Nach dem Navigon-Aus

Leben ohne Navigon: 6 Navigations-Apps für das iPhone im Vergleich

Verhältnismäßig unerwartet hat Navigon jüngst bekanntgegeben, sämtliche Navigations-Apps für Smartphones einzustellen. Ein herber Schlag für Fans der Offline-Lösung, die mit zahlreichen praktischen Zusatzfunktionen zu glänzen wusste. Was jetzt? Wir haben uns ins Auto gesetzt und die besten Navigations-Apps von Apple, Google und Co. ausgiebig auf Autobahnen in Städten und Dörfern im In- und Ausland getestet.

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Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Navigon, Hersteller der wohl beliebtesten Offline-Navigations-Apps für das iPhone, zieht sich nicht wie zuerst angekündigt schrittweise, sondern komplett aus dem App-Geschäft zurück. Auch die speziell für Telekom-Kunden ausgelieferte App „Navigon Select“ muss dran glauben. Der Grund dafür liegt auf der Hand: kostenfreie und je nach Smartphone sogar ab Werk installierte Lösungen wie Apple Karten oder Google Maps sind mindestens auf der Überholspur und haben Navigon in einigen Punkten sogar schon hinter sich gelassen. Dabei hat Navigon besonders den Lösungen von Google und Apple einiges voraus. Etwa die nahezu überall funktionierende Anzeige der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit. Oder die Integration von Glympse, einem Dienst, der anderen die aktuelle Position, die vor dem Fahrenden liegende Route und die geschätzte Ankunftszeit anzeigt. Nutzer von Apples oder Googles Navigationslösung müssen hier die Route entweder zusätzlich in der Glympse-App anlegen oder etwa Apples „Freunde“-App nutzen, die allerdings nur zur Übermittelung des Standorts dient und keine geschätzte Ankunftszeit (ETA, Estimated Time of Arrival) angibt.
Informationen über temporäre oder auch stationäre Blitzer sucht man in den Lösungen von Apple und Google übrigens weiterhin vergeblich.
Neben den beiden Platzhirschen aus Cupertino und Mountain View gibt es jedoch noch mindestens vier weitere spannende Navigations-Apps, die man sich einmal angeschaut haben sollte. Damit Sie das nicht tun müssen, haben wir das für Sie erledigt und die unser Meinung besten Navi-Apps verglichen und stießen neben viel erfreulichem auch auf viele nervige Details. Einen eindeutigen Sieger gibt es daher leider nicht.

Apple Maps punktet vor allem mit der unübertroffenen Integration in iOS, sowie mit einer nahezu perfekten Routenführung.
Apple Maps punktet vor allem mit der unübertroffenen Integration in iOS, sowie mit einer nahezu perfekten Routenführung. (Bild: Mac Life)

Apple Karten

Die jedem iPhone mitgegebene Karten- und Navigations-App stand lange im Schatten des schier übermächtigen Google Maps, hat den Abstand jedoch deutlich verringert. Die meisten Menschen finden etwa Apples Kartendarstellung attraktiver. Die Navigation funktioniert unserer Erfahrung nach auf ausgedehnten Touren durch Deutschland aber auch andere Länder der EU und in den USA genauso einwandfrei und zielsicher wie bei Google. Im direkten Vergleich bietet Apple sogar die leicht bessere Einschätzung der Ankunftszeit. Ein weiterer unschlagbarer Vorteil für all jene mit der nötigen Hardware: Apple Karten funktioniert als weiterhin einzige Navigationslösung mit Apple CarPlay auf dem Display des Bordcomputers des Autos.
Eindeutigen Nachholbedarf gibt es bei allen Diensten, die über die Grundfunktionen hinausgehen. So bietet Google eine echte Offline-Funktionalität und hat auch bei den so genannten POIs (Points of Interest, Orte von Interesse) die Nase deutlich vorne. Die Google-Datenbank mit Namens- und Adressdaten von Restaurants, Ärzten, Sehenswürdigkeiten et cetera ist spürbar besser gefüllt. Außerdem bietet Google orts- und zeitabhängige Vorschläge, wohin man gehen oder fahren könnte.

