Die weltweiten Auslieferungen faltbarer Smartphones sollen 2026 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent steigen. Das berichtet DigiTimes unter Berufung auf Branchenkreise. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern soll Apples erwarteter Einstieg in den Markt gehören.
- Die Foldable-Auslieferungen sollen 2026 um 20 Prozent steigen
- Apples erstes faltbares iPhone gilt als wichtiger Wachstumstreiber
- Eine Vorstellung wird für September erwartet
- Der Verkaufsstart könnte erst im vierten Quartal erfolgen
- Samsung soll vorerst Marktführer bleiben
Der positive Ausblick steht dem Bericht zufolge im Gegensatz zur Entwicklung des gesamten Smartphone-Markts. Dieser habe unter einer knapperen Verfügbarkeit bestimmter Logikchips und höheren Speicherpreisen zu leiden. Das Segment der Foldables soll dennoch weiter wachsen.
Apple könnte Nachfrage im Weihnachtsgeschäft ankurbeln
Neben Samsung, Huawei und weiteren etablierten Herstellern soll insbesondere Apple für zusätzliche Nachfrage sorgen. Das Unternehmen wird Gerüchten zufolge im September sein erstes faltbares iPhone gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro vorstellen. Offiziell bestätigt hat Apple entsprechende Pläne bislang nicht.
Das Gerät wird in Berichten teilweise als „iPhone Ultra“ bezeichnet. Ob Apple diesen Namen tatsächlich verwenden wird, ist nicht bekannt. Frühere Informationen aus der Lieferkette deuteten darauf hin, dass Zulieferer 2026 auf die Produktion von rund zehn Millionen Geräten vorbereitet sein sollen.
Das Foldable soll sich wie ein Buch öffnen lassen und damit ein kompaktes Außendisplay mit einem deutlich größeren Bildschirm im Inneren kombinieren.
Als Foldable werden Smartphones mit einem faltbaren Display bezeichnet. Je nach Bauform lassen sie sich zu einem größeren, tabletähnlichen Bildschirm oder zu einem besonders kompakten Gerät aufklappen.
Der Marktstart könnte allerdings später als die Vorstellung erfolgen. Der Lieferkettenanalyst Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass Vorbestellungen möglicherweise erst im vierten Quartal 2026 beginnen. Das würde zu der Einschätzung der Branchenkreise passen, nach der die letzten drei Monate des Jahres für den Foldable-Markt besonders wichtig werden sollen.
Samsung soll Marktführer bleiben
Samsung dürfte seine führende Position bei faltbaren Smartphones zunächst behaupten. Der Konzern bietet bereits seit mehreren Produktgenerationen Geräte mit aufklappbarem Display an und hat den Markt damit wesentlich geprägt.
Nach Einschätzung der von DigiTimes zitierten Branchenkreise haben fast acht Jahre Produktentwicklung dazu beigetragen, die Geräteklasse technisch weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bieten inzwischen mehr Hersteller entsprechende Modelle an. Käufer können dadurch zwischen unterschiedlichen Bauformen und Preisklassen wählen.
Breitere, im aufgeklappten Zustand eher tabletähnliche Geräte sollen aktuell besonders zur Entwicklung des Markts beitragen. Apples Markteintritt könnte das Interesse an dieser Bauform zusätzlich erhöhen und auch konkurrierenden Herstellern mehr Aufmerksamkeit verschaffen.
Preise bleiben ein entscheidender Faktor
Foldables gehören weiterhin zu den teureren Smartphones. Dem Bericht zufolge rechnen viele Käufer ohnehin mit steigenden Gerätepreisen. Die Nachfrage könnte daher stabil bleiben, sofern mögliche Aufschläge in einem aus Sicht der Kunden vertretbaren Rahmen liegen.
Ob die prognostizierte Steigerung von 20 Prozent erreicht wird, hängt jedoch nicht allein von Apple ab. Entscheidend dürften ebenso die tatsächlich verfügbaren Stückzahlen, der Verkaufspreis und der Zeitpunkt des Marktstarts sein. Da Apple bislang kein faltbares iPhone angekündigt hat, bleiben die entsprechenden Angaben unbestätigt.









