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App-Tipps

Mac-Apps: Unsere App-Tipps für Oktober 2026

In diesem Monat präsentieren wir Ihnen eine Reihe von System-Tools, die die Arbeit mit dem Mac angenehmer machen, Informationen zeigen oder Probleme aufspüren können. Dabei haben wir herausgesucht: CleanShot X, Breakdown, Ice, Stats und Maccy.

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CleanShot X 5

Als die Bilder laufen lernten: Bildschirmaufnahmen gehören zu den Dingen, die unter macOS seit Jahren einfach funktionieren, aber schmucklos daherkommen. CleanShot X räumt beim Thema Bildschirmaufnahmen jedweder Art seit Langem auf. Version 5.0, seit dem 1. September verfügbar, geht dabei erheblich weiter als alle Aktualisierungen davor und nimmt sich vor allem des Themas „Video“ an.

Herbst-Angebot

Herzstück ist dabei der neue Studio-Modus samt Video-Editor. Wer damit aufzeichnet, ändert praktisch jede Einstellung nachträglich – auch jene, an die vor dem Start niemand gedacht hat. Den Systemton vergessen? Lässt sich hinterher zuschalten. Hilfreiche Zooms setzt die App automatisch: Ein Algorithmus entscheidet, welche Stellen mehr an Aufmerksamkeit verdienen, die Bewegung folgt dem Mauszeiger. Jeder Zoom lässt sich in Stärke, Länge und Animation anpassen, manuell platzieren oder mit der Rücktaste entfernen. Zwei benachbarte Zooms verbinden sich dabei zu einer schicken Fahrt von einer Position zur nächsten.

Geschnitten wird nun überall in der Aufnahme statt nur an den Enden: [B] wählt das Werkzeug, [cmd] + [B] trennt sofort an der Abspielposition. Dazu kommen geglättete Mausbewegungen, wählbare Klick-Effekte, eingeblendete Tasten, ein anpassbares Kamerabild sowie Hintergründe mit Abstand, Schatten und abgerundeten Ecken. Auch an voreingestellte Seitenverhältnisse für YouTube oder TikTok wurde gedacht.

Fazit: Aus einer erstklassigen Screenshot-App wird mit Version 5 „nebenbei“ ein ernstzunehmendes Werkzeug für Videos – und das ohne einen Abozwang.

Preis: 35 US-Dollar (Pro-Abo erhältlich)
Web: cleanshot.com

Breakdown

Breakdown wacht in der Menüleiste.
Breakdown wacht in der Menüleiste. (Bild: Screenshot)

Warum ruckelt der Videocall? Diese Frage beantwortet Breakdown erfreulich schnell. Die in der Grundversion kostenfreie Menüleisten-App zerlegt den Weg zwischen Mac und Dienst in Abschnitte, lokales Netz, Leitung des Anbieters, Transit sowie App, und benennt, wo es klemmt. Sie behält den Datenverkehr dauerhaft im Blick, sodass die Daten bereits vorliegen, wenn die Videokonferenz stockt. Zu jedem Vorfall erzeugt das Programm einen Bericht als PDF, der sich beispielsweise an den Provider schicken lässt. Ein Abgleich mit anonymisierten Messwerten anderer Teilnehmender zeigt zudem, ob eine Störung größere Kreise zieht. Diese Funktion ist ab Werk aktiv. Ein VPN richtet Breakdown nicht ein, verlangt aber Administratorrechte für einen signierten Hintergrunddienst sowie Zugriff auf die Ortungsdienste, weil macOS den Namen des WLAN darüber schützt. Wichtig für Datenschutzbewusste: Wer die eingebaute KI-Analyse startet, überträgt Notizen, Hostnamen, Dienstnamen und lokale Netzwerkadressen an die Schnittstelle von OpenAI.

Breakdown wacht in der Menüleiste.
Breakdown wacht in der Menüleiste. (Bild: Screenshot)

Preis: kostenfrei (In-App-Käufe möglich, Pro-Abo erhältlich)
Web: breakdown.live

Diese drei Apps gehören in jede Menüleiste

Die Menüleiste ist der am besten sichtbare und zugleich der oft am schlechtesten genutzte Streifen Bildschirmplatz. Drei kostenlose Programme bringen Ordnung, Auskunft und Gedächtnis dorthin.