Fazit

Naturgemäß bestens ins System integriert und für CarPlay-Nutzer ein Muss. Bei Zusatzdiensten weiterhin mit Luft nach oben.

Google kann in Sachen Integration in iOS nicht zu Apple aufschließen, punktet aber seinerseits mit Offline-Karten und den besseren Zusatzinformationen.
Google kann in Sachen Integration in iOS nicht zu Apple aufschließen, punktet aber seinerseits mit Offline-Karten und den besseren Zusatzinformationen. (Bild: Mac Life)

Google Maps

Wenn es um kostenfreie und qualitativ hochwertige Navigationslösungen geht kann man weiterhin keine gut informierte Entscheidung treffen, ohne Google Maps zumindest eine Chance gegeben zu haben. Bereits seit Februar 2005 tüftelt Google an der zunächst Karten-, bald darauf aber auch schon Navigationslösung und hat sich nicht nur gegenüber Apple einen immer noch spürbaren Erfahrungsvorsprung herausgearbeitet. Das gilt vor allem für viele Details, also genau den Aspekt von Software, bei dem für gewöhnlich Apple glänzt. Schade ist, dass auch Google Maps weiterhin keine Anzeige der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der aktuell befahrenen Straße anbietet. Wirkliche Nachteile gegenüber Apple Karten hat Google Maps nur in drei Punkten – und an zwei davon kann man aus eigener Kraft nichts ändern. Apple Karten ist besser ins Betriebssystem von iPhone und iPad integriert und da wird Apple auch nicht mit sich reden lassen. Genauso wenig steht zu hoffen, dass Apple Google Maps allzu bald Zugang zu CarPlay gewähren wird. Der letzte Punkt liegt bei jedem Nutzer: möchte man, dass Google ständig über den eigenen Standort informiert ist? Denn diese Daten, besser: die Nutzung dieser Daten, sind es, mit denen Google Kasse macht. Das ist allerdings seit jeher der Google-Deal: Daten gegen herausragend gute Dienstleistungen und Apps.
Fazit
Wenn man nichts gegen die Nutzung von Google-Diensten hat und über die mangelhaftere Systemintegration erhaben ist, die beste Lösung.

Verspielt, zu Google gehörend und immer rasend schnell über Probleme auf der Route informiert. Das ist Waze.
Verspielt, zu Google gehörend und immer rasend schnell über Probleme auf der Route informiert. Das ist Waze. (Bild: Mac Life)

Waze

„Google Maps, die Zweite“, könnte man sagen. Denn Google hat das israelische Start-up bereits 2013 aufgekauft. Waze verfolgt einen deutlich verspielteren Navigations-Ansatz. Man kann andere „Wazer“ genannte Nutzer freundlich Anhupen und auf der eigenen Karte eingezeichnet sehen. Außerdem sammelt man Punkte durch gefahrene Kilometer und steigt so in einer nationalen oder weltweiten Rangliste auf. Einen Umweltpreis gibt es dafür freilich nicht. Der inzwischen abgeflaute Waze-Hype hat Deutschland nie wirklich erreicht und doch erfreut sich die App auch hier einiger Beliebtheit. Großer Vorteil: Waze-Nutzer sind aktive Fahrer und melden Blitzer, Baustellen, Polizeikontrollen oder Straßensperren schnell und unkompliziert direkt aus der App heraus. Im direkten Vergleich war Waze oft schneller über etwa Unfälle informiert als die Konkurrenz, wie wir bei mehreren Fahrten zwischen Kiel, Hamburg und Berlin feststellten. Das Erscheinungsbild wirkte nie wirklich seriös, inzwischen ist es aber auch etwas antiquiert. Probleme hatte Waze zu Zeiten unseres Tests mit Zusatzinformationen. Die automatische Routenführung zur nächsten Tankstelle führte uns in Berlin wiederholt zu Hotels, in der Umgebung von Kiel zu Ärzten oder Apotheken. Immer noch besser als anders herum.
Fazit
Die Navi-App schlechthin für alle, die auf Gamification stehen. Bei der Suche nach POIs sollte man diese vor der Abfahrt noch einmal prüfen.

