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Power für den Mac

Neue Power für Ihren Mac: Finder beschleunigen

Clevere Wege, um schneller durch Ihren Mac zu navigieren.

Von   Uhr

Der Finder ist seit dem allerersten Mac an Bord. Er ist der Datei-Manager und -Explorer Ihres Mac und hilft Ihnen, Dokumente, Fotos, Apps und Daten zu organisieren und wiederzufinden. Und er lässt sich ganz einfach nach Ihren Wünschen einrichten.

Sommer-Angebot

Öffnen Sie ein neues Finder-Fenster oder einen Ordner, sehen Sie oben eine Symbolleiste. Halten Sie Ausschau nach der Darstellungstaste: Sie wechselt zwischen Listen-, Spalten-, Symbol- und Galerie-Darstellung, mit der Sie erkennen, worum es sich bei jedem Dokument handelt. Über „Darstellung > Darstellungsoptionen einblenden“ legen Sie fest, welche Informationen der Finder anzeigen soll, und passen Text- und Symbolgröße an. Mit „Als Standard verwenden“ übernehmen Sie diese Einstellungen für Ihren gesamten Mac.

Die nächste Taste heißt „Gruppieren“: Damit ordnen Sie den Inhalt des aktuellen Ordners nach verschiedenen Kriterien – Name, Dateityp, Erstellungs- oder Änderungsdatum und mehr. Diese Einstellungen werden pro Ordner gespeichert, sodass Sie in unterschiedlichen Ordnern unterschiedliche Gruppierungen und Darstellungen nutzen können.

Tags eignen sich, um Dokumente und Ordner zu organisieren – etwa mit eigenen Tags für Privates und Berufliches. Sie können eigene Tags anlegen und sie dann per [ctrl]-Klick auf eine Datei oder einen Ordner zuweisen. Anschließend finden Sie Dateien dieses Tags, indem Sie in der Seitenleiste darauf klicken.

Der Name des gerade geöffneten Ordners erscheint oben in der Symbolleiste. Mit dem Zurück-Pfeil gehen Sie Schritt für Schritt zurück; per [cmd]-Klick auf den Ordnernamen sehen Sie den Pfad zum aktuellen Ordner und können darüber navigieren.

Schnellaktionen nutzen

(Bild: Screenshot)

Klicken Sie im Finder bei gedrückter [ctrl]-Taste auf eine Datei, sehen Sie die Option „Schnellaktionen“. Diese sind kontextabhängig: Bei einem ausgewählten Bild erhalten Sie Optionen zum Drehen, Skalieren, Zuschneiden und Konvertieren. Bei PDFs können Sie so die Markup-Werkzeuge aufrufen, Audio- und Videodateien lassen sich damit auch kürzen. Das spart Zeit, da Sie die Dateien nicht erst in der passenden App öffnen müssen, um die gewünschten Änderungen vorzunehmen.

Wer noch mehr will, kann in der App „Automator“ eigene Schnellaktionen erstellen. Öffnen Sie dazu Automator und wählen Sie „Ablage > Neu > Schnellaktion“. Anschließend legen Sie die App und die Art der Eingabe fest (Text, Bilder, Telefonnummern, E-Mail-Adressen usw.), die diese verarbeiten soll, und was die Schnellaktion konkret erledigen soll.

Schnellansicht meistern

(Bild: Screenshot)

Die Schnellansicht kann mehr als nur Dateien zeigen – Sie erledigen damit auch Aufgaben. Wählen Sie ein oder mehrere Elemente aus, drücken Sie die Leertaste und werfen Sie einen Blick auf die Symbolleiste. Je nach Dateityp sehen Sie hier unterschiedliche Symbole: PDF-Dateien erhalten ein Markup-Symbol, Bilder zusätzlich ein Symbol zum Drehen, und Audio- sowie Videodateien ein Kürzen-Symbol, mit dem Sie Anfang und Ende einer Aufnahme abschneiden.

Auch praktische Tastaturbefehle stehen bereit: [cmd]+[+] beziehungsweise [cmd]+[–] zoomen hinein und heraus, und bei mehreren ausgewählten Elementen zeigt [cmd]+[Enter] sie in einem Raster an. Bei Bildern lässt sich per [ctrl]-Klick auf das Motiv, etwa eine Person, „Motiv kopieren“ auswählen und der Ausschnitt in eine andere App einfügen.

Stapel nutzen

(Bild: Screenshot)

Wer gerne vieles griffbereit auf dem Schreibtisch liegen hat, kann mit Stapeln Ordnung schaffen. Sie aktivieren Stapel auf drei Wegen: Klicken Sie auf den Schreibtisch und wählen Sie „Darstellung > Stapel verwenden“, drücken Sie [ctrl]+[cmd]+[0], oder klicken Sie bei gedrückter [ctrl]-Taste und wählen Sie „Stapel verwenden“.

Ihr Mac ordnet die Dateien auf dem Schreibtisch nun in Stapeln nach Dateityp – zum Beispiel einen Stapel für JPEG-Bilder und einen weiteren für PDFs. Um die Elemente eines Stapels zu sehen, klicken Sie darauf; zum Öffnen eines Elements doppelklicken Sie es.

Sie können auch ändern, wie die Stapel gruppiert werden. Klicken Sie auf den Schreibtisch und dann auf „Darstellung > Stapel gruppieren nach“. Zudem lassen sich Ordner im Dock in Stapel umwandeln: [ctrl]-Klick darauf, und wählen Sie die Option „Stapel“.

