Ihren Mac zu organisieren ist wie das Organisieren Ihres Zuhauses: Sinnvoll platzierte Dinge finden Sie viel leichter wieder. Ordner sind dabei Ihre besten Freunde: Sinnvoll benannte Ordner etwa unter „Dokumente“ oder auf dem Schreibtisch reduzieren den Datenwirrwarr enorm. Mit intelligenten Ordnern verwandeln Sie Suchen in Ordner, die sich beim Öffnen automatisch aktualisieren. Um einen intelligenten Ordner im Finder zu erstellen, wählen Sie „Ablage > Neuer intelligenter Ordner“. Oben rechts im Fenster klicken Sie auf das Plus, um Kriterien wie Dateityp, Erstellungsdatum oder anderes hinzuzufügen. Sie können mehrere Kriterien kombinieren. Sind Sie fertig, klicken Sie auf „Sichern“ und geben Ihrem intelligenten Ordner einen Namen. Er wird automatisch zur Seitenleiste hinzugefügt und im Ordner „Gesicherte Suchabfragen“ gespeichert.
Auch Verknüpfungen zu Ordnern oder intelligenten Ordnern auf dem Schreibtisch sind schnell erstellt: [ctrl]-klicken Sie im Finder auf einen Ordner und wählen Sie „Alias erstellen“. Dieses Alias können Sie dann auf den Schreibtisch verschieben. Ein Doppelklick auf den Alias öffnet den verknüpften Ordner.
Mit iCloud die Nase vorn
iCloud macht es einfach, auf all Ihre Inhalte über sämtliche Apple-Geräte zuzugreifen. Die iCloud-Einstellungen ändern Sie in den „Systemeinstellungen“ unter „iCloud“.
Was gerade in iCloud gesichert wird, sehen Sie über „Alle anzeigen“. Brauchen Sie die iCloud-Synchronisierung für eine bestimmte App nicht, oder nutzen Sie bestimmte Apple-Apps wie „Aktien“ gar nicht, können Sie deren iCloud-Synchronisierung abschalten. Ein Blick auf „Verwalten“ im Bereich „Speicher“ lohnt sich ebenfalls: Oft stecken dort etliche Gigabyte an Nachrichten- und Mail-Speicher oder alten iOS-Backups.
Ebenfalls sehr nützlich: Sie können versehentliches Löschen rückgängig machen. Melden Sie sich dazu auf iCloud.com an und klicken Sie unten rechts auf „Datenwiederherstellung“ – so stellen Sie gelöschte Dateien aus iCloud Drive und Fotos wieder her, ebenso Lesezeichen, Kalender und Kontakte. iCloud bewahrt gelöschte Objekte 30 Tage lang auf.
Standardmäßig synchronisiert macOS Tahoe die Ordner „Schreibtisch“ und „Dokumente“ mitsamt Inhalt in iCloud Drive. Wenn Sie das nicht möchten, schalten Sie die Synchronisierung unter „Drive“ ab oder deaktivieren iCloud Drive ganz. Alternativ aktivieren Sie „Mac-Speicher optimieren“, damit Dokumente bei Bedarf nach iCloud ausgelagert werden, um Platz auf Ihrem Mac zu schaffen. Für Backups ist es allerdings besser, alle Inhalte vollständig auf dem Mac zu behalten.
1: Dock anpassen
Unter „Systemeinstellungen > Schreibtisch & Dock“ stellen Sie Größe, Position und Verhalten des Dock ein. Legen Sie zudem fest, ob sich öffnende Apps animiert werden und ob zuletzt genutzte Apps im Dock erscheinen.
2: Stage Manager
Hier aktivieren, deaktivieren und passen Sie auch die Funktion „Stage Manager“ an – etwa ob Schreibtischobjekte angezeigt werden und wie mehrere offene Fenster derselben App dargestellt werden.
3: Mission Control
Drücken Sie F3 oder wischen Sie mit drei Fingern auf dem Trackpad nach oben, um Mission Control zu öffnen. Ziehen Sie Apps auf die Miniatur eines zweiten Schreibtischs, oder fügen Sie über das Plus weitere Schreibtische hinzu.
