Autonome Kameradrohne

Hover Air X1 ProMax im Test: Der fliegende Selfiestick

Wer sein Leben filmreif dokumentieren möchte, findet in der Hover Air X1 ProMax
die perfekte Begleiterin. Die handliche Kamera-Drohne folgt auf Schritt und Tritt und macht ganz autonom eindrucksvolle Kamerafahrten – und mit Beacon und Joystick sogar DJI Konkurrenz.

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Vor zwei Jahren brachte der Hersteller Zero Zero Robotics seine erste Drohne unter dem Namen Hover Air X1 auf den Markt, die bereits durch zuverlässiges Tracking und eine einfache Bedienung zu begeistern wusste. Mit der ProMax hat der chinesische Hersteller nun an entscheidenden Stellen nachgelegt.

Die Drohne ist insgesamt etwas größer geworden, bleibt aber unter der magischen 250-Gramm-Marke. Die neuen Maße ermöglichen einen besseren Akku und eine längere Flugzeit von bis zu 16 Minuten. Auch die Kamera hat ein Upgrade erhalten – mehr Schärfe, mehr Details, mehr Wow-Effekt in bis zu 8K. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen liefert die neue Optik beeindruckend detailreiche Aufnahmen.

Auch das Fliegen hat die ProMax besser im Griff: Optimierte Motoren und feinere Sensoren sorgen dafür, dass sie selbst bei Wind der Stärke 5 nicht aus dem Takt gerät. Dazu kommen neue intelligente Flugmodi, die noch präzisere, abwechslungsreichere Aufnahmen ermöglichen.

Allzeit bereit: Zusammengeklappt passt die X1 ProMax bequem in die Jackentasche, wobei der robuste Käfig die Rotoren schützt.
Allzeit bereit: Zusammengeklappt passt die X1 ProMax bequem in die Jackentasche, wobei der robuste Käfig die Rotoren schützt. (Bild: Zero Zero Robotics)

Autonom und einfach zu bedienen

Eine der größten Stärken der Hover Air X1 ProMax ist nach wie vor ihre Einfachheit. Ein Druck auf den zentralen Knopf genügt und die Drohne hebt ab – vorzugsweise startet sie direkt aus der Hand, so kann die Kamera gleich das Gesicht zum Tracking erfassen. Auch der gewünschte Modus lässt sich direkt am Gerät wählen – ob einfaches Schweben, Verfolgungsfahrt auf Fahrrad oder Ski, oder kreative Aufnahmen wie der durch Hitchcock bekannte Vertiko-Effekt, 360-Grad-Rundflug oder ein Shot aus der Vogelperspektive.

Für detailliertere Einstellungen beispielsweise zu Flughöhe oder Entfernung bei der -jeweiligen Aufnahme, muss ein Smartphone gekoppelt werden. Leider ist die App etwas unübersichtlich und
die Verbindung funktioniert nicht immer reibungs-los. Gleichwohl ermöglicht die Smartphone-Verbindung das manuelle Fliegen, bei dem im Test die Verbindung aber spätestens nach 100 Metern instabil wurde. Mit etwas Übung und den passenden Einstellungen lassen sich mit den virtuellen Joysticks aber schon eindrucksvolle Flugmanöver vollziehen.

Es gibt spezielle Folge-Modi fürs Fahrrad- und Skifahren.
Es gibt spezielle Folge-Modi fürs Fahrrad- und Skifahren. (Bild: Zero Zero Robotics)

Bausatz für manuelle Steuerung

Wer mehr Kontrolle will, kann in Zubehör investieren. Da wäre zum einen der Beacon (150 Euro), der nicht nur die Reichweite auf (theoretisch) einen Kilometer erhöht, sondern auch ein Live-Bild der Kamera auf einem 1,78 Zoll kleinen OLED-Display darstellt. Ebenfalls winzige Tasten unter dem Bildschirm erlauben eine rudimentäre Steuerung. Außerdem dient der Beacon als Referenzpunkt für die Rückkehr, sollte man sich während des Fluges einmal vom automatisch gesetzten Home-Point entfernen. 

Der Beacon selbst kann wiederum mit zwei Joysticks (100 Euro) in echter „Transformers“-Manier erweitert werden. Die Kombination aus Beacon und nur einem Joystick wird zum „Zauberstab“, deren Bewegungen die Drohne fast schon magisch folgt. Praktisch, wenn man nur eine Hand frei hat. Die volle Experience entfaltet sich aber erst mit beiden Joysticks: einer links, einer rechts vom Beacon, nach außen ziehen und um 90 Grad drehen. In die Clips passt dann auch noch ein Smartphone, das per USB-C-Kabel angeschlossen ein größeres Live-Bild sowie direkten Zugriff auf alle Einstellungen gewährt. Allerdings verdeckt die Halterung einige Bedienelemente.

Testergebnis
ProduktnameX1 ProMax
HerstellerHover Air
Preis760 €
Webseiteeu.hoverair.com
Pro
  • einfache Bedienung, sehr gute Kamera, intelligente Flugmodi
Contra
  • geringe Reichweite und Akkulaufzeit, ­keine seitliche Hinder­niserkennung, Verbindung zu Beacon/Smartphone klappt nicht immer auf Anhieb
Bewertung
2,1gut

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