QuickTime für Windows

Schwere Sicherheitslücke als Sargnägel für QuickTime für Windows?

In der Windows-Version von Apples Media-Player QuickTime sind zwei Sicherheitslücken entdeckt worden, über die Code auf Windows-Maschinen eingeschleust und ausgeführt werden kann. Apple hat jedoch angeblich keine Pläne, diese Sicherheitslücken zu beheben. Stattdessen wird das Unternehmen aus Cupertino in den nächsten Monaten wohl das Ende von QuickTime für Windows ankündigen. Windows-Nutzer sollten QuickTime deshalb deinstallieren.

Von   Uhr

Apples Media-Player QuickTime enthält zwei größere Sicherheitslücken – allerdings nur in der Windows-Version des Media-Players. QuickTime für OS X besitzt diese Sicherheitslücken offenbar nicht.

Die einzige Möglichkeit sich vor der Ausnutzung der Sicherheitslücken zu schützen, ist offenbar QuickTime vollständig vom eigenen Windows-Rechner zu deinstallieren. Auf ein Update zu warten, das die beiden Sicherheitslücken schließt, lohnt sich nicht. Denn Apple wird QuickTime für Windows bald einstellen. Es soll nicht nur keine neuen Versionen mehr geben, sondern auch keine Sicherheits-Updates mehr. Ganz im Gegenteil: Apple wird Windows-Nutzern in Zukunft wohl empfehlen, QuickTime nicht mehr zu nutzen und zu deinstallieren.

Das Software-Sicherheitsunternehmen Trend Micro berichtete am vergangenen Donnerstag, dass zwei verschiedene Sicherheitslücken einen Angriff auf Windows über QuickTime mithilfe eines Pufferüberlaufs erlauben. Die beiden Sicherheitslücken können direkt über eine Webseite mit Schad-Software oder über die Ausführung einer entsprechenden Datei mit QuickTime ausgenutzt werden. Über diesen Weg kann ausführbarer Code, beispielsweise eine Spyware-Programm oder ein Virus, in Windows eingeschleust werden, ohne dass Anwender es mitbekommen.

QuickTime konnte sich nie größte Marktanteile auf Windows-Rechnern erarbeiten. Stattdessen greifen viele Windows-Nutzer auf den vorinstallierten Windows Media Player zurück oder installieren sich einen der vielen andern kostenlosen Media-Player, beispielsweise VLC.

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Schwere Sicherheitslücke als Sargnägel für QuickTime für Windows?" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Ach kommt, liebe IT-Seiten... jetzt lasst doch mal die Kirche im Dorf!

Als ob noch jemand 2016 QT verwendet hat! Der Player ist doch zur gleichen Zeit gestorben wie Real Player!

VLC und Co. konnten schon immer mehr und QT gibt es doch nur noch zwecks Apple Zwangsanbindung

Auch mal über den Tellerand schauen. Nur weil du deine Videos nicht damit abspielst, heißt das nicht das Quicktime keine Relevanz hat. Zum Beispiel basieren die meisten Musikprogramme, die einen Videoplayer für Videovertonung haben auf Quicktime. Auch einige Videoschnittprogramme wie Adobe After Effects oder Premiere können betroffen sein.

1.) brauchen die nur das Plugin und könnten es selber ausliefern
oder
2.) ihre Software einfach anders aufbauen
und
3.) WENN es eh nur Musikprogramme und Adobe betrifft, engt es ja den Kreis der Betroffenen Personen / Nutzer richtig weit ein.

Daher folgendes Fazit: DANN wäre der Grund ja noch geringer, in den "IT-Medien" so ein Geschrei um ein Ende von QT zu machen.

passend dazu: http://www.golem.de/news/security-apple-beendet-quicktime-fuer-windows-1604-120381.html

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.