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iPhone Duo im Praxistest

Erster ausführlicher Test des iPhone Duo: Viel Lob, aber auch deutliche Kritik

Kurz vor dem Verkaufsstart des iPhone Duo ist einer der ersten ausführlichen Praxistests erschienen. Nach einer Woche mit Apples erstem faltbaren iPhone fällt das Urteil überwiegend positiv aus. Allerdings zeigt der Test auch, welche Kompromisse Käufer trotz des hohen Preises eingehen müssen.

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Am 23. Oktober kommt das iPhone Duo offiziell in den Handel. Zwei Tage vorher ist mit dem Review von 9to5Mac einer der ersten ausführlichen Praxistests erschienen, der auf einer Woche mit dem fertigen Gerät basiert. Chefredakteur Chance Miller hat Apples erstes faltbares iPhone im Alltag verwendet und zieht ein überwiegend positives Fazit. Gerade das ungewöhnliche Format und die Verarbeitung überzeugen ihn. Bei Software, Kamera und einigen Ausstattungsdetails sieht er allerdings Nachholbedarf.

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Quickread: Auf einen Blick
  • 9to5Mac veröffentlicht einen der ersten ausführlichen Tests des iPhone Duo
  • Nach einer Woche Nutzung überwiegt das Lob für Design, Scharnier und Displays
  • iOS 27 bietet nützliches Multitasking, schöpft die Displayfläche aber nicht vollständig aus
  • Kritik gibt es an fehlendem Face ID, der Telekamera und den Lautsprechern
  • Weitere unabhängige Reviews werden im Laufe der Woche erwartet

Mit der Veröffentlichung beginnt auch die Phase der unabhängigen Bewertungen. Weitere ausführliche Tests anderer Medien sind im Laufe der Woche zu erwarten. Der Bericht von 9to5Mac liefert bereits einen ersten Eindruck davon, wie gut Apples neues Gerätekonzept abseits von Präsentationen und kurzen Hands-on-Terminen funktioniert.

Design und Display gehören zu den größten Stärken

Besonders angetan zeigt sich Miller vom Format des iPhone Duo. Zusammengeklappt erinnert das Gerät mit seinem breiten, vergleichsweise kurzen Gehäuse an einen Reisepass. Trotz eines Gewichts von 254 Gramm und einer Dicke von 11,3 mm soll es sich überraschend angenehm transportieren lassen. Im direkten Vergleich empfindet der Tester das Duo sogar als handlicher als das iPhone 18 Pro Max.

Auch das Scharnier hinterlässt einen positiven Eindruck. Anfangs habe Miller das faltbare Gerät noch besonders vorsichtig behandelt, nach kurzer Eingewöhnung sei das Auf- und Zuklappen jedoch selbstverständlich geworden. Das Scharnier wirke stabil und ermögliche unterschiedliche Aufstellwinkel.

Ein weiteres Highlight ist das 7,6 Zoll große Innendisplay. Besonders die matte Beschichtung mit Nanotextur wird gelobt. Sie reduziert Spiegelungen und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Falte in der Bildschirmmitte bei normaler Nutzung kaum auffällt.

Vollständig verschwunden ist die Falte allerdings nicht. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen bleibt sie sichtbar und lässt sich beim Darüberstreichen auch ertasten. Im Alltag habe das den Tester jedoch kaum gestört.

Nanotextur erklärt!

Bei einer Nanotextur wird die Displayoberfläche so bearbeitet oder beschichtet, dass einfallendes Licht weniger stark gespiegelt wird. Dadurch entstehen weniger störende Reflexionen. Beim iPhone Duo trägt die matte Oberfläche außerdem dazu bei, die Falte des inneren Displays optisch weniger auffällig zu machen. Vollständig unsichtbar wird sie dadurch allerdings nicht.

Überraschend positiv fällt auch das Urteil zum 5,4 Zoll großen Außendisplay aus. Trotz seiner ungewöhnlichen Proportionen eigne es sich gut für Nachrichten, soziale Netzwerke und andere alltägliche Aufgaben. Einschränkungen gibt es vor allem bei Webseiten: Manche Inhalte und eingeblendete Hinweise beanspruchen auf dem kurzen Bildschirm zu viel Platz.

iOS 27 nutzt das große Display noch nicht vollständig aus

Bei der Software fällt die Bewertung differenzierter aus. Grundsätzlich lobt Miller, wie Apple iOS 27 an die beiden unterschiedlichen Bildschirmformate angepasst hat. Navigationselemente wandern je nach Ausrichtung an andere Positionen, und der Wechsel zwischen den Displays funktioniert flüssig.

