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Spotify nimmt Familien in Sippenhaft und spielt im Familien-Abo nur gegen Ortsdaten

Die Nutzerzahlen sprechen noch für Spotify, aber Apple holt auf. Die Wettbewerbssituation und knappe Marge zwingen Spotify aber auch zu unbeliebten Maßnahmen. So möchte Spotify wieder wissen, wo die Kunden wohnen, die den Streamingservice im Familien-Abo nutzen. Wer die Ortungsdaten nicht freigibt, verliert den Spotify-Stream. So kann man sich auch unbeliebt machen und unliebsame Kunden nach-und-nach loswerden. 

Noch führt Spotify den Markt an für Musik im Streaming. Aber Apple holt auf und auch aus rechtlichen Gründen, muss Spotify sich unbeliebt machen bei einigen Kunden. Laut C-Net.com möchte Spotify wieder verstärkt wissen, wo seine Streaming-Kunden eigentlich wohnen. Denn die günstigste Art den Musik-Stream von Spotify zu nutzen ist das Familien-Abo. Das Familien-Abo kostet 14,99 Euro pro Monat und erlaubt die parallele Nutzung eines Accounts für bis zu sechs Familienmitglieder.

Aber die Nutzungsbedingungen sehen zwei Einschränkungen vor: so müssen die Familienmitglieder (Frauen sind mitgemeint) an einer Adresse wohnen und tatsächlich eine Familie sein. Dabei wird das Familien-Abo oft aber auch in Studenten-WGs genutzt. Denn für 15 durch 6 muss man kein Mathe-Genie sein. Viele streamen einfach weiter, auch wenn sie nicht mehr in der WG wohnen und auch Kinder, die den Haushalt verlassen, hängen weiter am gewohnten Stream. Daher möchte Spotify jetzt wieder wissen, wo die Kunden wohnen, die den Streamingservice im Familien-Abo nutzen. Wer die Ortungsdaten nicht freigibt, verliert im Zweifelsfall den Spotify-Stream.

Nach letzten Nutzerzahlen verfügen Spotify über mehr als 100 Millionen Abonnenten und Apple Music liegt bei 60 Millionen. Im US-Markt soll Apple mit mehr als 28 Millionen Abonnenten den Mitbewerber Spotify mit seinen 26 Millionen Abonnenten bereits überholt haben.

Im Wettbewerb gegen Apple Music hat es Spotify nicht leicht. Spotify ist nur eine von tausenden Apps bei Apple und Apple kontrolliert den App Store, die Standard-Elemente zur Steuerung von Musik und die Ausgabe über AirPlay und vernetzten Lautsprechern. Und nicht zuletzt kennt Apple über die Familienfreigabe seine Nutzer besser als Spotify. Auf lange Sicht wird sich Apple Music durchsetzen. Das weiß auch Spotify.

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Seit welcher Softwareversion ist das ? Is diese eventuell noch nicht veröffentlicht ?
Bei mir (IOS12, neuste Spotify Version) kann ich Spotify gar keinen Zugriff auf die Ortungsdienste gebhen welch dies gar nicht verlangt werden (z.B. untere Einstellungen / Spotifiy/...)
Kommt da erst ein Update ?

Da hat jemand Gendering überhaupt nicht verstanden.
„ so müssen die Familienmitglieder (Frauen sind mitgemeint)“
Das Familienmitglied ist Neutrum und hat nichts mit dem generischen Maskulinum zu tun.

Im Text haben sich noch einige weitere Fehler und Unwissenheiten eingeschlichen. Das ist mittlerweile ja Tagesordnung. Journalist ist der neue Immobilienmakler bzw. Vodafoneshop-"gründer". Kannste nix? Bei den Medien kommste unter!

mfg fakenews

«Da hat jemand Gendering überhaupt nicht verstanden.»

Doch, hat er mit Sicherheit. Den Hinweis an dieser Stelle lese ich als genderinggeplagter Textekonsument eher als humoristische Spitze. Und durfte deshalb auch mal schmunzeln. Danke, M. Parthesius.

PS: «Mitgliederinnen» habe ich durchaus schon mal gelesen, selbstverständlich mit grossem Binnen-i, das ich mir an dieser Stelle schenke.

Familienmitgleider= familien-mit-GLIEDER.....oder was? :-)

Na prima! Und was passiert, wenn man ständig unterwegs ist oder einen zweiten Wohnsitz hat? Da bin ich aber wirklich gespannt.

Ich glaube, denken gar nicht richtig nach. Im übrigen ist es im EU-Bereich nicht statthaft, diese Daten statthaft abzufragen ohne dass der Nutzer sein Einverständnis gibt.

Eigentlich ist es ganz einfach. Entweder benennt Spotify den „Familien“-account um in Haushaltsaccount oder man verzichtet auf das Kriterium alle Familienmitglieder müssen an derselben Adresse wohnen. Was bei manchen Familien de facto nicht so ist.
Bei mir wohnen alle bis auf einer im selben Ort, der eine dafür im Nachbarort. Also soll spotify das Angebot klar umreißen und gut ist. Apple schaffts doch auch

Es steht alles in der Spotify FAQ drin. Besser recherchieren.

Wir verwenden die Adresssuche von Google Maps, damit die Inhaber des Abos ihre Adresse leichter finden. Dann bitten wir die eingeladenen Mitglieder, zu bestätigen, dass sie an derselben Adresse wohnen. Das machen sie, indem sie entweder die Standortdienste ihres Geräts aktivieren oder die Adresse mit der Adresssuche von Google Maps manuell auswählen und bestätigen.

Wir verfolgen deinen Standort nicht. Wir prüfen nur einmalig deine Adresse, wenn du gebeten wirst, zu bestätigen, dass du an derselben Adresse wohnst.

Außerdem speichern wir keine Koordinaten, sobald die Überprüfung abgeschlossen ist. Adressen, die in das Adressfeld eingegeben werden, unterliegen den Zusätzliche Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung von Google Maps.

Danke, für die Klärung. Ansonsten wäre es hier durch die „ich habe keine Ahnung aber haue schon mal drauf“ Leute ausgeartet ;).

konnten alle früher für weniger Geld überall hören. Ja, die modernen Zeiten.