Die dunkle Seite schlägt zurück

Grandios: Intels aktueller Werbespot ist ein gelungener Seitenhieb gegen Apple und seinen M1

Der Wechsel von Intel zum hauseigenen Apple Silicon kam beim langjährigen Chiplieferanten verständlicherweise nicht so gut an. Es verwunderte also nicht, dass Intel sich bemühte, die Vorteile der x86-Plattform herauszuheben. Diese Versuche waren aber eher etwas linkisch, doch ein gestern erschienener Werbespot dreht das Ganze um 180° - und ausgerechnet eine Werbekampagne von Apple diente dazu als Vorlage. 

Von   Uhr

Die Transition weg von Intel und hin zu ARM-Chips im vergangenen Jahr für den Mac war mehr oder weniger ein offenes Geheimnis und wenig überraschend. Und auch wenn Apple niemals die ganz großen Stückzahlen abnahm, der Imageverlust für Intel ist dennoch nicht zu verachten. Intel versucht seitdem bei jeder passenden Gelegenheit, die Vorteile seiner Architektur hervorzuheben. Dies war bisher von wechselndem Erfolg gekrönt, doch die neuen Werbespots sorgen für (positive) Aufmerksamkeit.

Reminiszenz zur "Get a Mac"-Kampagne

Es war einmal in den 2000ern, da hatte Apple sich zwar finanziell berappelt, man war jedoch noch weit weg vom heutigen Image als Trendsetter und Marktführer. Der iPod galt zwar als sexy und innovativ, dies färbte aber nicht so recht auf den Mac ab. Aus diesem Grund führte das Unternehmen von 2006 bis 2009 die legendäre Werbekampagne "Get a Mac" mit Justin Long als personifizierter Mac ein. 

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Intel ließ sich davon inspirieren und veröffentliche gestern diverse Werbespots, die im gleichen Stil gehalten sind. Doch den Vogel schoss man dahingehend ab, dass man mit Justin Long den gleichen Schauspieler verpflichtete, der damals den Mac verkörperte und als Seitenhieb gegen Apple zu verstehen ist.

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Intel legt den Finger in die Wunde

Dabei beschränkt sich Intel keinesfalls auf eine plumpe Kopie der ursprünglichen Spots. Vielmehr legt der Chip-Hersteller pointiert den Finger in die Wunde, bei denen ein Mac/iPad gegenüber einem Windows-PC geschlagen geben muss.

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Der Autor dieser Zeilen findet die aktuelle Werbung auf jeden Fall gelungen und musste schon sehr darüber schmunzeln. Wir hoffen, dass Euch die Werbung ebenfalls gefällt.

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Ich nutze auf Arbeit beide Systeme. Sowohl neue Computer auf x86 Basis mit Windows 10 als auch den neuen M1 Mac Mini. Dreimal dürft ihr raten welche Systeme ständig für Probleme sorgen, abstürzen oder einfach lahmarschig sind. Kleiner Tip: Es befindet sich kein Apfel auf den Geräten.

Die Werbung ist peinlich. Erst recht überlege ich jetzt, ob ein M1 nicht besser ist. Intel erliegt dem Barbara-Streisand-Effekt. Darüber hinaus dachte ich bisher immer, Intel sei ein Chip-Entwickler. Warum befasst sich die Werbung mit Computer-Hardware? Das ist besonders seltsam, da Intel jetzt über MacBooks herzieht, die solange sie einen Intel Chip nutzten, vom Hardware Design in den Augen Intels völlig in Ordnung sind.

Ich kann nur sagen, dass ich meinen Wechsel zum M1 nicht bereue, im Gegenteil seit ich mein M1 Book habe liegt das iPad in der Ecke - Die Akkulaufzeit & Performance ist grandios ;.-)

Ist das wirklich grandios? Oder ist der ehemalige Werbeträger für Apple nicht einfach ein Verräter, der für kurzfristiges Geld jedes zukünftige Vertrauen verloren hat? Oder geht man so mit einem langjährigen Großkunden um, mit dem man viele Millionen an Umsatz generiert hat, und jetzt wird er zum Feindbild, obwohl er durch Wechsel auf den ARM Befehlssatz nicht einmal ein direkter Konkurrent ist? Und was ist mit den grandiosen Argumenten, wo sich Intel mit fremden Federn schmückt? Ist ein Intel PC mit Intel Grafik wirklich eine tolle Spieleplattform? Macht ein Touchscreen auf einem Laptop wirklich Sinn? Führt die große Auswahl an X86 PC nicht unweigerlich zu einem AMD Computer? Was macht Intel, wenn das nächste iPadPro zum Convertible wird? Und wird der nächste M1X nicht nur 3 externe Monitore mit 4k oder gar mehr unterstützen?
Für eine Webseite, die Mac in ihrem Titel trägt, ist der diesbezügliche Humor sehr eigenartig gestrickt.