Besonders praktisch findet der Tester die neue Split-View-Funktion. Damit lassen sich erstmals auf einem iPhone zwei Apps nebeneinander verwenden. Im Alltag könne das größere Display dadurch tatsächlich produktiver genutzt werden.

Allerdings fehle es an einigen Funktionen, die vom iPad bekannt sind. So vermisst Miller beispielsweise eine komfortablere Verwaltung der gleichzeitig geöffneten Apps. Auch Safari zeigt auf dem großen Innendisplay teilweise weiterhin mobile Webseiten an, obwohl eine Desktop-Ansicht sinnvoller wäre.

Hinzu kommt, dass längst nicht alle Drittanbieter-Apps bereits für das ungewöhnliche Displayformat optimiert sind. Ältere Anwendungen werden teilweise mit schwarzen Rändern dargestellt und nutzen die verfügbare Fläche nicht vollständig aus.

Face ID und Telekamera fehlen

Zu den deutlichsten Kritikpunkten gehört der Verzicht auf Face ID. Statt der Gesichtserkennung setzt Apple beim iPhone Duo auf einen Fingerabdrucksensor in der Seitentaste. Technisch funktioniere Touch ID zuverlässig, die Umgewöhnung empfindet Miller dennoch als Rückschritt.

Auch bei den Kameras müssen Käufer Abstriche machen. Zwar liefere die Hauptkamera gute Ergebnisse, sie erreiche aber nicht ganz das Niveau des iPhone 18 Pro. Eine dedizierte Telekamera fehlt vollständig. Gerade angesichts des hohen Gerätepreises fällt dieser Unterschied ins Gewicht.

Positiv bewertet der Tester wiederum die Möglichkeiten des faltbaren Designs. So lässt sich das Außendisplay als Sucher verwenden, während Fotos mit den leistungsfähigeren rückseitigen Kameras aufgenommen werden.

Weitere kleinere Kritikpunkte betreffen die Lautsprecher, die im Vergleich zum iPhone 18 Pro dünner und leiser klingen sollen. Außerdem fehlt die frei belegbare Aktionstaste.

Akkulaufzeit überzeugt im Alltag

Bei der Leistung gibt es dagegen wenig auszusetzen. Der A20 Pro liefert laut Miller eine vergleichbare Performance wie im iPhone 18 Pro. Auch Multitasking mit zwei geöffneten Apps funktioniert flüssig.

Das Gerät werde zwar etwas wärmer als das Pro-Modell, Auswirkungen auf die Geschwindigkeit habe der Tester aber nicht festgestellt.

Auch die Akkulaufzeit fällt im ersten Praxistest zufriedenstellend aus. Bei seiner üblichen Nutzung kam Miller durch den Tag und hatte am Abend noch ungefähr 20 Prozent Akkuladung übrig. Einen standardisierten Akkutest hat er allerdings nicht durchgeführt.

Positives Fazit trotz hoher Kosten

Insgesamt fällt das Urteil von 9to5Mac bemerkenswert positiv aus. Miller sieht im faltbaren Konzept sogar eine mögliche Zukunft für das iPhone. Ausschlaggebend ist für ihn vor allem, dass sich das Duo sowohl zusammengeklappt als auch geöffnet sinnvoll verwenden lässt.

Gleichzeitig betont der Tester, dass es sich um ein Produkt der ersten Generation handelt. Das Fehlen von Face ID und Telekamera, die noch nicht vollständig angepasste Software und der Einstiegspreis von 1.999 US-Dollar (bei uns 2.299 Euro) machen das Gerät zu einer kostspieligen Anschaffung.

Für die meisten Käufer hält Miller deshalb weiterhin ein klassisches iPhone für die vernünftigere Wahl. Das Duo überzeugt ihn vor allem durch sein neues Nutzungskonzept und weniger durch ein überlegenes Gesamtpaket.

Weitere Testberichte dürften in den kommenden Tagen zeigen, ob andere Redaktionen zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Besonders interessant wird dabei sein, wie sie die Alltagstauglichkeit, die Software und die technischen Kompromisse des ersten faltbaren iPhone bewerten.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Der erste ausführliche Praxistest zeichnet ein vielversprechendes Bild des iPhone Duo, zeigt aber auch die typischen Schwächen eines Produkts der ersten Generation. Besonders interessant ist, dass das ungewöhnliche Format im Alltag offenbar besser funktioniert, als es die technischen Daten zunächst vermuten lassen. Trotzdem sind die Kompromisse bei einem Smartphone dieser Preisklasse erheblich. Ein einzelner Test reicht für ein abschließendes Urteil noch nicht aus. Gerade bei der Software, der Akkulaufzeit und der langfristigen Haltbarkeit des Faltmechanismus werden weitere unabhängige Tests wichtig sein.

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