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Lieferprobleme zum Verkaufsstart

iPhone Duo: Apple soll beim Verkaufsstart einen großen Fehler gemacht haben

Das erste faltbare iPhone ist bereits kurz nach dem Vorbestellstart für Monate vergriffen. Apple soll die Lieferengpässe vorher gekannt haben. Bloomberg-Journalist Mark Gurman kritisiert die Entscheidung, das iPhone Duo trotzdem weltweit auf den Markt zu bringen.

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Apple hat mit dem iPhone Duo offenbar deutlich größere Lieferprobleme als bei einem gewöhnlichen iPhone-Start. Bereits wenige Minuten nach Beginn der Vorbestellungen am 16. Oktober verschoben sich die voraussichtlichen Liefertermine. Innerhalb einer halben Stunde zeigte der Apple Online Store in den USA für sämtliche Konfigurationen bereits den 25. Januar 2027 als voraussichtlichen Versandtermin an.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Das iPhone Duo ist kurz nach Vorbestellstart monatelang vergriffen
  • In den USA verschoben sich Versandtermine auf den 25. Januar 2027
  • Mark Gurman kritisiert Apples weltweiten Verkaufsstart trotz bekannter Engpässe
  • Apple Stores sollen Kunden ohne Vorbestellung vor einem Besuch am 23. Oktober warnen
  • Konkrete Produktions- und Verkaufszahlen sind bislang nicht bekannt

Der Bloomberg-Journalist Mark Gurman kritisiert deshalb Apples Entscheidung, das erste faltbare iPhone trotz bekannter Produktionsengpässe in großem Umfang auf den Markt zu bringen. In seinem aktuellen „Power On“-Newsletter bezeichnet er die Vorgehensweise als großen Fehler.

Apple soll Lieferprobleme bewusst in Kauf genommen haben

Laut Gurman wusste Apple bereits vor dem Verkaufsstart, dass die Produktion des iPhone Duo mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Dennoch entschied sich das Unternehmen, die Vorbestellungen wie geplant zu öffnen, anstatt zunächst größere Lagerbestände aufzubauen.

Gurman vermutet dahinter wirtschaftliche Überlegungen. Apple habe offenbar Wert darauf gelegt, das neue Modell möglichst früh im ersten Quartal seines Geschäftsjahres anzubieten. Damit nehme der Konzern allerdings in Kauf, ausgerechnet die besonders interessierten Erstkäufer zu enttäuschen.

Ursprünglich soll Apple sogar eine deutlich vorsichtigere Markteinführung vorgesehen haben. Dem Bericht zufolge war zunächst geplant, das iPhone Duo ausschließlich in den USA und China anzubieten und weitere Länder erst später zu bedienen. Stattdessen starteten die Vorbestellungen gleichzeitig in mehr als 70 Ländern.

Lieferengpass erklärt!

Ein Lieferengpass entsteht, wenn ein Hersteller nicht genügend Geräte bereitstellen kann, um alle Bestellungen zeitnah zu bedienen. Ursachen können beispielsweise Produktionsprobleme, fehlende Bauteile oder eine höher als erwartete Nachfrage sein. Lange Lieferzeiten bedeuten deshalb nicht automatisch, dass besonders viele Geräte verkauft wurden.

Apple Stores warnen offenbar vor spontanen Käufen

Die knappen Bestände wirken sich offenbar auch auf den stationären Handel aus. Wie MacRumors unter Berufung auf Beschäftigte in Apple Stores berichtet, sollen Mitarbeiter angewiesen worden sein, Kunden ohne Vorbestellung von einem spontanen Besuch am Verkaufstag abzuraten.

Demnach rechnen die betroffenen Geschäfte damit, am 23. Oktober praktisch keine Geräte für Laufkundschaft anbieten zu können. Wer ohne Reservierung in einen Apple Store geht, dürfte daher kaum Chancen haben, direkt ein iPhone Duo mitzunehmen.

Im amerikanischen Apple Online Store wird Kunden empfohlen, am 24. Oktober erneut nach verfügbaren Geräten zur Abholung zu schauen. Eine Garantie für zusätzliche Bestände ist das allerdings nicht. Unklar ist außerdem, ob die internen Hinweise für sämtliche Apple Stores weltweit gelten.

Produktionsprobleme bereits vor der Vorstellung

Die Schwierigkeiten kommen nicht völlig überraschend. Bereits Anfang September berichtete Nikkei Asia, dass die Produktion des faltbaren iPhones Ende August lediglich einige Hundert Geräte pro Tag erreicht haben soll. Später wurden weitere Probleme bei der Fertigung bekannt.

Laut früheren Informationen von Gurman hatte Apple zwischenzeitlich sogar damit gerechnet, den Verkaufsstart möglicherweise auf November verschieben zu müssen. Schließlich habe das Unternehmen genügend Geräte produzieren können, um am ursprünglich geplanten Termin festzuhalten.

Apple selbst sprach gegenüber der Financial Times inzwischen von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage und erklärte, man arbeite daran, bestellte Geräte möglichst schnell auszuliefern.

Wie viele iPhone-Duo-Geräte Apple tatsächlich produziert hat und wie hoch die Zahl der Vorbestellungen ausfällt, ist allerdings nicht öffentlich bekannt. Aus den langen Lieferzeiten allein lässt sich deshalb nicht ableiten, wie erfolgreich das neue Modell wirtschaftlich ist.

Das iPhone Duo startet bei 2.299 Euro. Die ersten vorbestellten Geräte sollen am 23. Oktober ausgeliefert werden. Für neue Bestellungen könnten Käufer dagegen bis ins kommende Jahr warten müssen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Die Kritik von Mark Gurman ist nachvollziehbar. Apple bringt mit dem iPhone Duo eine völlig neue Produktkategorie auf den Markt, kann die Nachfrage zum Verkaufsstart aber offenbar nicht annähernd bedienen. Besonders problematisch ist dabei, dass die Produktionsschwierigkeiten schon länger bekannt gewesen sein sollen. Ein auf wenige Märkte begrenzter Start hätte die Situation möglicherweise entschärft. Allerdings bleibt die tatsächliche Größenordnung der Nachfrage unklar. Ohne konkrete Verkaufs- und Produktionszahlen lässt sich nicht beurteilen, ob Apple die Nachfrage unterschätzt hat oder vor allem mit den Schwierigkeiten bei der Fertigung kämpft.

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