SmartHalo soll aus normalen Fahrrädern Smartbikes machen

Navigieren mit dem iPhone auf dem Fahrrad - das klappt ganz gut, wenn der Straßenuntergrund eben, die Lichtverhältnisse für das Display ausreichend und die Abbiegehinweise klar erkenn- oder hörbar sind. Doch mit Smart-Halo soll nun ein System entstehen, das zwar mit dem iPhone gekoppelt wird, aber über ein wesentlich einfacheres Navi verfügt, das nur mit Lichtsymbolen arbeitet. Über Kickstarter wird SmartHalo derzeit finanziert.

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SmartHalo ist ein Aufsatz für den Lenkervorbau, der wie eine Scheibe aussieht und über einen LED-Kranz verfügt, der in mehreren Farben beleuchtet werden kann. Damit wird das Interface eines Navigationssystems realisiert, das den Fahrer nicht ablenken soll und das dennoch gut sichtbar ist.


SmartHalo funktioniert allerdings nur über die Verbindung mit einem Smartphone. Dort werden in einer App die Routen zusammengestellt und geplant. Zum SmartHalo hält das iPhone Kontakt per Bluetooth, kann ansonsten aber in der Tasche bleiben. Die Navigation zeigt auf dem SmartHalo natürlich keine Straßennamen sondern nur die Richtung an, in die an der nächsten Abzweigung gefahren werden muss. Führt der Weg gerade aus, werden die vorderen LEDs halbkreisförmig eingeschaltet, bei einem Richtungswechsel um 180 Grad (U-Turn) die zum Fahrer gerichtete Hälfte der LEDs. Eine kleine LED als Positionslicht in der Nacht ist ebenfalls eingebaut. Sie kommt auf eine Helligkeit von 250 Lumen.

Beim Abbiegen werden je nach Biegung der Kurve mehr oder weniger viele der LEDs in die entsprechende Richtung aktiviert. SmartHalo wird mit Schrauben am Rad befestigt, die angeblich manipulationssicher sind und so einen Diebstahl der Befestigungsplatte verhindern sollen. Natürlich lässt sich das selbst Gerät auch abnehmen, damit es über USB wieder geladen werden kann.

SmartHalo ist wasserfest und verfügt über einen internen Bewegungssensor, der als Signalgeber für eine Alarmanlage genutzt werden kann. Wird das Fahrrad nach dem Abstellen bewegt, sorgt es für einen lauten Alarmton. Aus eigener Erfahrung mit solchen Alarmanlagen sind solche Funktionen jedoch ein zweischneidiges Schwert, da nicht jede Bewegung des Fahrrads ein Diebstahlversuch ist sondern oft andere Radfahrer nur beim Abstellen das eigene Rad unabsichtlich bewegen. Immerhin erkennt das System den rechtmäßigen Besitzer, wenn er sich mit seinem Smartphone nähert und Bluetooth aktiviert hat.

Auf Wunsch signalisiert SmartHalo auch eingehende Anrufe und Benachrichtigungen, zeigt dabei allerdings nur einen blauen Punkt und nicht die Nachricht oder den Anrufer selbst an.

Der Akku in SmartHalo soll bei normaler Nutzung ungefähr drei Wochen halten, bis er wieder aufgeladen werden muss. Die App nutzt Google Maps zur Navigation, zeigt aber zudem noch Informationen zum Streckenverlauf, der gefahrenen Geschwindigkeit oder der realen Fahrtzeit an.

SmartHalo funktioniert mit iPhones ab dem 4S sowie Android-Geräten, die Bluetooth LE beherrschen. Die Finanzierung der Entwicklung und Produktion von SmartHalo erfolgt über Kickstarter. Die Kampagne ist schon jetzt überfinanziert, obwohl erst am 24. September das Ende erreicht ist. Ein SmartHalo soll 131 kanadische Dollar (rund 88 Euro) kosten. Die Auslieferung soll im Mai 2016 erfolgen. ,

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