4: Menüleiste meistern
Unter „Menüleiste“ legen Sie fest, ob sich die Menüleiste ausblendet, wie viele zuletzt genutzte Dokumente und Apps sie listet, und mehr. Zudem entfernen Sie unnötige Steuerelemente, um die Menüleiste aufzuräumen.
5: Steuerelemente
Die Symbole im Kontrollzentrum anzupassen ist einfach: Klicken Sie in der Menüleiste auf das Kontrollzentrum und dann auf „Steuerelemente bearbeiten“. So fügen Sie neue Elemente hinzu oder verschieben und löschen vorhandene.
6: Gesten anpassen
Mit einer Magic Mouse oder einem Trackpad passen Sie Gesten sowie Geschwindigkeit und Empfindlichkeit unter „Maus“ oder „Trackpad“ an. Beim Trackpad gibt es besonders viele Optionen.
Die 5 besten Organisierer
Bei Organizer-Apps gibt es zwei Arten: Spotlight-Ersatz wie Houdahspot und Alfred sowie Finder-Alternativen wie Forklift, Commander One und Tokie. Letztere eignen sich besonders für Power-User, die mehr brauchen, als Apples Apps bieten.
Forklift
Preis: 20 US-Dollar
Web: binarynights.com
Ein Dateimanager für Power-User: schnell, mit exzellenter Cloud- und Netzwerkunterstützung und einem App-Deinstallierer, der auch die Reste entfernt, die beim bloßen Löschen zurückbleiben.
Alfred
Preis: kostenfrei (In-App-Käufe möglich)
Web: alfredapp.com
Alfred geht einen ungewöhnlichen Weg: Die App ist kostenlos, ein kostenpflichtiges Powerpack schaltet Funktionen frei. Eine starke Spotlight-Alternative mit Websuche, Textverarbeitung und Tastaturkürzeln.
Commander One
Preis: 35 Euro
Web: commander-one.com
Commander One ist ein Dateimanager mit zwei Fensterbereichen, Cloud- und FTP-Funktionen, Verschlüsselung und Kompression. Dank iOS-Support erscheinen iPhone oder iPad wie ein externes Laufwerk.
Houdahspot
Preis: 42 Euro
Web: houdah.com
Houdahspot ist eine App zur Dateisuche, mit der Sie Inhalte anhand mehrerer Kriterien finden – auch anhand von Metadaten, etwa den in Musikdateien gespeicherten Infos oder Bildtyp und -abmessungen.
Tokie
Preis: 50 US-Dollar
Web: tokie.is
Tokie behandelt Ihre Dateien und Ordner wie Einträge in einer Datenbank. So fügen Sie ihnen beliebige Zusatzdaten hinzu und organisieren die Informationen ganz nach Ihren Wünschen.
Neue Power für Ihren Mac
Dieser Artikel ist Teil unserer Serie „Neue Power für Ihren Mac“. Hier finden Sie die weiteren Teile der Serie:
- Neue Power für Ihren Mac
- Schneller Start
- Finder beschleunigen
- Effizienter arbeiten
- Apple Intelligence & Siri im Griff
- Mehr Speed mit Kurzbefehlen
- Weitere Tricks zum Ausprobieren

Wenn jemand bei der Mac Life Ordnung ins Chaos bringt, dann ist es Sven T. Möller – und das gleich in doppelter Hinsicht. Als Layouter gibt er jeder Ausgabe ihre unverwechselbare Gestalt, als Redakteur sorgt er dafür, dass Apple-Themen mit der nötigen Tiefe behandelt werden. Sven ist seit Mitte der 2000er Jahre an Bord und damit eines der echten Urgesteine des Teams. Smarthome beschäftigt ihn als Eigenheimbesitzer mit besonderer Ernsthaftigkeit – und gelegentlich auch Frustration. Außerdem ist er mit Leidenschaft Musikhörer, wobei „hören“ bei Sven gerne auch als „beschallen“ interpretiert werden darf: Tests etwa für Bluetooth-Lautsprecher verantwortet er, frei nach dem Motto „je größer und lauter, desto besser“. Sven ist Mitbegründer und Co-Host des Apple-Podcasts Schleifenquadrat.
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