GT Advanced Technologies: Apples Zuliefererpolitik Grund für Konkurs?

Die Spekulationen um den Konkurs von GT Advanced Technologies (GTAT), Apples Saphirglas-Zulieferer, gehen weiter. GT wollte sich am Mittwoch vor Gericht ursprünglich zu den Gründen der Insolvenz äußern. Jedoch machte das Unternehmen vor Gericht keine Angaben zu den Konkurs-Gründen. Es wird spekuliert, dass Apples harte Zuliefererpolitik zum Konkurs von GT Advanced Technologies beigetragen haben könnte.

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Entgegen vorheriger Erwartungen hat sich der Apple-Zulieferer GT Advanced Technologies vor Gericht nicht zu den Gründen für die Insolvenz geäußert. Der GT-Anwalt erklärte am Donnerstag vor einem Konkursgericht im Bundesstaat New Hampshire, dass Vertraulichkeitsabkommen mit Apple es unmöglich machten, die Gründe öffentlich zu nennen. Nach eigenen Angaben drohen GT Advanced Strafen in Höhe von 50 Millionen Dollar je Verstoß gegen diese Auflage. GT bat außerdem, die Gerichtsakten unter Verschluss zu halten.

Apples Zuliefererpolitik

Das Wall Street Journal berichtet, dass Apple eine Zahlung in Höhe von 139 Millionen Dollar an den Zulieferer zurückhielt, jedoch waren die Gründe bisher dafür unklar. WSJ geht davon aus, dass die Bezahlung der besagten Summe nicht erfolgte, da GT Advanced Apples Anforderungen an das iPhone-6-Display nicht erfüllen konnte. Es wird spekuliert, ob GT mit seiner Produktion die Apple-Standards nicht erreichen oder letztlich nicht die Menge liefern konnte, die Apple angefordert hatte. Den Berichten zufolge sei Apple daran interessiert, GT mit den technischen Probleme zu helfen.

Am Montag war bekannt geworden, dass GT Advanced Technologies einen Insolvenzantrag gestellt hat. Die Geschäfte des Unternehmens sollten zwar bis auf Weiteres wie gewohnt weiterlaufen, jedoch ist bisher unklar, wie sich die Insolvenz auf die Produktion der edleren Modelle der Apple Watch auswirken wird.

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Na viel steht in dem Bericht ja nicht.

Wenn es der Wahrheit entspricht, dass die Bude nicht liefern konnte, dann ist doch alles völlig normal.
Wenn ein Zulieferer nicht liefert wird auch nicht bezahlt. Das ist halt unternehmerisches Risiko. Wenn man als Firma dadurch in die Pleite rutscht, dann hat man als Firma halt was falsch gemacht: Zu abhängig von einem einzelnen Kunden, schlechte Verträge, oder oder oder.
Vermutlich haben die ach so kompetenten Manager mal wieder was verkauft, was was sie noch garnicht hatten. Wäre nicht das erste mal, dass eine Firma an sowas kaputtgeht.

Was soll das? Wenn plötzlich 1 Milliarde an Börsenwert verschwindet soll das nicht die Öffentlichkeit und besonders auch nicht die Aktionäre erfahren? Hat man als Aktionär nicht das Recht zu erfahren wo das Geld geblieben ist? Für mich ein enormer Vertrauensverlust für den gesamten Aktienmarkt.

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