Die einzige Navi-App im Test, die konsequent auf Daten aus OpenStreetMap setzt.
Die einzige Navi-App im Test, die konsequent auf Daten aus OpenStreetMap setzt. (Bild: Mac Life)

Scout

Ehemals als „Skobbler“ angeboten hört „Scout“ inzwischen offiziell auf den Namen „GPS Navigation + Maps - Scout“. Wir bleiben bei „Scout“. Die große Besonderheit dieser Navi-App ist das Kartenmaterial. Dieses ist nicht etwa selbst erschlossen oder zugekauft, sondern basiert auf den frei verfügbaren Karten des „OpenStreetMap“-Projekts. Karten also, die aus Datenspenden (etwa von Behörden oder anderen Navigationsanbietern) und Nutzereingaben hervorgehen. Gerade für viele Speziallösungen ist „OSM“, wie das Projekt abgekürzt wird, oft die einzige nutzbare Lösung. Die Navigation mit Scout funktioniert im Wesentlichen tadellos. Zeitweise hatten wir sogar den Eindruck, dass uns Scout Schleichwege und Abkürzungen vorschlägt, die andere Anbieter nicht zu kennen scheinen. Ob wir so wirklich schneller zum Ziel kamen, lässt sich im Einzelfall nicht nachprüfen. Aber man fühlte sich gleich wie ein Kenner der fremden Stadt, der schleppenden Verkehr auf den Hauptverkehrsachsen zielsicher umfährt. Offline-Karten für ein Land sind im Gratispaket enthalten, weitere können für je 4 Euro zugekauft werden, „die Welt“ gibt es für 12 Euro. Auch Pakete für Verkehrs- und Blitzer-Informationen müssen zugekauft werden.
Fazit
Grundsätzlich kostenfrei, vollumfänglich nutzbar jedoch erst ab einer Investition von 22 Euro. Leider noch immer nicht an das iPhone-X-Display angepasst.

Ohne jeglichen Spielkram aber leider auch ohne viele Komfort-Funktionen kommt Here daher.
Ohne jeglichen Spielkram aber leider auch ohne viele Komfort-Funktionen kommt Here daher. (Bild: Mac Life)

Here Wego

Mit „Here“ setzte sich Nokia vor einiger Zeit auf die Landkarte der Navigationslösungen. Here war dann auch das einzige wirklich gute Nokia-Produkt, dass wir im Kopf hatten – bis wir bei der Recherche zu diesem Artikel feststelle, dass Nokia den Dienst bereits vor Jahren an Audi, BWM und Daimler verkauft hatte, die inzwischen wieder Anteile an andere abgegeben haben. Die App ist modern gestaltet und beinhaltet detaillierte Informationen zu alternativen Reisemethoden, etwa dem Zugverkehr. Ein Pluspunkt gerade gegenüber Apple und Waze ist, dass Karten auf kontinentaler, Länder- oder Regionsbasis und natürlich auch in gewählten Ausschnitten offline gespeichert werden können, was in Deutschland besonders auf Reisen durch Flächenländer mit oftmals mangelhafter Netzabdeckung außerhalb größerer Ortschaften ein Segen ist. Nervig sind Werbeeinblendungen in der Orts- oder Adresssuche, von denen man sich auch nicht freikaufen kann. Die Kartendarstellung ist oft sehr schlicht, was ein subjektiver Vor- oder Nachteil sein kann. Dafür beinhalten die Karten eine Anzeige der zugelassen Höchstgeschwindigkeit. Blitzer kennt „Here WeGo“ allerdings leider nicht.
Fazit
Eine grundsolide Navigationslösung ohne unnötigen Schnickschnack, allerdings auch ohne ein paar liebgewonnene Komfort-Funktionen.

