ZOLL IN DEUTSCHLAND BLOCKIERT DIE EINFUHR DER KICKSTARTER-UHR PEBBLE

[Update] Pebble ist da - fast

22.03.13 | 15:08 Uhr - von
(Bild: Pebble)

Pebble ist da - so in der Art. Meine Pebble hängt im Zoll fest. Vor einem Jahr war die Pebble-Uhr der große Hype auf Kickstarter.com. Als das bislang erfolgreichste Projekt wurde die Idee gefeiert, eine Armband-Uhr über Bluetooth mit dem iPhone zu verbinden. 100.000 US-Dollar wollten die Organisatoren einsammeln. Es wurden 10,2 Millionen und die Vorbestellliste wuchs auf über 70.000 Kunden an – wenn Apple die iWatch nicht bringt, müssen eben andere ran!

Ideen für die eine Armband-Uhr, die das iPhone ergänzt, gibt es viele. Angefangen vom zusätzlichen Vibrationsalarm bei Anrufen bis hin zur Verwendung als Fahrradcomputer oder zur Anzeige, wer einen gerade auf Twitter erwähnt hat.

Pebble Technology stand fortan in der Pflicht. Dabei mussten die jungen Unternehmer eine Menge lernen. Zum Beispiel über Klebstoffe und die Verarbeitung von Kunststoffen. Mehrfach waren Reisen nach China nötig, doch der ursprünglich angestrebte Liefertermin September 2012 konnte nicht gehalten werden.
 
  • "Einladung" in das Zollamt
 
Im Februar kam endlich die E-Mail, die versicherte, meine Pebble würde jetzt von Singapore Post verschickt werden. Vorgestern landete ein Benachrichtigungsschreiben in meinem Briefkasten. Jetzt hängt meine eigene iWatch im Zollamt in der Hamburger Hafencity. Frachtpapiere nicht von außen ersichtlich. Mit dem Kaufbeleg auf Papier machte ich mich heute auf den Weg.
 
 
Im Neubau in der Koreastraße dann die Überraschung: Von Amts wegen müsse die Einfuhrunbedenklichkeit geprüft werden. Das sei eine Anweisung von oben, so der Zöllner. Eigentlich, werde ich ermahnt, eigentlich hätte der Zoll in Frankfurt schon tätig werden müssen. Der Markt werde gerade mit diesem Produkt, über das man nichts weiss, überschwemmt.
 
 
Mein Einwand, ich wisse von Bekannten, die die Pebble bereits erhalten hätten, galt nichts. Die hätten Glück gehabt, so der Wächter über die Ordnung. Statt der Uhr bekomme ich eine Quittung mit. Die fachlich zuständige Überwachungsbehörde werde das Begehr klären. In der nächsten Woche hoffe ich auf Benachrichtigung.
 
Wer hat Ähnliches erlebt und mag sich hier zu erkennen geben?
 

Links rund um Pebble und den Pebble-Import auf eigene Faust

• Das Projekt: http://www.kickstarter.com/projects/597507018/pebble-e-paper-watch-for-i...

• So viele Steuern: http://www.gutefrage.net/frage/einfuhrsteuern-pebble

• Erste Ratschläge: http://www.pebble-smartwatch.de/probleme-beim-zoll-konformitaetserklaerung/

• Fernweh: http://www.pebblebeach.com/

[Update, 22. März 2013] Der Zoll war nicht untätig und hat sich bei mir gemeldet. Die Kurzfassung: Die Einfuhr wird verweigert. Einsehbare Dokumente überzeugen die Bundesnetzagentur nicht von der Unbedenklichkeit des Produktes.

  • Unerfreuliche Post vom Hauptzollamt

Man könnte jetzt noch Einspruch einlegen oder aber die Pebble zurückgehen lassen. Und genau das werde ich machen: Die Uhr geht zurück. Mein Geld kann ich wahrscheinlich abschreiben. Es ist schade, weil die Uhr eigentlich ein tolles Produkt sein kann – sonst hätte ich das Projekt ja nicht unterstützt. Aber es zeigt auch, dass man auf Plattformen wie Kickstarter auch Schiffbruch erleiden kann.Gründe dafür gibt es viele. Einer davon ist die mangelnde Kennzeichnung der Uhr.Noch ein anderer sind fehlende Frachtpapiere seitens Singapore Post. Denn wer weiss was passiert wäre, wenn die Pebble mit Frachtpapieren ausgestattet einfach ausgeliefert worden wäre.

