Ferrari Luce

Ferrari zeigt erstes Elektroauto – mit Design von Jony Ive

Ferrari hat mit dem Luce sein erstes vollelektrisches Modell vorgestellt. Der Viertürer kommt mit vier E-Motoren, 1.035 PS und einem Design, an dem Jony Ives Studio LoveFrom beteiligt war.

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Ferrari hat mit dem Luce sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt. Das Modell wurde nach Angaben des Unternehmens gemeinsam mit Sir Jony Ive, Marc Newson und dem Designstudio LoveFrom gestaltet. Ive war lange Zeit Apples Designchef und prägte unter anderem iMac, iPod, iPhone und iPad.

Quickread: Auf einen Blick
  • Ferrari hat mit dem Luce sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt.
  • Am Design waren Jony Ive, Marc Newson und LoveFrom beteiligt.
  • Der Luce kommt mit vier Elektromotoren und bis zu 1.035 PS.
  • Die Batterie bietet 122 kWh, der Sprint auf 100 km/h soll 2,5 Sekunden dauern.
  • Der Preis startet in Europa bei 550.000 Euro.

Der Ferrari Luce ist als viertüriges Fahrzeug mit fünf Sitzplätzen ausgelegt. Technisch setzt Ferrari auf vier Elektromotoren, die zusammen bis zu 1.035 PS leisten sollen. Die Batterie hat eine Kapazität von 122 kWh. Den Sprint von 0 auf 100 km/h gibt Ferrari mit 2,5 Sekunden an.

(Bild: Ferrari)

Vier Elektromotoren übernehmen dabei nicht nur den Vortrieb, sondern können auch helfen, die Kraft besonders präzise zwischen den Rädern zu verteilen.

Viermotor-Antrieb erklärt!

Bei einem Viermotor-Antrieb sitzt nicht nur ein zentraler Elektromotor im Fahrzeug. Stattdessen können mehrere Motoren einzelne Achsen oder Räder antreiben. Dadurch lässt sich die Leistung sehr genau verteilen, was Traktion, Beschleunigung und Fahrverhalten verbessern kann.

Design mit LoveFrom-Einfluss

Beim Design beschreibt Ferrari eine glatte, durchgehende Formensprache mit schalenartiger Karosserie und aerodynamischen Elementen an Front und Heck. Im Innenraum kombiniert der Hersteller digitale Anzeigen mit physischen Bedienelementen wie Knöpfen, Drehreglern, Schaltern und Tastern.

Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil Ive bei Apple lange für reduzierte Bedienkonzepte und klare Oberflächen stand. Beim Luce scheint Ferrari diesen Ansatz nicht mit einem reinen Touchscreen-Konzept gleichzusetzen. Stattdessen bleibt ein Teil der Bedienung mechanisch. Das dreispeichige Lenkrad besteht laut Ferrari aus 100 Prozent recyceltem Aluminium.

(Bild: Ferrari)

App für Klima, Laden und Fahrzeugstatus

Zum Fahrzeug gehört auch eine App, über die sich unter anderem Klimafunktionen und Ladeeinstellungen steuern lassen. Außerdem zeigt sie den Status des Autos an. Damit folgt Ferrari einem Ansatz, der bei modernen Elektroautos inzwischen üblich ist, stellt ihn aber in ein deutlich exklusiveres Segment.

Der Preis des Ferrari Luce beginnt in Europa bei 550.000 Euro. In US-Dollar entspricht das rund 640.000 Dollar. Die Produktion soll Ende 2026 starten. Für den US-Markt ist die Einführung laut Bericht für das zweite Quartal 2027 geplant.

Apples Autoprojekt bleibt nur der Hintergrund

Die Beteiligung von Jony Ive verleiht dem Luce eine zusätzliche Tech-Komponente. Apple selbst hatte über Jahre an einem eigenen Elektroauto gearbeitet, das Projekt aber später eingestellt. Mit dem Ferrari Luce ist nun zumindest einer der bekanntesten früheren Apple-Designer an einem elektrischen Serienfahrzeug beteiligt – allerdings nicht für Apple, sondern über LoveFrom.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Ist der Ferrari Luce ein Hinweis darauf, wie Apples eigenes Auto, intern lange unter dem Namen „Project Titan“ gehandelt, hätte aussehen können? Vielleicht. Vielleicht wäre Apple beim Design aber auch einen ganz anderen Weg gegangen – so wie seinerzeit beim iPhone, das bestehende Smartphone-Konventionen bewusst hinter sich ließ.

Wirklich beantworten lässt sich das nicht mehr. Interessant ist der Luce trotzdem, weil Jony Ive damit sichtbar macht, dass seine Designs nach Apple nicht nur in Konzepten und Ankündigungen stattfinden. Mit Ferrari taucht seine Handschrift nun in einem Produktbereich auf, der weit über klassische Unterhaltungselektronik hinausgeht.

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