Gerüchte um ein günstiges iPhone - ein "iPhone mini" - sind fast so alt wie das iPhone selbst. In den letzten Wochen kochten die Gerüchte dann über und sogar das Wall Street Journal will von einem Billig-iPhone gehört haben. Es gibt gute Gründe für, aber auch gegen ein solches Gerät.
2008, als das iPhone-Display mit 3,5 Zoll noch als groß galt, gab es Gerüchte über ein kleineres iPhone nano. Die Digitimes meldete, zwei Auftragsfertiger hätten Bestellungen für ein solches Gerät bekommen, damit es im Sommer 2009 auf den Markt kommen könnte. Doch das iPhone nano erschien nicht und statt die iPhone-Familie zu erweitern, behält Apple die Vorgängermodelle weiter im Angebot, zu einem leicht reduzierten Preis.
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Die Zeiten haben sich aber geändert: Featurephones sind am Aussterben, Smartphones erobern auch in den Entwicklungsländern und aufstrebenden Industrienationen den Markt. Dort sieht es für Apple allerdings schlecht aus: In China verkauft sich das iPhone zwar auch gut, aber Android hält 90 Prozent Marktanteil. Samsung eilt von Rekordquartal zu Rekordquartal. iPhone-Optimisten bleibt nur der Blick in den USA - dort liegt Apple dank des iPhone 5 vorn - oder den "Web-Marktanteil".
Deshalb braucht Apple ein günstiges iPhone
Der Einstiegspreis in die iPhone-Welt liegt derzeit bei 399 Euro für das zwei Jahre alte iPhone 4. Damit liegt Apple deutlich über besser ausgestatteten, aktuellen Android-Geräten. Dies ist besonders für diejenigen relevant, die nicht beim Kauf eines Smartphones einen Zwei-Jahres-Vertrag abschließen. Den Prepaid-Markt spricht Apple nicht an, Prepaid ist aber in vielen Länder beliebter als ein Vertrag mit fester Laufzeit und subventionierter Hardware.
Die Käufer der günstigen Smartphones könnten später zu einem teureren Gerät greifen, sind dann aber schon im Google-Ökosystem verwurzelt. Es wird schwierig, sie später vom iPhone zu überzeugen. Darunter leidet langfristig nicht nur das iPhone, sondern auch iTunes und der App Store.
Apple hat zu diesem Zeitpunkt noch die Möglichkeit, die Verteilung der Marktanteile wesentlich zu beeinflussen. Dieser Zeitpunkt wurde damals beim Aufkommen der PCs verpasst. Macs wurden zu (profitablen) Nischengeräten. Zwar betonen Apple-Verantwortliche gerne, ihnen gehe es nicht um Marktanteile, aber präsentieren sie trotzdem auf jeder Keynote - selbst wenn es sich dabei nur um die "Web-Marktanteil" oder den US-Marktanteil handelt.
Apple droht die Länder zu verlieren, in denen der Konzern eigentlich wachsen will und selbst in Europa sieht es immer schlechter für das iPhone aus.
Das spricht gegen ein Billig-iPhone
Apples Gewinnmarge liegt derzeit bei über 40 Prozent - kein anderer Smartphone-Hersteller macht einen so hohen Profit wie Apple. Samsung kommt nur durch deutlich höhere Geräteverkäufe in die Nähe von Apple. Wer in den Low-End-Markt einsteigt, muss mit Einbußen im Premium-Bereich rechnen und dann dementsprechend mehr Geräte verkaufen. Samsung schafft dies derzeit auch aufgrund hoher Marketingausgaben. Ein Billig-iPhone müsste dem Kunden erklärt und dann oft genug verkauft werden, um Verluste beim Premium-iPhone auszugleichen.
Um überhaupt auf einen niedrigeren Preis zu kommen, müsste Apple bei der Hardware sparen: Plastik-Rückseite, kleineres Display und weniger Speicher sparen Kosten. Damit müsste Apple weniger Abstriche bei der Marge machen - doch Smartphones mit Plastikrückseite gibt es auch bei der Konkurrenz, bei der Kunden weniger Abstriche bei der technischen Ausstattung machen müssten.
Hinzu kommt, dass durch ein solches iPhone das Image von Apple als Premium-Marke beschädigt würde. Dies vermied Apple beim iPad mini, das zwar günstiger als das iPad, aber deutlich teurer als Kindle Fire und Nexus 7 ist.
Fazit
Viel spricht für ein Budget-Phone und viel dagegen. Beim iPad mini steckte Apple ältere Technik in ein hochwertiges Gehäuse und war damit erfolgreich. Daraus lässt sich aber kein Vorbild für ein iPhone mini ableiten, denn ältere Technik in einem hochwertigen Gehäuse bieten bereits iPhone 4 und 4S. Eine Preissenkung beider Geräte wäre nicht das Budget-Phone, aber machbar.




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Ein iPhone Mini oder Nano fände ich persönlich nicht schlecht und es würde auf jeden Fall ein Hit werden. Aber nur dann wenn sie nicht wie Samsung einen Etikettenschwindel betreiben sondern das Mini/Nano die gleiche Hardware im kleinen Gewand hat. Das wäre ein Knaller (den ich mir bereits beim S3 Mini erwartet hätte).
STRATEGISCH gesehen führt jedes Billigmodell von jedem Hersteller nur zu einem finalen Ziel: Marktanteil kaufen mit einer Null-Margen-Politik. Das war noch nie Apples Strategie, das ist auch nicht Apples Strategie mit dem iPad mini und das wird auch nicht Apples Strategie.
Es gibt für derartige Argumente immer viel zu spekulieren und eine Menge Pros und Cons, doch man kann den Weg verkürzen, indem ein scharfer Blick auf Apples Strategie geworfen wird. Das Taktieren mit kurzfristigen Effekten hat in diesem Kontext keinen Platz.
Und sowieso, so sehr sich viele Menschen "billige" Apple-Geräte wünschen, so sehr werden sie von der Realität eingeholt und müssen feststellen, dass Apple bei aller Entwicklung zum Massenmarkt niemals ein Billighersteller geworden ist. im Gegegnteil. iMacs, MB Air, MacBook Retina, iPhone 5, alles ist so teuer, wie schon lange nicht mehr und in 2012 wurde alles noch mal ein Stück teurer.
Wer dennoch Hoffnungen auf ein "Billig iPhone" hegt, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber Apple wird diesen Weg nicht gehen.
Eigentlich müsste apple das iphone verschenken, mehr ist es definitiv nicht wert. Elektroschrott den dumme Menschen kaufen.
Sieht man an den Amis ;)
Du hast ja so recht! Mit deiner überaus großen Intelligenz sei mir diese Frage gestattet, sind alle Amis dumm oder nur die die Apple Produkte kaufe.
Vielleicht kann Apple wieder etwas geniales aus dem Hut zaubern.
Aber bitte nicht so dramatisch abmagern dass es auch Birnen verstehen.
Man stelle sich ein Telefon ohne Display und mit einer einzigen Taste vor.
Die Taste dient einzig der Rufannahme. Auflegen muss dann schon der Anrufende.
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