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Test LG Myview Smart Monitor 32SQ700S-W: Apple-freundlicher smarter Verführer

Frisch von der CES: Mit dem 32SQ700S schafft es der erste „Smart Monitor“ von LG auf deutsche Schreibtische – und nicht nur dahin (Update).

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Vorab: So eine Kombination aus 4K-Monitor und smarten Fernsehgerät ist schon ziemlich verführerisch. Als wären die möglichen Ablenkungen von der Arbeit bei der Nutzung eines Computers nicht schon groß genug, ist beim „LG Myview Smart Monitor 32SQ700S-W“ (ein Name, die eigentlich für drei Geräte reichen würde) ein Smart-TV stets nur einen Knopfdruck entfernt.

Und zu einem Smart-Fernseher passend erfolgt dieser Knopfdruck mit einer Fernbedienung. Die nämlich liegt dem Myview folgerichtig bei. Von der profitierst du sogar, wenn du den Smart Monitor „nur“ als UHD-Monitor an deinem Mac nutzen möchtest. Denn statt dich wie gewohnt mithilfe mehrfach belegter Tasten oder allzu empfindlicher Joysticks durch Menüs und Submenüs zu hangeln, konfigurierst du den LG-Bildschirm komfortabel zurückgelehnt mit der „Knipse“.


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Die neue Leichtigkeit

Optisch ist die Kombination aus Smart-TV und Arbeitsgerät gelungen: Der 32SQ700S versprüht eine dezente Apple-Ästhetik und macht sich nicht nur auf dem Homeoffice-Schreibtisch, sondern auch im Wohnbereich gut. LG verbaut allerdings viel Hartplastik, was sich nicht zuletzt im Gewicht niederschlägt: Mit gerade einmal 6,5 Kilogramm ist der 31,5 Zoll (knapp 80 Zentimeter) in der Diagonale messende Monitor beim Aufbau erfreulich einfach zu heben. Seine weiße Gehäusefarbe unterstreicht diese Leichtigkeit optisch.

Der Monitor selbst ist in einem Winkel von minus 5 bis 15 Grad neigbar. Leider gestattet der schnell eingesetzte Kunststoffständer keine Höhenverstellung, was ergonomisch sinnvoll wäre und die Produktwebseite zudem verspricht. Auch auf eine Wandmontage musst du verzichten – eigentlich schade für ein „halbes“ Smart-TV-Gerät.

Anschlussseitig zeigt sich der Myview nach heutigen Gesichtspunkten solide – mit und ohne Kabel. Fangen wir mit der Steckerleiste auf der Rückseite an: Zu zwei HDMI-Schnittstellen kommt ein USB-C-Port. Der erlaubt nicht nur die Übertragung eines Monitorsignals nach Displayport-Alt-Spezifikationen, sondern lädt als Ein-Kabel-Lösung auf Wunsch auch noch das verbundene MacBook mit bis zu 65 Watt auf. Ein echter Displayport-Eingang hätte dem Gerät trotzdem gut zu Gesicht gestanden. Ein USB-Typ-A-Anschluss ergänzt die Auswahl. Klar, andere Hersteller bieten da noch mehr.

Zweimal HDMI, einmal Displayport-fähiges USB-C, einmal USB-A, einmal Ethernet: Auf einen kompletten USB-Hub verzichtet der Myview Smart Monitor 32SQ700S.
Zweimal HDMI, einmal Displayport-fähiges USB-C, einmal USB-A, einmal Ethernet: Auf einen kompletten USB-Hub verzichtet der Myview Smart Monitor 32SQ700S. (Bild: LG)

Doch es muss es nicht immer eine Kabelverbindung sein: Mithilfe der Bildschirmsynchronisation lassen sich auch Inhalte von Mobilgeräten auf dem Bildschirm spiegeln. Das ist besonders praktisch, wenn du für eine Präsentation Daten deines iPhone abbilden möchtest. Bedauerlicherweise bietet der LG-Monitor keinen Pivot-Modus an; er lässt sich also nicht hochkant aufstellen, was für die Smartphone-Darstellung sinnvoll wäre.

Fühlt sich zu Hause wohl

Bleiben wir noch etwas beim Einsatz des Myview Smart Monitor als Arbeitswerkzeug. Trotz seines Zweitjobs als „Feierabend-Entertainer“ widersteht er der Versuchung eines spiegelnden Displays. Die matte Beschichtung liefert eine unaufdringliche, realistische Farbabbildung. Das UHD-Display im 16-zu-9-Format bildet auf seinen 3.840 mal 2.160 Bildpunkten den DCI-P3-Farbraum zu 80 Prozent ab; zu anderen Standards wie Adobe RGB macht LG keine Angaben. Der 32SQ700S ist somit eher kein Monitor für professionelle Pixelschubser, die auf eine möglichst genaue Farbabbildung angewiesen sind – und will dies wohl auch nicht sein.


