Für ein besseres Mac-Office

Tipps rund um Microsoft Office, NeoOffice und OpenOffice

 Die drei großen Office-Pakete für den Mac ähneln einander in den grundlegenden Funktionen, bieten aber auch Unterschiede. Wir haben deshalb für Sie Tipps und Tricks zu allen drei Büro-Suiten zusammengetragen. Zunächst widmen wir uns aber der Frage, welches Office-Paket für wen am besten geeignet ist. 

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Früher sah es im Bereich der Bürosoftware so aus, als könne es nur eine geben: Microsoft Office, dessen aktuelle Version für Apple-Rechner Office:mac 2008 ist. Das galt für Windows-Systeme und Macs gleichermaßen. Inzwischen hat sich dieser Zustand aber gewandelt: Mit OpenOffice und NeoOffice gibt es zwei Programmpakete, die ernstzunehmende Alternativen darstellen. Die beiden nach dem Open-Source-Prinzip entstandenen und daher kostenlosen Konkurrenten haben sich in Sachen Funktionen und Aussehen immer am kommerziellen Platzhirsch orientiert. So mancher Anwender stellt sich deshalb die Frage, ob eines der beiden quelloffenen Programme nicht vielleicht die Anschaffung der kostenintensiveren Office-Suite von Microsoft überflüssig macht.

In Bezug auf die Benutzeroberfläche lässt sich diese Frage mit einem Ja beantworten: Wer sich in einem der Programme zurechtfindet, braucht nicht viel Einarbeitungszeit, wenn er umsteigt. Die Menüführung der Programme ist ähnlich strukturiert, der Aufbau der Programmfenster unterscheidet sich nicht allzu sehr, und selbst die Symbolleisten besitzen wiedererkennbar ähnlich gestaltete Knöpfe. NeoOffice und OpenOffice, da sie für mehrere Betriebssysteme gleichzeitig entwickelt werden, lehnen sich stark an das Aussehen der Windows-Versionen an, Microsoft hingegen versucht mit Office:mac eine stärkere Integration in Mac OS X.

Dennoch lässt sich auch hier die Verwandtschaft mit der Windows-Variante nicht ganz leugnen.  Der Umfang der drei Pakete ist in den Grundzügen derselbe: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm sind überall dabei. Microsoft fügt noch das Termin- und Mailprogramm Entourage sowie den Messenger hinzu – weitere Unterschiede ergeben sich zwischen den einzelnen Office:mac-Editionen, die im Preis stark variieren. OpenOffice und NeoOffice bieten noch eine Datenbank, ein Vektorzeichenprogramm sowie einen sehr guten Formeleditor, anstelle eines Entourage-Pendants müssen Anwender Apple Mail und iCal einsetzen. Ansonsten unterscheiden sich die beiden kostenfreien Suiten nur wenig voneinander.

Die größte Schwierigkeit bei der Entscheidungsfindung bereitet die Kompatibilität der Office-Pakete untereinander. Microsoft Office kann das von Open- und NeoOffice verwendete Open Document Format nicht lesen und verwendet ein eigenes XML-basiertes Dateiformat. Die Open-Source-Programme hingegen können Microsoft-Office-Dokumente öffnen und auch Dateien als solche speichern, allerdings leiden hier häufig die Formatierungen. Überhaupt klappt der Austausch der reinen Texte oder Tabellen meist reibungslos zwischen den Office-Suiten, Formateinstellungen gehen aber mitunter verloren: Der Inhalt bleibt bestehen, das Aussehen hingegen nicht.

Diejenigen Anwender, die nicht ständig Dokumente weitergeben oder von anderen bekommen und nur autonom mit ihrem angestammten Office-Paket arbeiten, können diese Tatsache vernachlässigen. Wer auf eine größtmögliche Kompatibilität zu Office-Dokumenten von Windows-PCs angewiesen ist, sollte auf die Microsoft-Suite für den Mac zurückgreifen.

Fazit

Wer keine Spezialfunktionen von Microsoft Office benötigt, sollte sich OpenOffice und NeoOffice ruhig genauer ansehen. Vor allem Privatanwender kommen mit deren Funktionalität sehr gut aus.Aber auch im Geschäftsbereich kann eine Umstellung durchaus sinnvoll sein, denn das Preisargument, mit dem die kostenlosen Softwarepakete aufwarten, ist nicht von der Hand zu weisen.

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