Ice

Ice
Ice (Bild: Screenshot)

Das große Aufräumen beginnt hier: Ice räumt die Menüleiste auf und tritt damit gegen kommerzielle Schwergewichte wie etwa Bartender an. Symbole verschwinden hier auf Wunsch in einem versteckten Bereich, ein zweiter Bereich bleibt dauerhaft unsichtbar. Zum Vorschein kommen sie beim Zeigen, Klicken oder Scrollen – oder in der sogenannten „Ice Bar“, einem eigenen Streifen unterhalb der Menüleiste, was besonders MacBooks mit der „Kamera-Kerbe“ im Display hilft. Die Anordnung erledigt man per Drag-and-drop, eine Suchfunktion findet einzelne Symbole, und die Menüleiste selbst lässt sich einfärben, mit Rand, Schatten oder abgerundeter Form versehen. Kurzbefehle, Start bei der Anmeldung und automatische Updates sind an Bord. Entwickler Jordan Baird stellt seine App unter die GPL, mehr als 29.000 Menschen haben das Projekt auf GitHub mit einem Stern versehen. Zu beachten: Ice verlangt macOS 14, weil es neuere Systemschnittstellen des Betriebssystems nutzt.

Preis: kostenfrei
Web: icemenubar.app

Stats

Stats
Stats (Bild: Screenshot)

Das kostenfreie Mac-Cockpit für Power-User: Stats beantwortet beispielsweise die Frage, warum der Lüfter gerade laut aufdreht. Das Programm zeigt Auslastung von Prozessor und Grafikeinheit, Arbeitsspeicher, Festplatte, Netzwerkverkehr, Ladestand des Akkus, Bluetooth-Geräte sowie Messwerte für Temperatur, Spannung und Leistung – wahlweise als Zahl, Balken oder kleines Diagramm direkt in der Menüleiste. Telemetrie sammelt die App laut Entwickler nicht, nach außen geht die App nur für die Update-Prüfung und die Anzeige der öffentlichen IP-Adresse. Wer Energie sparen will, schaltet die Module für Sensoren und Bluetooth ab, das senkt den Verbrauch nach Angaben des Programmierers deutlich. Praktischer Hinweis für alle mit macOS 26: Dort müssen Programme in den Systemeinstellungen unter „Menüleiste“ eigens freigegeben werden, sonst bleibt Stats trotz laufender Module unsichtbar. Einen Haken gibt es: Die Lüftersteuerung pflegt der Entwickler nicht mehr.

Preis: kostenfrei
Web: github.com/exelban/stats

Maccy

Maccy
Maccy (Bild: Screenshot)

Eine bessere Zwischenablage für Mac-Anwender: Maccy merkt sich, was in der Zwischenablage des Macs lag. Ein Tastenkürzel öffnet den Verlauf, die ersten Buchstaben genügen zum Suchen, die Eingabetaste fügt ein – die Hand muss dabei die Tastatur also nicht einmal verlassen. Häufig Gebrauchtes lässt sich ganz praktisch anheften, Bilder landen dabei ebenfalls im Verlauf und sind dank einer Texterkennung auch durchsuchbar. Alle Inhalte bleiben auf dem Mac, Passwörter aus einem Passwortmanager zeichnet Maccy natürlich nicht auf, und über die Kurzbefehle-App lassen sich Einträge sogar automatisiert abrufen. Die Bedienoberfläche hat Entwickler Alex Rodionov zuletzt an die Optik von macOS 26 angepasst, der Quelltext steht unter der MIT-Lizenz. Die App ist kostenfrei erhältlich, wer den Entwickler unterstützen möchte, kauft die App im Mac App Store zum Preis von 9,99 Euro. Systemseitig vorausgesetzt wird macOS 14 aka Sonoma, auch auf neueren Systemen läuft Maccy problemlos.

Preis: kostenfrei (10 Euro/App Store)
Web: maccy.app

Stefan Molz // Chefredakteur
Stefan Molz

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.

Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.

Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.

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