Der 32SQ700S ist somit eher kein Monitor für professionelle Pixelschubser, die auf eine möglichst genaue Farbabbildung angewiesen sind – und will dies wohl auch nicht sein. —   Thomas Raukamp

Die Ausleuchtung des LCD-Displays ist bis in die Bildschirmwinkel konstant. Allerdings ist die Leuchtdichte von maximal 250 Candela pro Quadratmeter aus heutiger Sicht unterdurchschnittlich – 300 oder lieber 400 Nits hätten es schon sein dürfen. Für den Einsatz in den eigenen vier Wänden reicht’s jedoch – du solltest aber besser kein Fenster im Rücken haben.

Von der Seite mutet der Myview Smart Monitor fast wie ein iMac an. Bei näherer Betrachtung dominiert allerdings Kunststoff.
Von der Seite mutet der Myview Smart Monitor fast wie ein iMac an. Bei näherer Betrachtung dominiert allerdings Kunststoff. (Bild: LG)

Bei Office-Arbeiten macht der Myview ansonsten eine gute Figur: Mit einer Pixeldichte von 137 PPI ist die Darstellung scharf, auch die lange Arbeit mit Texten gestaltet sich angenehm. Klar, von Apples Studio Display und seinen 218 PPI sind diese Werte Meilen entfernt. Realitätscheck: Der Preisunterschied zugunsten des LG-Monitors liegt bei sympathischen 1.370 Euro! Ein direkter Vergleich verbietet sich somit geradezu. Oder vielleicht fast …

AirPlay 2 an Bord

Denn bei allen Superlativen, die Apple in sein mindestens 1.750 Euro teures Studio Display integrierte, fehlt eine nur allzu naheliegende Funktion: AirPlay. Oder noch besser: Das Studio Display hätte ohne Weiteres eine komplette Apple-TV-Set-Top-Box enthalten können. Und so mutet es fast schon wie Ironie an, dass LG zusammenfügt, was zusammengehört: einen hochauflösenden Computermonitor und einen AirPlay-fähigen Smart-Fernseher – und das zu einem Preis von unter 400 Euro. Boom!

Eine Anwendung haben wir bereits kennengelernt: Zur Darstellung des iPhone-Displays nutzt der Myview AirPlay. Entsprechend reibungslos ist die Verbindung: Die Darstellungsgeschwindigkeit und -qualität ist gut, wesentliche Latenzen konnten wir in unserem Test nicht bemerken. Voraussetzung ist natürlich, dass sich der Bildschirm und das Mobilgerät im selben Wi-Fi-Netzwerk befinden. Die Auswahl triffst du bei der Einrichtung des Smart Monitor.


Du kannst den Smart Monitor von jeder iPhone-, iPad- und Mac-Anwendung aus, die AirPlay unterstützt, als Wiedergabeziel auswählen. —   Thomas Raukamp

Natürlich ist es damit nicht getan: Du kannst den Smart Monitor von jeder iPhone-, iPad- und Mac-Anwendung aus, die AirPlay unterstützt, als Wiedergabeziel auswählen – etwa aus der TV-App, aus Netflix oder Disney+. Die AirPlay-Routine erkennt das LG-Display automatisch – du musst die Verbindung also nicht immer wieder neu anstoßen. So soll’s sein!

Doch noch in einer anderen Hinsicht ist LG mit Apple auf Schmusekurs: Die Myview-Smart-Monitor-Serie ist HomeKit-kompatibel; der 32SQ700S lässt sich also in Apples Home-App eintragen, um ihn etwa mit Siri zu bedienen. Der Verbindungscode findet sich etwas versteckt in den AirPlay-Einstellungen.

Der Smart Monitor als Smart-TV

Natürlich enthält der Myview Smart Monitor kein Apple-TV-Gerät – so weit geht die Annäherung dann doch nicht. Für den Betrieb als von externen Zuspielern unabhängiges Smart-TV setzt LG auf das hauseigene WebOS. Bist du von deinem Fernseher Apple TV oder Android TV gewohnt, wirst du dich schnell zurechtfinden. Die Oberfläche ist recht einfach gehalten, bietet gewohnt großflächig die üblichen Programmvorschläge und listet die enthaltenen Apps auf.