Optisch leider kein Genuss und viele nützlichen Funktionen kosten Extra. Sygic hat uns am wenigsten überzeugt.
Optisch leider kein Genuss und viele nützlichen Funktionen kosten Extra. Sygic hat uns am wenigsten überzeugt. (Bild: Mac Life)

Sygic

Die Navigationslösung „Sygic“ bietet wohl die größte Diskrepanz zwischen Licht und Schatten aller hier getesteter Apps. Sie sieht aus wie zu den Anfängen der Smartphone-Zeit Stand-alone-Navigationssysteme aussahen, was die meisten als Nachteil empfinden dürften. Dafür bietet Sygic beim Reisestart zahlreiche praktische Zusatzinformationen, die direkt angewählt werden können. Etwa ein Umweg über die nächstgelegene Tankstelle. Die Premium-Version darf sieben Tage kostenfrei ausprobiert werden. Danach wird praktisch alles kostenpflichtig: Die Europa-Karten gibt es nun schon seit längerer Zeit (und vielleicht für immer?) zum Rabattpreis von 13 Euro, statt ehemals 50 Euro. Wer Verkehrsmeldung inklusive haben möchte, zahlt 5 Euro mehr. „Spielkram“ wie eine Dashcam-Funktion, eine Cockpit-Anzeige oder eine „Real View Navigation“ kosten zwischen 4 und 7 Euro extra.
Rein Funktional gibt es an Sygic nichts auszusetzen. Man bekommt allerdings bei fast allen anderen getesteten Anbietern einen zumindest ähnlichen Funktionsumfang für deutlich weniger Geld in einer ansprechenderen Optik geboten. So dass man Sygic fast nur für Retro-Navi-Fans, die ein paar Euro loswerden möchten, empfehlen mag.
Fazit
Wenn Sie auf diese Art der Navi-Optik stehen und auch vor einigen moderaten Investitionen nicht zurückscheuen, ist Sygic eine solide Lösung.

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Und wieder ein Test, der Magic Earth außen vor lässt... Das bietet alles, was das Herz begehrt. Weltweite Offline-Karten, erlaubte Höchstgeschwindigkeitsanzeige u. v. m.

Moin Henry. Vielen Dank für deinen Kommentar. Tatsächlich hatte ich das nicht auf der Rechnung. Wie ich vorhin im App Store gesehen habe, hatte ich die App sogar schon mal installiert … Ich bin damit heute zur Arbeit gefahren und tatsächlich macht die App einen guten Eindruck. Beim nächsten Vergleichstest von Navi-Apps, der bestimmt spätestens zum Release von iOS 12 folgt, werden wir Magic Earth berücksichtigen.

Danke für den Test. Ich bin ganz eurer Meinung. War seit Anbeginn der iPhone App Navigon Kunde und in den ersten jahren auch sehr zufrieden. Aber auch ich habe in den letzten Jahren fast ausschließlich Google Maps und Apple Karten benutzt. Aus genau den gleichen Gründen. Google ist Apple um Lichtjahre voraus, was die POVs betrifft und Apple ist einfach angenehm ins iPhone integriert. Sehr zu schätzen habe ich gelernt, das man bei Apple Karten das Display ausschalten kann und bei langen Strecken ohne Abfahrt das Display aus bleibt und somit die OLED‘s des iPhone X etwas geschützt werden und Nachts ist es auch angenehmer. Sobald eine Routenansage kommt, wird es wieder für ein paar Sekunden hell und weißt so auch ohne Sprachansage auf eine Abbiegung oder Abfahrt hin.

