Ausgeklügelte Technik

Optic ID: Apple erklärt Iris-Scanner der Vision Pro

Nach Touch ID und Face ID kommt nun Optic ID, wenn auch (zunächst) nur auf der Vision Pro. In einem Support-Dokument erklärt Apple, wie das System funktioniert. Und das ziemlich detailliert.

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Die Apple Vision Pro bietet ein neues System, mit dem du dich authentifizieren kannst. Was seit 2013 Touch ID und seit dem iPhone X Face ID ist, wird auf der Vision Pro Optic ID. Gescannt wird die Iris deiner Augen und wie das funktioniert, hat Apple in einem recht ausführlichen Support-Dokument beschrieben.

Optic ID scannt die Iris

Die Iris ist der farbige Teil deiner Augen. Er gilt als ähnlich einmalig wie der Fingerabdruck. Apple gibt die Wahrscheinlichkeit einer falschen Erkennung, also dass eine fremde Person deine Vision Pro entsperren kann, mit eins zu einer Million an. Da die Vision Pro direkt die Augen verdeckt, erscheint es sinnvoll, davon Gebrauch zu machen, wenn es darum geht, Käufe via Apple Pay zu bestätigen, eine Anmeldung in einer App vorzunehmen, auf sensible Daten zuzugreifen – oder ganz banal die Vision Pro zu entsperren. Übrigens ist auch die Verwendung deiner Persona hinter einem Optic-ID-Check weggesperrt.

Laut Apple funktioniert das Ganze größtenteils mit Sensoren und Kameras, die ohnehin vorhanden sind und zum Verfolgen der Augenbewegung genutzt werden.

Normalerweise erfasst die Vision Pro beide Augen. Da sich die Größe der Iris je nach Lichteinfall ändern kann, lernt das System nach dem erstmaligen Einlesen stetig weiter, wie deine Iris aussehen kann. Allerdings hat Apple auch Systeme integriert, die Sonderfälle abdecken.

Wenn der Standard nicht passt

In den Bedienhilfen kannst du einstellen, dass nur eines deiner Augen erfasst wird. Außerdem hat Apple auch den Fall bedacht, dass du eine Sehhilfe benötigst: Für Brillenträger werden spezielle Linsen von ZEISS angeboten, die mit Optic ID funktionieren. Dasselbe gilt für Kontaktlinsen.

Für das Erkennen der Iris verwendet Apple Licht, das kurz ins Auge leuchtet. Es handelt sich dabei um einen Strahl, der „fast infrarot” ist und für das Auge nicht schädlich sein soll, wie Apple betont.

Gespeichert wird das Ganze auf der Secure Enclave, einem Speicherbereich im Gerät, der genau wie beim iPhone und iPad relativ autonom arbeitet und per Software nur Ergebnisse, aber keine Quellen liefert. Des Weiteren versichert Apple, dass die gespeicherten Daten das Gerät niemals verlassen.

Passcode als Rückfalllösung

Wenn Optic ID fehlschlägt, kommt genau wie auf dem iPhone oder iPad der Passcode zum Einsatz. Dieser wird auch benötigt, wenn die Vision Pro neu gestartet wird, in den vergangenen 48 Stunden keine Entsperrung erfolgte oder kein Passcode in den letzten sechseinhalb Tagen verwendet wurde.

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