Und hier schlägt LG die letzte Brücke zum Apple-Kosmos: Sowohl Apple TV+ als auch Apple Music liegen seit dem vergangenen Frühjahr als Apps für WebOS vor und lassen sich somit auf dem Myview-Monitor nutzen. Die Verknüpfung mit deinen Konten erfolgt wie gewohnt problemlos mit einem mit dem iPhone abzufotografierenden QR-Code.

Direkt aus der WebOS-Oberfläche kannst du die AirPlay-Einstellungen aufrufen.
Direkt aus der WebOS-Oberfläche kannst du die AirPlay-Einstellungen aufrufen. (Bild: LG)
WebOS …

… ist ein alter Bekannter: Aus dem guten alten Palm OS für Handheld-PCs hervorgegangen, wanderten die Rechte und Lizenzen nach einem Aufkauf 2011 an HP, bevor sie LG nur zwei Jahre später für einen eigenen Smart-Fernseher aufkaufte. Neben LG setzen zahlreiche andere Smart-TV-Hersteller wie Philips, Panasonic und Xiaomi das auf Linux aufsetzende Betriebssystem ein.

Auch sonst ist die App-Auswahl komplett und umfasst neben Standards wie Netflix, Prime Video, Disney+ die Mediatheken von ARD und ZDF sowie diverse Musikstreamingdienste wie Spotify und Deezer. Die LG-eigene Auflistung umfasst knapp unter 2.000 Apps – langweilen wirst du dich nicht.

Funktionierten Apps wie Apple TV+ und Netflix in unserem Test sicher, verdient die allgemeine Geschwindigkeit des Smart Monitor Kritik. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Funktionen und Arbeitsmodi nötigt der Hardware die eine oder andere „Denksekunde“ ab. Auf der Fernbedienung wünschen wir uns neben den Start-Knöpfen für die gängigsten Streamer zudem eine Taste zur schnellen Rückkehr zum Monitormodus.


Dass er allerdings Apples Edeldisplay mit der Integration der eigenen Dienste und Apps nahezu vorführt, ist bei einem 380 Euro günstigen Allrounder schon einen Schmunzler wert. —   Thomas Raukamp


Fazit: smarter Move, LG!

LG liefert mit dem Myview Smart Monitor 32SQ700S-W den perfekten Monitor für das im Wohnbereich untergebrachte Homeoffice – oder die Studentenbude. Tagsüber dient er als UHD-Arbeitspferd, abends als autarke 4K-Entertainment-Maschine. Zwar will er sich nicht Bildbearbeitungs- und Videoprofis als Alternative zum Studio Display andienen. Dass er allerdings Apples Edeldisplay mit der Integration der eigenen Dienste und Apps nahezu vorführt, ist bei einem 380 Euro günstigen Allrounder schon einen Schmunzler wert.

Wem die gebotenen 32 Zoll besonders für die abendliche Unterhaltung zu klein sind, der wartet noch ein paar Wochen: Für das Frühjahr kündigte LG bereits ein 43-Zoll-Modell an.


Testergebnis
ProduktnameMyview Smart Monitor 32SQ700S-W
HerstellerLG
Preis379 Euro
Webseitehttps://lg.com
Pro
  • Integration von AirPlay und HomeKit, Apple TV+ und Apple Music, gute Bildqualität
Contra
  • geringe Helligkeit, lahme Nutzungsoberfläche
Bewertung
2,0 gut

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Ich hatte mir den Monitor nach eurem Bericht der Ausgabe 02/2024 bei LG zu oben genanntem Preis „vorbestellt“.
Nun steht er da und bin voll und ganz zufrieden. Die Helligkeit finde ich ok, die langsame Umschaltzeit der einzelnen Anwendungen spielt für mich keine Rolle, da ich den Monitor nur für meine Office-Anwendungen verwende. Das Bild ist Top und scharf. Ein echter Schnapper.

Was mich allerdings geärgert hat ist, das der Preis der Vorbestellung um 10 % höher ausgefallen ist als tatsächliche Einstandspreis ab Auslieferung. So etwas macht man nicht mit seinen Kunden.

Hej Markus, danke für den Hinweis. Freut mich, dass dir der Monitor gefällt und du unseren Eindruck bestätigen kannst.

Das mit der Preisänderung ist mir tatsächlich neu – danke für den Hinweis!

Viele Grüße aus Kiel!

Erstklassiges Design! Alle Achtung! So in etwa hätte Apple einen neuen iMac32 kreieren müssen. Das "Kinn" dezent gefasst innerhalb des Metall-Rahmens geziert vom silbernen Apple-Logo statt LG. Tradition und markante Merkmale erhalten und zugleich weiter entwickeln war einst die Hohe Kunst von Apple.
Doch Cuppertino ist inzwischen fern von solchen umwerfenden evolutionären Design.

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