Cloud PC

Windows 365 im Test: So flüssig läuft Windows auf dem iPad

Mit Windows 365 kann sich jeder einen PC konfigurieren, der über macOS, iOS, Android und Linux nutzbar ist. Wir haben es auf einem iPad ausprobiert - und sind angetan, aber nicht euphorisch.

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Microsoft hat Windows 365 vorgestellt und bietet 60 Tage kostenlosen Zugriff darauf an. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht, eine Testversion mit 2 virtuellen CPUs, 4 GByte RAM und 128 GByte Speicherplatz gemietet. Dazu kommt noch Remote Desktop als App für das iPad und ein Webbrowser, mit dem wird den Registrierungsvorgang und die Einrichtung des virtuellen PCs vorgenommen haben.

Microsofts neues Cloud-PC-System Windows 365 kann mit einer Kreditkarte gebuht werden - in den ersten 60 tagen wird nichts berechnet, danach , ist sind 28,20 Euro pro Nutzer und Monat zu entrichten. Zum Ausprobieren sollten die 60 Tage locker reichen.

Windows 365 60 Tage kostenlos ausprobieren

Unter Microsoft.com wählst du unten in der Preistabelle bei einem der drei Angebote „Zwei Monate lang kostenlos testen“ aus. Wir haben das mit der einfachsten Variante „Basic“ versucht. Wenn der Anmeldevorgang abgeschossen ist, gehst du auf windows365.microsoft.com und meldest dich mit deinem Konto an, dass du zuvor angelegt hast. Auf der Windows365-Seite muss man seinen Cloud-PC erst konfigurieren. Er wird dann eingerichtet. Aufgrund des großen Ansturms hat das bei uns einige Zeit gedauert.

Zwischenzeitlich haben wir schon einmal die kostenlose App Microsoft-Remotedesktop fürs iPad installiert. Dort kann man mit dem + einen Arbeitsbereich hinzufügen. Die korrekte URL erfährst du unter https://windows365.microsoft.com hinter dem Reiter Remotedesktop herunterladen. In der App musst du dich mit deinem neuen Microsoft-Konto nebst Kennwort anmelden, um fortan über das iPad einen Windows-Rechner nutzen zu können. Wer eine Maus und eine externe Tastatur oder das Magic Keyboard für das iPad besitzt, wird nun sofort loslegen können - mit dem Finger Windows zu bedienen ist hingegen eine Qual._

Einrichtung von Windows 365 kinderleicht


Ob es an dem großen Andrang zum Start des Produktes lag oder Microsoft allgemein leichte Performance-Probleme mit Windows 365 hat, ist noch nicht klar. Uns fiel aber auf, dass die Bildschirmübertragung trotz schneller Internetverbindung gelegentlich stockte.

Installieren lassen sich Anwendungen wie bei jedem anderen Windows-Rechner auch - auch der Microsoft Store ist vorhanden und Microsoft Office ist bereits vorinstalliert.

Endlich mehrere Fenster auf dem iPad verwenden

Besonders spannend ist natürlich die Mehrfenster-Funktionalität von Windows, die man nun absolut problemlos auf dem iPad nutzen kann. Mit dem Magic Keyboard und dessen Trackpad ist Windows einwandfrei nutzbar, selbst der nervige kreisrunde Cursor, der sonst bei der Benutzung unter iPadOS angezeigt wird, verwandelt sich im Remote Desktop in den typischen Mauszeiger.

Zwischenablage zwischen iPadOS und Windows 365

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Was uns ebenfalls überraschte: Vom iPad aus können auch zahlreiche Tastenkombinationen an den virtuellen PC übermitteln. Auch die Zwischenablage zwischen Windows und iPadOS funktioniert. Sie ist auch die beste Schnittstelle zwischen den beiden Betriebssystemen wenn es um das Übertragen kleinerer Datenmengen handelt. Für alles andere unterstützt das virtuelle Windows zum Beispiel Onedrive - aber natürlich kann auch der Zugriff auf iCloud genutzt werden. Sogar deinen heimischen Drucker kannst du über Windows 365 ansprechen.

Ein komplettes Betriebssystem und nicht nur Spiele über das Internet zu streamen, ist auf jeden Fall reizvoll, auch wenn wir ein wenig Sorge bei Daten hätten, die niemanden etwas angehen - die würden wir vielleicht nicht auf dem Cloud PC speichern.

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ich verstehe die Euphorie hier nicht. bei einem bekannten Hosting Anbieter kann ich einen Windows Virtual Private Server mit guten 8GB für knapp über 10 Euro im Monat mieten. diejenigen, dir noch mehr sparen wollen und eher selten dem Zugriff brauchen , setzen sich in Azure eine Maschine auf (kostet bei intensiver Nutzung dann natürlich mehr)

Ich denke hier gehts einfach um die Einfachheit des Prozesses.

Wenn du uns allen mal "bei einem bekannten Hosting Anbieter kann ich einen Windows Virtual Private Server mit guten 8GB für knapp über 10 Euro im Monat mieten" namentlich benennst, wären sicher viele interessiert.

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