iOS 26.5 Beta

iOS 26.5 Beta 1: Neue Siri kommt erst mit iOS 27

Apple hat iOS 26.5 Beta 1 veröffentlicht. Während EU-Nutzende neue Interoperabilitätsfunktionen erwarten können, müssen alle auf Siri-Updates warten.

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Apple hat die erste Beta-Version von iOS 26.5 sowie die entsprechenden Updates für alle anderen Betriebssysteme für Entwicklerinnen und Entwickler veröffentlicht. Während das Update einige interessante Neuerungen mit sich bringt, müssen sich Nutzende weiterhin gedulden: Die lang erwarteten Verbesserungen für Siri werden wohl erst mit iOS 27 im September verfügbar sein.

Quickread: Auf einen Blick
  • iOS 26.5 Beta 1 enthält keine neuen Siri-Funktionen – diese kommen wohl erst mit iOS 27 im September 2026.
  • Für die EU bringt das Update wichtige Interoperabilitätsfunktionen wie AirPods-ähnliches Pairing und Benachrichtigungen für Drittanbieter-Wearables.
  • Apple führt Werbung in der Karten-App ein und aktiviert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android.

Keine neuen Siri-Funktionen in iOS 26.5

Die wohl enttäuschendste Nachricht vorweg: iOS 26.5 Beta 1 enthält keinerlei neue Apple-Intelligence-Funktionen für Siri. Ursprünglich hatte Apple die verbesserte Sprachassistentin bereits für iOS 26.4 angekündigt, musste die Pläne jedoch aufgrund anhaltender Genauigkeitsprobleme verschieben. Im Februar deutete Bloomberg-Journalist Mark Gurman an, dass einige oder alle neuen Siri-Funktionen möglicherweise erst mit iOS 26.5 oder iOS 27 erscheinen würden.

Zwar besteht theoretisch noch die Möglichkeit, dass Siri-Verbesserungen in einer späteren Beta von iOS 26.5 auftauchen könnten, doch mit Blick auf die bevorstehende WWDC im Juni und die Vorstellung von iOS 27 wird dies immer unwahrscheinlicher. Laut Gurman soll iOS 27 eine eigenständige Siri-Chatbot-App sowie alle versprochenen Apple-Intelligence-Funktionen enthalten, was darauf hindeutet, dass die breite Öffentlichkeit erst im September 2026 von einer intelligenteren Siri profitieren wird.

Wichtige Änderungen für die Europäische Union

Besonders interessant sind die neuen Interoperabilitätsfunktionen, die Apple für die EU entwickelt, um den Anforderungen des Digital Markets Act gerecht zu werden. Diese Features wurden bereits in früheren Betas getestet, doch die Synchronisierung von Live Activities ist neu in iOS 26.5:

Proximity Pairing: Geräte wie Ohrhörer können künftig auf AirPods-ähnliche Weise mit einem iOS-Gerät gekoppelt werden. Durch einfaches Annähern des Zubehörs an ein iPhone oder iPad wird ein unkomplizierter Kopplungsprozess mit nur einem Fingertipp initiiert. Die bisher oft umständliche Mehrschritt-Kopplung von Drittanbieter-Geräten gehört damit der Vergangenheit an.

Benachrichtigungen: Drittanbieter-Zubehör wie Smartwatches kann Benachrichtigungen vom iPhone empfangen. Nutzende können eingehende Mitteilungen ansehen und darauf reagieren – eine Funktion, die normalerweise der Apple Watch vorbehalten ist. Allerdings können Benachrichtigungen nur an ein verbundenes Gerät gleichzeitig weitergeleitet werden. Das Aktivieren der Benachrichtigungen für ein Drittanbieter-Gerät deaktiviert sie automatisch für die Apple Watch.

Digital Markets Act erklärt!

Der Digital Markets Act ist ein EU-Gesetz, das große Tech-Plattformen wie Apple zu mehr Offenheit verpflichtet. Es soll verhindern, dass dominante Unternehmen ihre Marktmacht missbrauchen und den Wettbewerb einschränken. Für Apple bedeutet dies konkret, dass das Unternehmen Drittanbieter-Geräten mehr Zugang zu iPhone-Funktionen gewähren muss.

Live Activities: Die Synchronisierung von Live Activities mit Wearables von Drittanbietern ist eine Neuerung in iOS 26.5. Diese Funktion erweitert die Möglichkeiten für Entwicklerinnen und Entwickler, ihre Apps auch auf Geräten anderer Hersteller anzubieten.

Wann diese EU-spezifischen Funktionen tatsächlich verfügbar sein werden, ist noch unklar. Apple hatte sie bereits in den Betas von iOS 26.3 und iOS 26.4 getestet, bevor sie vor der öffentlichen Veröffentlichung wieder entfernt wurden.

Neue Funktionen in Karten und Nachrichten

In der Karten-App gibt es eine neue Funktion namens „Vorgeschlagene Orte“, die Standorte basierend auf Trends in der Nähe und kürzlichen Suchen empfiehlt. Wenn Apple Werbung in Karten einführt – was für diesen Sommer geplant ist – werden dort auch Anzeigen erscheinen.

iOS 26.5 legt bereits die Grundlage für Werbung in der Karten-App. Unternehmen können künftig Anzeigen kaufen, die in Suchergebnissen und vorgeschlagenen Orten angezeigt werden. Code in iOS 26.5 besagt: „Karten kann lokale Anzeigen basierend auf deinem ungefähren Standort, aktuellen Suchbegriffen oder der Kartenansicht während der Suche anzeigen.“ Werbeanzeigen werden deutlich mit einem „Anzeige“-Label gekennzeichnet.

Bei den Nachrichten hat Apple die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android-Nutzenden wieder aktiviert. Die Funktion wurde zwar bereits in der iOS 26.4 Beta getestet, war aber in der finalen Version nicht enthalten. In den Einstellungen der Nachrichten-App gibt es nun einen entsprechenden Schalter, der standardmäßig aktiviert ist.

Weitere kleinere Verbesserungen

Beim Verbinden von Zubehör wie einer Magic Keyboard über USB-C mit einem iPhone stellt das iPhone nun automatisch eine Bluetooth-Verbindung mit dem Zubehör her.

Für Nutzende, die von einem iPhone zu einem Android-Gerät wechseln möchten, gibt es eine neue Einstellung zur Auswahl, welche Nachrichtenanhänge übertragen werden sollen. Die Optionen umfassen alle Anhänge, nur die des letzten Jahres oder der letzten dreißig Tage.

In der Apple-Books-App gibt es Hinweise auf neue Auszeichnungen, die wahrscheinlich für Jahresrückblicke gedacht sind. Zudem wurde eine Tastaturlayout-Option für Inuktitut hinzugefügt.

Die erste Beta von iOS 26.5 zeigt, dass Apple weiterhin an Verbesserungen arbeitet, auch wenn die großen Siri-Neuerungen noch auf sich warten lassen. Für EU-Nutzende könnten die Interoperabilitätsfunktionen einen deutlichen Mehrwert bieten, sobald Apple sie tatsächlich für die Öffentlichkeit freigibt.

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