Als ihr das erste mal von dem traurigen Navigon Rückzug berichtet habt, habe ich mir gleich mal Waze angeschaut und benutze es jetzt auch häufig. Leider ist es sehr schlecht ins System integriert. Wenn man es nicht in den Appinternen Schlafmodus versetzt oder es komplett killt, läuft es ewig inn hintergrund weiter und das iPhone wird richtig heiß. Außerdem wechsel ich beim Autofahren leider doch oft zwischen Apps. Z.B. Musik oder Audible oder auch mal was Anderes. sind da ist mir aufgefallen das Waze keine App Notifikation hat und vor allem die Navigation im Hintergrund beendet. Wechselt man dann wieder zu Waze, wird n gefragt, ob man noch mal zum vorherigen Ziel navigieren möchte. Finde ich sehr nervig, weil es die ohnehin schon gefährliche Interaktion mit dem iPhone beim Fahren unnötig verlängert. Warum ist bei Waze keine Hintergrund Navigation möglich?

Ich hoffe Navigon wird es weiterhin als Unternehmen geben und das sie genug Geld in anderen Bereichen verdienen. Vielleicht kommen sie ja wieder zurück.

Viele Grüße.

Du meinst sicherlich, dass du während der Fahrt deine/n Beifahrer/in durch die verschieden Apps wechseln lässt, oder? ;-)

Tatsächlich habe ich während des Tests Waze im Hintergrund nicht ausprobiert, das hier aber gerade mal auf dem Schreibtisch simuliert und du hast Recht. Und den "Spielkram" innerhalb von Waze haben wir ja auch schon im Test bemängelt.

Copilot - funktioniert, volle Funktionalität und seit Jahren kostenlose Kartenupdates.

Copilot haben wir hier bewusst außen vor gelassen, weil die App bis heute nicht an das iPhone-X-Display angepasst ist. Wir wollten Apps haben, die dann auch für alle Nutzer zu empfehlen sind. Ja, du hast Recht, dann ist es etwas inkonsequent, dass Scout/Skobbler dabei ist – aber da gewann dann unser Bedürfnis, auch eine Navi-App mit Openstreetmap-Karten vorzustellen.

"Bedürfnis, auch eine Navi-App mit Openstreetmap-Karten vorzustellen"

eine App die seit 2015 (!) nicht mehr aktualisiert wurde ("optimiert für iOS 9") !? Wie ich damit "schleppenden Verkehr zielsicher umfahren" will, ist mir schleierhaft. Hatte damals das komplette Paket gekauft, und schon seit langem in die Tonne getreten, weil irgendwann mangels Aktualität völlig unbrauchbar ! Nur meine Erfahrung ...

maps.me - Offline, OpenStreetMaps, Navigation mit Auto, zu Fuß und mit ÖV. Tolle Kartendarstellung, Favoriten, regelmäßige Updates (fast schon zu oft ;-) und es bringt das iPhone nicht zum Grillen - was immer noch mein Top-Kritikpunkt bei TomTom ist.

Bin mit Here ohne Probleme durch ganz Neuseeland mit den runtergelaufenen Karten. Google speichert nur Ausschnitte. Aber, auch wenn das die wenigsten betrifft: Here hat keine Abdeckung für Japan, und Goggle speichert für Japan keine Karten. Da hilft nur Maps.me!

Genau, maps.me mit Openstreetmaps wurde schlichtweg auch vergessen oder bewusst nicht erwähnt. Klar, kostet einmalig etwas für die erweiterten Funktionen, aber nicht die Welt (ich glaub aktuell so etwas über drei Euro) und man bekommt regelmäßig Updates und kann auch weltweit sich die Navigation runterladen. Fürs Auto habe ich die noch nicht ausprobiert (weil schon eingebautes Navi), aber als Fußgänger ist die super.

Grundfunktionen gibt es auch ohne zu zahlen. Ein ganz großes Plus: die Karten können vorab offline geladen werden und wer Schwierigkeiten hat: der Service bei denen hilft tatsächlich.

