John Ternus erklärt, warum Apple das iPhone Duo anders als andere Foldables gebaut hat
Apple-Chef John Ternus hat sich ausführlicher zum neuen iPhone Duo und zu seiner Rolle an der Spitze des Unternehmens geäußert. In einem Interview mit der französischen Canal+-Sendung „Clique“ erklärte er unter anderem, warum sich Apple beim aufgeklappten Gerät stärker am iPad als an bisherigen Foldable-Smartphones orientiert hat.
- John Ternus erklärt neue Details zur Entwicklung des iPhone Duo
- Apple orientierte sich beim aufgeklappten Format unter anderem am iPad
- Scharnier und Display gehörten zu den zentralen technischen Herausforderungen
- Siri mit KI soll laut Apple keinen menschlichen Freund ersetzen
- Ternus plant nach eigener Aussage keinen grundlegenden Strategiewechsel bei Apple
Beim iPhone Duo habe Apple nach Angaben von Ternus nicht einfach zwei klassische Smartphone-Formate miteinander verbinden wollen. Ein solcher Ansatz führe seiner Ansicht nach schnell zu einem ungewöhnlich quadratischen Gerät. Stattdessen habe das Unternehmen zunächst überlegt, welche Form für die Nutzung eines größeren Displays sinnvoll sei.
iPad diente als Orientierung
Dabei spielte Apples Erfahrung mit dem iPad eine wichtige Rolle. Das Unternehmen habe bereits lange an größeren Touchscreens gearbeitet und deshalb eine Vorstellung davon gehabt, welches Format sich für das aufgeklappte iPhone eignen könnte. Für das iPhone Duo entwickelte Apple demnach ein eigenes Seitenverhältnis.
Das Seitenverhältnis beschreibt das Verhältnis zwischen Breite und Höhe eines Displays. Es beeinflusst unter anderem, wie viel Platz Apps, Videos und andere Inhalte auf dem Bildschirm nutzen können. Bei einem Foldable ist es besonders relevant, weil sich die Form des Displays beim Aufklappen deutlich verändert.
Ternus sprach zugleich über die technischen Herausforderungen bei der Entwicklung des Foldables. Es habe zahlreiche Probleme zu lösen gegeben. Als Beispiele nannte er das Scharnier und das Display sowie die Aufgabe, beide Komponenten ausreichend zuverlässig zu konstruieren.
Zu den kleinen Details, die Ternus selbst besonders gefallen, gehört die Animation beim Öffnen des Geräts. Sie bewegt sich beim Aufklappen über das Display und soll den Übergang zwischen den beiden Zuständen des iPhone Duo begleiten.
Siri soll kein menschlicher Freund werden
Auch Apples Strategie rund um künstliche Intelligenz war Thema des Gesprächs. Ternus bekräftigte dabei eine Position, die Software-Chef Craig Federighi bereits zuvor vertreten hatte: Apples KI-Version von Siri sei nicht dafür gedacht, einen menschlichen Freund zu ersetzen.
Ternus begründete das mit der Bedeutung menschlicher Beziehungen. Apple verfolgt damit zumindest kommunikativ einen anderen Ansatz als Anbieter, die ihre KI-Assistenten ausdrücklich als persönliche Begleiter positionieren.
Keine grundlegende Kehrtwende unter Ternus
Ternus sprach außerdem über seinen Wechsel an die Spitze von Apple. Die Anfrage des damaligen CEO Tim Cook und des Verwaltungsrats habe ihn überrascht. Nach eigenen Angaben hätte er zuvor nicht damit gerechnet, einmal die Führung des Konzerns zu übernehmen.
Einen grundlegenden Kurswechsel stellt Ternus allerdings nicht in Aussicht. Der Fokus auf Innovation, Produkte und Kunden habe sich seiner Darstellung nach nicht verändert. Gleichzeitig betonte der langjährige Hardware-Manager seine persönliche Nähe zur Produktentwicklung.
Beim September-Event durfte Ternus zudem erstmals selbst Apples bekannte Formulierung „One more thing“ auf der Bühne verwenden. Im Interview beschrieb er den Moment als besonders, nachdem er den Satz zuvor sowohl von Steve Jobs als auch von Tim Cook gehört hatte.
Das vollständige Gespräch mit Canal+ behandelt darüber hinaus Themen wie den KI-Wettbewerb, Apples Umweltziele, Vision Pro und neue Kinderschutzfunktionen in iOS 27.









