11 Millionen Ersatzakkus

Apples Batterieaustauschprogramm lockte mehrere Millionen Nutzer

Bereits seit einigen Jahren bietet Apple den Batterieaustausch gegen eine Gebühr an. Diese wurde stets zahlreich in Anspruch genommen. Ende 2017 kam jedoch ans Licht, dass Apple alte Geräte mit schlechterer Batterieleistung drosselt, um lange Laufzeiten zu gewährleisten. Was löblich gedacht war, wurde allerdings schlecht kommuniziert, sodass ein Aufschrei durch die Community ging. Apple entschloss sich daher den Preis für den Austausch zu senken.

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Für das gesamte Jahr 2018 senkte Apple die Preise für den Austausch der Batterien alter iPhone-Modelle. Für 29 Euro konnten die Nutzer die alte Batterie gegen eine neue bei Apple oder autorisierten Service-Partnern austauschen lassen. Dies sorgte für einen kräftigen Aufwind bei den Reparaturen. Wie Apple-CEO Tim Cook seinen Mitarbeitern verkündete (via John Gruber) tauschte man so im vergangenen Jahr mehr als 11 Millionen iPhone-Batterien aus. Dies überschreitet die normalen Zahlen bei Weitem. In der Regel tauscht Apple nämlich pro Jahr etwa ein bis zwei Millionen Batterien aus.

Das Batterieaustauschprogramm und seine Auswirkung

Während viele Nutzer von dem günstigen Austauschprogramm Gebrauch machten, war dies wohl ein schlechter Deal für Apple. Laut Cook war dies auch einer der Gründe, weshalb man die Umsatzprognose für das erste Fiskalquartal 2019 kürzte. Warum man jedoch die Prognose nicht früher anpasste, ist ungewiss. Gruber zufolge wird Apple sehr wohl bemerkt haben, dass sich Reparaturen auf die Verkäufe auswirken werden.

Mit dem iPhone XR und iPhone XS (Max) konnte man durch die neuen Batterien wahrscheinlich deutlich weniger Kunden zum Upgrade bewegen. Eine Investition in das Altgerät sowie die hohen Preise für die neuen Modelle könntne hier das Zünglein an der Waage gewesen sein. Daneben hat Apple auch mit einer Optimierung von iOS 12 für alte Hardware das Software-Erlebnis für seine Kunden wieder verbessert. 

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Wäre doch mal ein Statement, wenn Cook „proud“ wäre auf den Verkaufs-Rückgang. Es würde ja auch zeigen, dass die Leute ihr iPhone gerne länger behalten wollen (weil es gut genug ist/bleibt).

Das hat Cook auch tatsächlich so kommuniziert und fand es auch gar nicht schlimm. Aufgeschoben ist doch auch nicht aufgehoben...die Käufe kommen dann eben etwas verzögert.

Ohne Apple zu kontaktieren macht mir das ‚mein Apple Händler für 65,-€ und das finde ich OK.

Hätte Apple gleich einen anständigen, haltbaren Akku verbaut, hätte kaum jemand einen Akku tauschen müssen, so kann man das auch sehen. Ich bin der Meinung das ein Akku so groß sein sollte, das er die volle Support Zeit hält, zumindest für normale Nutzer, das würde ich sogar Gesetzlich verankern.

Die Drosselung war doch das Problem, nicht der Akku - angeblich.
Ich habe meinen Akku tauschen lassen, weil mich die neuen Iphone Modelle nicht ansprechen. Nicht weil ich unbedingt mein Altes behalten möchte.

Es war weder die Drosselung, noch der Akku das eigentliche Problem, sondern die Kommunikation oder besser das Schweigen über alles. So wie es vorher auch schon gehandhabt wurde und als immer mehr Meldungen und Berichte dazu zu lesen waren, wurde hektisch gehandelt. Nicht das erste mal bei Apple.

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