Also maclife bitte entweder eine richtige Auswahl oder keine. So wie das da oben erwähnt wird, ist das wieder mal der halbe Murks bei Euch.

Genau so ist es.... skobbler bzw scout... ist betrug am Kunden..... so eine app hier als gut zu bewerten sagt leider aus das hier nicht wirklich recherchiert wird????!

Wieso wird die TomTom App nicht erwähnt? Die ist sicherlich die beste Alternative zu Navigon.
Hatte mit TomTom bisher noch nie Probleme und die Stauvorhersagen sind extrem gut.

Auch wenn es bislang keine entsprechende Verlautbarung gibt, gehen wir davon aus, dass auch Tomtom sich über kurz oder lang dem Navigon-Weg anschließen wird, weshalb wir Apps gewählt haben, die quasi nicht nur als Navigon-, sondern auch als allgemeine Alternative zu „klassischen“ Navi-Apps gelten können. Das geht allerdings aus der Einleitung des Artikels nicht einwandfrei hervor, weil wir diesen am aktuellen Navigon-Fall aufgehängt haben, das stimmt.

Danke für den Test. Ich habe bisher TomTomGo auf meinem iPhone verwendet-nächstes Jahr läuft dann die Freischaltung ab, und damit habe ich dann nur noch 40 Gratiskilometer. Spätestens dann werde ich ganz zu Apple Maps wechseln, wegen der besseren Integration in iOS. Die App TomTomGo nervt mich in letzter Zeit mit einer teilweise zähen „Live-Navigation“, also Position auf der Karte und Ansagen „hängen“- kommen manchmal nicht rechtzeitig hinterher. Möglich, dass es am GPS-Signal liegt.

Here, seit es Windows Phone gab. Kostenlos, offline und führt 99% richtig. Mehr brauch ich nicht.

Ich bin und bleibe weiterhin TomTom Fan.
Wenn die auch aufhören mit der App Geschichte sehe auch ich mir alternativen an, aber bis dahin bleibt es dabei.
Habe gerade mit dem Verkehrswahnsinn in Hamburg (A7 und Tausend andere Baustellen), den absoluten härte Test "gefahren" und bin echt begeistert. Ich habe Straßen kennen gelernt die wohl nur mein Vater (Taxifahrer seit 50 Jahren) kannte und bin beeindruckend schnell am Ziel gewesen.
Das hat selbst diesen alten Technikverweigernden Kutscher ;-) beeindruckt.

Michelin?

Einer von vielen Gründen, warum ich Appel CarPlay nicht benutze!

Waze und Sygic können bei Ford ebenfalls integriert über das Autodisplay/Audiosystem dargestellt werden (neben CarPlay...)

Cool, das wusste ich nicht. Vielen Dank für die Info! In unserem Test hatten wir allerdings leider nicht die Möglichkeit, auch noch verschiedene Automarken und -modelle zu testen. ;-)

Ich möchte hier noch Galileo erwähnen. Das ist eine super Offline-Maps App auf Basis von OSM Daten. Ich habe lange nicht mehr recherchiert, weil ich mit Galileo sehr zufrieden bin, aber damals war es die einzige Offline-OSM-Maps App, die Vektorkarten hatte. Rasend schnell in crisper Grafik und genau, wie ich es immer wollte. Ist zudem auch meine Running-App geworden, weil ich meine Laufprofile sehr komfortabel damit tracken kann. Und seit einem Jahr haben die auch eine Navigationsfunktion eingebaut. Ich habe die bisher nur selten genutzt (weil ich meist einfach weiß, wo ich hin will), aber die paar Mal hat sie ordentlich funktioniert. Also für alle, die Galileo nicht auf dem "Radar" haben, schaut sie euch mal an.

da wird über das Aus von Navigon lamentiert, aber die 'schon immer' Alternative zu Navigon TomTom ist noch nicht mal im Test dabei. Unverständlich und schade

Moin Stephan. Das habe ich bereits weiter oben in einem Kommentar erklärt.