Erklärt: den Finder meistern

(Bild: Screenshot)

1: Seitenleiste

Die Finder-Seitenleiste bietet Ihnen mit einem Klick Zugriff auf Ordner, Speicherorte und wichtige Funktionen wie AirDrop.

2: Darstellung

Diese Tasten ändern die Darstellung des aktuellen Ordners, etwa durch den Wechsel zur Galerie-Ansicht.

3: Aliase

Aliase sind nützlich: Das sind Verknüpfungen zu Ordnern, die sich anderswo auf Ihrem Mac befinden.

4: Weitere Werkzeuge

Neben den Symbolen für Teilen und Tags öffnen die drei Punkte weitere Finder-Werkzeuge.

Seitenleiste anpassen

(Bild: Screenshot)

Sie passen die Seitenleiste auf zwei Wegen an: indem Sie Elemente hinein- oder herausziehen, oder über „Finder > Einstellungen > Seitenleiste“. Die Auswahl ist umfangreich: Neben Favoriten wie Schreibtisch und Dokumente können Sie iCloud Drive und andere Cloud-Dienste, externe Laufwerke und CD/DVD-Laufwerke, AirDrop sowie Netzwerkcomputer einblenden. Setzen Sie einfach ein Häkchen bei den gewünschten Objekten.

Hier legen Sie auch fest, ob der Mac Tags anzeigt. Das sind anpassbare Farbcodierungen, die Sie Dateien oder Ordnern zuweisen können – etwa ein roter Tag für überfällige Projekte. Ein Klick auf den Tag in der Seitenleiste zeigt alle Dateien und Ordner mit diesem Tag. Legen Sie hier auch eigene Tags an, indem Sie auf das Plus klicken. Geben Sie einen Namen ein und wählen Sie per [ctrl]-Klick eine Farbe.

Die 5 besten Finder-Tools

Die Finder-Funktionen sind schon ziemlich gut, doch es geht immer noch etwas besser. Gemeinsam helfen Ihnen diese Apps, Ihre Menüleiste zu zähmen, Fenster zu organisieren und Dinge noch effizienter zu teilen und zu ordnen.

Hidden Bar

(Bild: Screenshot)

Preis: kostenfrei
Web: App Store

Ein alter Favorit: Hidden Bar räumt Ihre Menüleiste auf, indem es Symbole nicht entfernt, sondern versteckt und erst beim Klick auf das Pfeilsymbol wieder einblendet.

Moom

(Bild: Screenshot)

Preis: 15 US-Dollar
Web: manytricks.com

Moom ist ein Tool zur Fenster-Verwaltung, das die in macOS integrierte Funktion aufwertet: Sie erstellen, speichern und rufen unterschiedliche Layouts für verschiedene App- und Fensterkombinationen ab.

Ice

(Bild: Screenshot)

Preis: kostenfrei/Spende
Web: icemenubar.app

Ice hilft, Ihre Menüleiste zu organisieren: Sie passen den Stil an, ändern die Abstände und nutzen sowohl temporär als auch dauerhaft ausgeblendete Bereiche.

Dropzone

(Bild: Screenshot)

Preis: 35 US-Dollar
Web: aptonic.com

Dropzone verwandelt den oberen Bildschirmrand in einen Platz für „Grids“ – individuelle Bereiche, in die Sie Dokumente, Ordner und Dateien zum Verschieben, Organisieren und mehr hineinziehen können.

Rocket

(Bild: Screenshot)

Preis: kostenfrei
Web: matthewpalmer.net

Matthew Palmer entwickelt praktische Mac-Erweiterungen: Sie tippen Kürzel und erhalten passende Emojis. Die kostenpflichtige Pro-Version bringt zusätzlich GIFs mit ins Spiel.

Neue Power für Ihren Mac

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie „Neue Power für Ihren Mac“. Hier finden Sie die weiteren Teile der Serie:

  • Neue Power für Ihren Mac
  • Schneller Start
  • Finder beschleunigen
  • Effizienter arbeiten
  • Apple Intelligence & Siri im Griff
  • Mehr Speed mit Kurzbefehlen
  • Weitere Tricks zum Ausprobieren
Sven T. Möller // Layouter & Redakteur
Sven T. Möller

Wenn jemand bei der Mac Life Ordnung ins Chaos bringt, dann ist es Sven T. Möller – und das gleich in doppelter Hinsicht. Als Layouter gibt er jeder Ausgabe ihre unverwechselbare Gestalt, als Redakteur sorgt er dafür, dass Apple-Themen mit der nötigen Tiefe behandelt werden. Sven ist seit Mitte der 2000er Jahre an Bord und damit eines der echten Urgesteine des Teams. Smarthome beschäftigt ihn als Eigenheimbesitzer mit besonderer Ernsthaftigkeit – und gelegentlich auch Frustration. Außerdem ist er mit Leidenschaft Musikhörer, wobei „hören“ bei Sven gerne auch als „beschallen“ interpretiert werden darf: Tests etwa für Bluetooth-Lautsprecher verantwortet er, frei nach dem Motto „je größer und lauter, desto besser“. Sven ist Mitbegründer und Co-Host des Apple-Podcasts Schleifenquadrat.

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