Apple bleibt der mit Abstand größte Anbieter im weltweiten Markt für Premium-Smartphones. Im ersten Halbjahr 2026 kam das Unternehmen laut Zahlen von Counterpoint Research auf einen Anteil von 65 Prozent. Gleichzeitig wächst das Premiumsegment insgesamt weiter und steht inzwischen für 29 Prozent aller weltweit verkauften Smartphones.
- Apple erreicht im Premiumsegment 65 Prozent Marktanteil
- 2022 lag Apples Anteil noch bei 74 Prozent
- Premium-Smartphones machen inzwischen 29 Prozent des Gesamtmarkts aus
- Samsung folgt mit 19 Prozent auf Platz zwei
- Oppo und Vivo verzeichnen deutliches Wachstum
Apple verliert trotz Wachstum Marktanteile
Für die Einordnung berücksichtigt Counterpoint Smartphones mit einem durchschnittlichen Großhandelspreis von mindestens 600 US-Dollar. Apples Umsatz in diesem Segment sei im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent gestiegen. Als einen Grund nennt der Marktforscher die Verkäufe der iPhone-17-Reihe, insbesondere des Basismodells.
Trotz dieses Wachstums ist Apples Anteil am Premiumsegment über mehrere Jahre zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2022 lag dieser noch bei 74 Prozent. Vier Jahre später sind es 65 Prozent.
Counterpoint zählt Geräte mit einem durchschnittlichen Großhandelspreis von mindestens 600 US-Dollar zum Premiumsegment. Gemeint ist also nicht zwingend der spätere Verkaufspreis im Handel. In diese Kategorie fallen vor allem aktuelle Flaggschiffe sowie höherpreisige Modelle großer Hersteller.
Eine wichtige Rolle spielt dabei nach Einschätzung von Counterpoint der chinesische Markt. Hersteller wie Huawei, Xiaomi, Oppo und Vivo hätten ihre höherpreisigen Modellreihen ausgebaut und würden damit mehr Käufer für heimische Marken gewinnen.
Premium-Smartphones werden wichtiger
Das Premiumsegment wächst nicht nur für Apple. Die weltweiten Stückzahlen stiegen im ersten Halbjahr 2026 laut Counterpoint um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Gleichzeitig erreichte der Anteil dieser Geräte am gesamten Smartphone-Markt mit 29 Prozent einen neuen Höchstwert für ein erstes Halbjahr. Im entsprechenden Zeitraum 2025 waren es 25 Prozent, im ersten Halbjahr 2022 lediglich 20 Prozent.
Als einen aktuellen Treiber nennt Counterpoint gestiegene Preise für Speicher und andere Komponenten. Diese würden günstigere und mittelpreisige Smartphones stärker belasten als hochpreisige Modelle. Dadurch verringere sich teilweise der Preisabstand zwischen Mittelklasse- und Premiumgeräten.
Auch ältere oder rabattierte Flaggschiffe könnten dadurch für Käufer attraktiver werden. Gleichzeitig versuchen Hersteller, hochpreisige Geräte mit Finanzierungen, Trade-in-Angeboten und Rückkaufprogrammen erschwinglicher zu machen.
Samsung bleibt Apples größter Konkurrent
Mit deutlichem Abstand auf Apple folgt Samsung. Der südkoreanische Hersteller kommt laut Counterpoint auf 19 Prozent des Premiumsegments. Die Verkäufe sollen gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent zugelegt haben.
Deutlich höhere Wachstumsraten verzeichnen einige chinesische Hersteller, allerdings von einer wesentlich kleineren Ausgangsbasis. Oppo legte laut den Marktforschern um 69 Prozent zu, was vor allem auf die Find-X9-Serie zurückgeführt wird. Vivo verzeichnete ein Wachstum von 20 Prozent, unterstützt durch die X300-Serie.
Counterpoint geht dennoch davon aus, dass Apple gemeinsam mit Samsung vorerst eine führende Position im Premiumsegment behalten kann. Gleichzeitig dürfte insbesondere der Wettbewerb in China den Abstand zu den dortigen Herstellern weiter unter Druck setzen.









