufer könnte das iPhone wohl werden, wenn Apple einen ähnlich großen Akku verbaut?

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