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Adobe in der Krise

Üble Reviews für Photoshop auf dem iPad

Eine der wichtigsten Ankündigung auf der Hausmesse Adobe Max war eine Version von Photoshop für das iPad, doch dieses Produkt erweist sich mittlerweile als Bumerang für den Hersteller der Grafiksoftware. Online wird über die kostenpflichtige App hergezogen, als handle sich um einen Betrug.

Adobes Photoshop für das iPad fällt bei den Nutzern durch: Die App für die Bildbearbeitung auf dem Tablet hat einfach viel zu wenige Funktionen, um den hohen Erwartungen der Nutzer zu entsprechen. Adobe kündigte auf seiner Hausmesse Adobe Max zwar sofort an, dass dies erst der Anfang sei und dass später neue Funktionen hinzukämen, doch diese Geduld haben Anwender nicht immer: Auf Twitter und auf YouTube gibt es zahlreiche negative Reviews.

Adobes Strategie, mit einen MVP (minimum viable product) auf den Markt zu gehen - also mit so etwas wie einer Basisversion, entpuppte sich als Fehler, wie Adobes Produktchef Scott Belsky einsehen musste. Auf Twitter schreibt er: ”Wenn du versuchst, alle mit einer Version 1 glücklich zu machen, wirst du entweder nie liefern oder niemanden glücklich machen."

Das mag auch an der Konkurrenzsituation und der Kommunikation von Adobe liegen. Zum einen gibt es, wie The Verge bemerkt, mit Procreate und Affinity Photo bereits sehr gute und mit mehr Funktionen ausgestattete Bildbearbeitungsprogramme für das iPad, die Photoshop sehr ähnlich sind, zum anderen hatte Adobe vorher groß angekündigt, dass es sich um einen "echten Photoshop" für das iPad handeln würde. Für Adobe ist die Sache klar: Da sich die Programmversionen für iPadOS und macOS die gleiche Codebasis teilen, handelt es sich um einen echten Photoshop, zudem sind die Dateiformate die gleichen. Für die Nutzer, die auch die gleichen Funktionen erwartet haben, erfüllt die iPad-Version die Erwartungen natürlich nicht. Sogar Farbanpassungen wie Weißabgleichkorrekturen sind mit der iPadOS-Version derzeit nicht möglich.

Adobe will nun einmal monatlich ein Update für Photoshop auf dem iPad veröffentlichen. Ob damit sehr schnell der Funktionsumfang deutlich erweitert wird, darf jedoch bezweifelt werden. Es scheint sich um einen agilen Prozess zu handeln, der immer weitere Verbesserungen mit sich zieht, doch große Sprünge sind daraus nicht zu erwarten.

Habt ihr eine Meinung zu Adobes iPad-Version von Photoshop? Dann schreibt sie in die Kommentare, wir und die anderen Leser sind sehr gespannt darauf.


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Recht so. Gerade auf dem iPad gibt es durchaus bessere und weitaus günstigere Software vom deutlichen sympathischeren Firmen.

Diejenigen, die sich aufregen, wollen doch nur gehört oder gelesen werden.

Fakt ist, wie Adobe richtig sagt:

Eine 1.0 ist genau das was eine 1.0 immer ist. Die erste Version. Und wenn Adobe jahrelang das iPad ignoriert hat, andere daher in diese Lücke stoßen konnten, so ist es doch mehr als gut für den User. Nokia, Microsoft, Palm, Blackberry und viele andere habe auch die aktuellen Trends ignoriert. Wohin das führt sieht man heute.

Nun soll es anders werden. Adobe hat es getan und streicht natürlich Kritik ein. Schon, dass man solange darauf warten musste ist einer Kritik würdig. Zum Teil ist es auch Apples Schuld, denn das große Pro gibt es noch nicht sehr lange.

Ist aber auch egal. Die Medien haben was zu schreiben. In einem Viertel Jahr spricht niemand mehr darüber. Ist doch oft so. Als Leser kann man solche Nachrichten getrost ignorieren.

Wow, Apple ist teilweise Schuld das Adobe erst im Jahr 2019 dazu in der Lage ist eine iPad Version von Photoshop vorzustellen bzw. Potential in einer iPad Version vermutet. Interessanter Gedanke, wenn man bedenkt das die 12,9 Zoll Version seit vier Jahren erhältlich ist .....

Version 1 ist doch eine billige Ausrede, Fakten sind das Adobe im Vorfeld ne ziemlich grosse Klappe hatte und nichts von dem geliefert hat. Es ist doch dann nur allzu verständlich das die Leute enttäuscht sind ....

Hab selten so einen Schwachsinn gelesen...

Kann dieses Theater nicht ganz nachvollziehen.
Professionelle Bildbearbeitung ist am iPad doch schon aufgrund des kleinen screens nicht ernsthaft eine Option. Das iPads farbkalibriert sind, bzw sich kalibrieren lassen oder irgendeine Art von colormanagement oder softproofs unterstützen glaube ich ebenfalls nicht.
Eine vernünftige Bildbearbeitung kann halt nur auf einem mit spezieller Hard- und Software ausgestatteten Arbeitsplatz geschehen, von daher kann man das ganze getrost als sinnlose spielerei betrachten.

Ohne den shitstorm bliebe bei Abobe auch alles wie‘s ist. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche! Und was das Abomodell anbetrifft, gibts einfach Software, für die dieses Modell ungerechtfertigt ist. Apple tut sein übriges dazu, mit jährlichen mehr oder minder nötigen systemänderungen die Softwarehersteller darin noch zu bekräftigen. Da hilft nur der boykott bzw. Umstieg auf andere Anbieter. Wenn ich ein Produkt anbiete, geht damit auch eine gewisse Nachsorge einher. Dann lieber 20€ teurer und garantierte 3 jahre support. Aber da kann man dann halt nicht jeden Otto melken bis zum letzten Euro

PS iPad ist für mich nicht nutzbar.
Primär, weil es nur erlaubt, Dateien aus der Creative Cloud zu öffnen. Zudem wäre es eine Gelegenheit, PS mal richtig aufzuräumen und die wesentlichen Dinge gut umzusetzen. Photoshop 4 war produktiver!
So lieber die Affinity-Serie.
Allein der Apple-pencil macht das iPad zu einem Profi-Tool. Und ich nutze seit Jahrzehnten die besten Wacom Tablets am Mac!

bei Abonnement und Streaming Kunden sitzt der Angelhaken tiefer im Fleisch.