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Bild von Jaype

Ich hatte auch eine Pebble bestellt und habe nach dem in Essen der erste Fall von Zurückhaltung und Weitergabe an übergeordnete Behörden bekannt wurde erstmal storniert. Im gutgemachten deutschsprachigen Pebble Forum gibt es einen extra Thread dazu. Das ganze ist ein Kulturkampf und hängt in erster Linie daran dass sich die Ami's nicht vorstellen können wie genau europäische Zollformalitäten und Einfuhr Formalität sein können. Dort wird das ganze noch als die schlechte Laune eines einzelnen Zollbeamten ab getan. Wo bei ihnen auch viele Forums Mitglieder nach dem Prinzip Hoffnung Recht geben.
Dein Beitrag lässt jetzt vermuten das eingetreten ist was sich mit deutschen Behörden auskennende Forums Mitglieder prophezeit haben. Die komplette Einfuhr wird zumindest in Deutschland gestoppt und die Geräte werden zurückgesandt. Je mehr die Ami's jetzt ein cooles "stellt euch nicht so an" raushängen lassen umso genauer werden die Buchstaben des Gesetzes eingehalten. Hoffentlich findet sich jemand der cool und Professionell die Probleme löst und die zunehmend unruhig werden Backer erlöst.

Bild von saperlot

Ich frag mich ob die Schweizer das genau so sehen.. Bin dann mal gespannt

Bild von amilopowers

Ich habe mich auch bei Brydge gefragt ob das Ding überhaupt ankommt. Meine Brydge kam durch in die Schweiz. Allerdings wurde dieses Produkt auch von der FCC freigegeben. Ob dies bei Pebble auch der Fall ist weiss ich nicht.

Bild von Jaype

Es ist ein Flüchtigkeitsfehler, der schon grösseren/erfahreneren Anbietern unterlaufen ist.

Es ist nicht absolut klar auf dem Produkt ersichtlich, das die vorhandene und richtige FCC Bescheinigung zu der Pebble gehört. Es fehlt eine Artikelnummer auf der Uhr. Deutsche Bedienungsanleitung und Batterieverordnung kann nachgereicht werden. Mein Vater war beim Zoll und wenn nur noch einer wie er bei dem Laden rumläuft, gehen jetzt alle Pebble zurück und Eric kann eine Artikelnummer rein kratzen. Gerade Leuten die meinten die Regeln gelten nur für die anderen und man könnte jetzt mal ein bisschen von oben herab an die Vernunft appellieren hat er gerne, unmissverständlich und bis zur Vernichtung der Ware, klar gemacht wer am längeren Hebel sitzt.

Bild von Macintosh1968

Vorschriften klare Regeln denen sich auch der Hersteller dieser Uhr zu unterwerfen hat.
Mac

Bild von herbyh

Nicht gleich abschreiben: ich hatte das gleiche Problem exakt genauso mit dem Kickstarter-Projekt "Cloud-FTP". Die hab ich zweimal zurückschicken lassen, weil irgendein Zertifikat (CE-Zeichen?) nur auf der Verpackung und nicht auf dem Gerät selbst angebracht war. Beim 3. Mal hat es dann geklappt.
Ärgerlich, aber am Ende ging es doch!

Bild von LeMac

Grundsätzlich ist es begrüßenswert, wenn der Zoll die geltenden Vorschriften prüft. Denn mit Weichmachern verunreinigtes Spielzeug (als Beispiel) möchte ich nicht im Kinderzimmer sehen. Oder elektrische Geräte, die unsicher sind.
Schade ist hier, dass der Hersteller/Vertreiber nicht die Bestimmungen des einzuführenden Landes prüft. Da kauft der Kunde und hat dann das Problem.

Bild von Macintosh1968

Theoretisch ja....aber ein Zertifikat ist auch nur ein Stück Papier. Trotz tausender Zertifikate dürfen wir ständig Pferdefleisch, Dioxin Eier und weiss der Geier noch alles fressen.

Letztendlich ist es aber so, wer ein Produkt herstellt sollte sich die notwendigen Dinge vorher besorgen. Kickstarter hin oder her....So ist es eben.

Mac

Bild von wolfplum

Ich war heute auch beim Zoll in der Koreastraße. Durfte den Karton mit der Uhr kurz öffnen (sehr professionell verpackt), aber nicht mitnehmen. Auch ich erhielt nur eine Quittung mit dem Hinweis, dass der Aushändigung der Ware möglicherweise Verbote und Beschränkungen entgegenstehen. Dies müsse zunächst die zuständige Überwachungsbehörde klären. Also geht es mir wahrscheinlich genau so wie @macsquad

Bild von iGadget-News

Tja, da hat man bei Pebble seine Hausaufgaben nicht gemacht. Schade dass der Artikel das nicht klar benennt, sondern die Schuld auch beim Zoll sucht.

Bild von Jensemann74

Hallo, hier mal etwas aus dem deutschen Pebble Forum....
Kontext: Die EInfuhr ist ausgeschlossen. Das HZA Frankfurt hat die Entscheidung unter dem Aktenzeichen XXX getroffen, für die Ware besteht ein Einfuhrverbot.
Lt. Auskunft eines freundlichen Herrn vom HZA wurde diese nach Prüfung durch die BNA ausgesprochen.

Das war es dann wohl für die Pebbles.... :-(

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