Pocket Earth wäre auch noch ein Kandidat gewesen. Die Oberfläche ist zwar nicht die beste, benutzt aber auch OSM und kann als einzige der Apps auch mit what3words-Angaben umgehen.

Ach du bist der Typ, der What3Words nutzt! ;-)
Im Ernst: ist das für dich – oder irgendjemanden der hier Mitlesenden – über den Status "das ist ja ganz witzig" hinausgekommen?
Mir gefällt die Idee und ich verstehe auch, dass so eine Lösung in anderen Ecken der Welt sinnvoll sein mag. Aber hier? Heute?

» über den Status "das ist ja ganz witzig" hinausgekommen?

Nö. Erinnert sich noch jemand an die Internet-Standard-Time von Swatch? :-D

So eine Fail-Liste wäre mal wieder hübsch auf Mac Life. Die find ich immer gut, da werden alte Erinnerungen wach.

Nun ja, ich denke schon, dass W3W über den Witzig-Status hinaus ist. Zugegeben, momentan sieht es in Deutschland eher mau aus, aber das kann (und soll sich nach Angaben der Macher) ändern. Wir wissen ja alle, dass Innovationen in Deutschland einen längeren Anlauf brauchen. Außerdem hat Deutschland durch die Katastierung sicherlich eine bessere Ausgangslage für die herkömmliche Navigation mit Straßen-/Ortsangaben.

Nichts desto trotz habe ich auch im Inland hin und wieder schon 3-Wörter-Adressangaben gesehen. Ich denke, dass sich 3-Wörter-Adressen im Reisebereich irgendwann durchsetzen werden, da gerade outdoor keine Adressen vorliegen und das Handling mit Längen-/Breitenangaben dann doch eher etwas speziell ist. POI lassen sich auf webbasierten Karten oder in Reiseportalen z. B. leichter finden.

Natürlich muss W3W von vielen genutzt werden, damit man eine kritische Masse erreicht und sich diese Art Zielangabe überall durchsetzt. Wenn dies aber erstmal geschafft ist, wird die Nachfrage von Nutzern zunehmen, die sich diese Angaben auch für Navis wünschen.

Ganz korrekt ist diese Panikmache nicht. Im AppStore wird bei Navigon Select ausdrücklich geschrieben, dass die App zum 01.06. eingestellt wird. Bestandskunden die App aber noch 2 Jahre (!!!) weiter nutzen können.
Und in 2 Jahren sieht der Markt der Navigationsapps vielleicht schon wieder ganz anders aus. Von daher bleibe ich erstmal bei Navigon und informiere mich in zwei Jahren nochma, welche App für mich die beste ist.

Ja, die Frage ist aber auch, ob man jetzt noch zwei Jahre ein offensichtlich totes Pferd weiterreiten möchte. Denn neue Funktionen, Anpassungen an etwaige neue Displaygrößen etc. sind ja wohl kaum zu erwarten. Wer sich jetzt mit dem Thema beschäftigt, kann gut informiert und geplant den „Absprung“ durchführen, statt spontan und sofort eine Lösung finden zu müssen, falls die Navigon-App dann doch einen Tag vor der geplanten Urlaubstour kaputtgeht …

Ernsthaft? Skobbler/Scout? Ich habe gerade zweimal das Datum des Artikels geprüft, es war wirklich nicht 2015.

Die App ist seit über 2 Jahren (so "neu" ist die Ankündigung des "endlich erwarteten Updates) so tot wie die Pharaonen in Ägypten. Genauso alt ist übrigens das Kartenmaterial.

Ich war lange Nutzer der App, bis das Alter des Materials nicht mehr tragbar war. Seitdem glücklicher TomTom Go Nutzer.

Bessere Recherche wäre schön gewesen - so kann ich den Artikel leider nicht ernst nehmen.

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