Apple will keine Links zu anderen Stores in Apps

Apple giftet wieder gegen Epic und fechtet einstweilige Verfügung an

Apple will sich im Kampf mit Epic nicht geschlagen geben und fechtet jetzt eine einstweilige Verfügung an, die es eigentlich Links in Apps zu externen Shops erlauben sollte.

Von   Uhr

Ein Bezirksgericht in den USA hatte Apple vor etwa vier Wochen dazu verpflichtet, in Apps Links zu erlauben, die zu Shops führen, wo Nutzer:innen zum Beispiel Add-Ons kaufen und bezahlen können. 

Nun hat Apple gegen diese einstweilige Verfügung des Gerichts Widerspruch eingelegt, um so lange wie möglich zu verhindern, dass solche Links in Apps geduldet werden müssen. Dabei geht es zu Links zu App-Stores, die nicht von Apple betrieben werden. Sind solche Links erlaubt, entgeht Apple die Verkaufsprovision von 30 Prozent des Umsatzes.

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Ob die einstweilige Verfügung bestand hat, wird sich erst in ungefähr fünf Wochen zeigen. Dann will das Bezirksgericht darüber entscheiden. Apple will wohl Zeit gewinnen, denn ein finales Urteil im Prozess mit Epic, der sich an diesem Umstand entzündete, wird wohl noch Jahre dauern.

Wir sind sehr gespannt, wie es ausgeht. Wie sind deine Argumente? Muss Apple alternative App-Stores anbieten, in denen die Nutzer:innen die Anwendungen bezahlen können oder sollte das weiterhin in Apples alleiniger Handel liegen? Schreibe deine Meinung gerne in die Kommentarfelder unterhalb dieser Nachricht, wir sind sehr gespannt. 

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Ich finde, es passt alles im App Store
Ich hab mal einen Jailbreak gemacht, aber das ist nun wirklich unnötig gewesen, da damit nur der Akku schlechter wurde.
Ich brauche auch nicht, dass ich Apps aus dem Internet installieren kann. Wenn man nichts illegales machen will, ist sowas unnötig.

Der typische Donath. Wie immer faktenfrei und polemisch. Gegen Apple giften, bringt halt Klicks. Hier oder auf Golem, wo Donath seinen Schreibschrott ebenfalls verhökert.
Nun mal zu den echten Fakten. Apple wurde von Epic vor Gericht nicht geschlagen. Im Gegenteil Apple gewann auf ganzer Linie, inklusive Schadensersatz und der Feststellung, dass Apple kein Monopolist ist. Auch die einstweilige Verfügung, die es Apple bis dahin verbot, Epics Unreal-Engine-Entwickleraccount zu schließen, wurde aufgehoben. Apple könnte nun also Epic vollständig aus seinem App-Store entfernen, tut es allerdings nicht, denn darum ging es nie.
Die einzige Entscheidung gegen Apple lautete, dass sie verpflichten werden, ZUSÄTZLICH zum eigenen In-App-System, alternative Zahlungssysteme zuzulassen, auf die die Entwickler in ihren Apps verlinken dürfen. Um alternative App-Stores, die, wie Donath behauptet, Apple angeblich anbieten müsste, ging es nirgendwo im Urteil.
Apple bittet nun lediglich das Gericht, Aufschub zu gewähren, bis das Urteil rechtskräftig ist, damit die geforderten Änderungen für alle Nutzer weltweit gleich und verbindlich sind. Apple legt keine Berufung gegen das Urteil selbst ein. Das tut nur Epic, die erst durch ihre Berufung dafür gesorgt haben, dass das Urteil nicht rechtskräftig wurde, was Apple überhaupt in die Lage versetzte, um einen Aufschub zu bitten. Selbst schuld, Epic. So was passiert halt, wenn man sich nicht geschlagen geben will.

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