VanMoof schildert Zusammenarbeit

E-Bike-Hersteller: So kam es zur Zusammenarbeit mit Apple und der "Wo ist?"-App

Die "Wo ist?"-App vor der Veröffentlichung der AirTags für Drittanbieter ist alleine aus Marketing-Sicht ein strategischer Schachzug. Damit nimmt Apple den Wettbewerbsbehörden hier den Wind etwas aus den Segeln. Schaut man etwas hinter die Kulissen, dann war die Teilnahme daran deutlich unkompliziert als allgemein angenommen.

Von   Uhr

Das bisherige Highlight ist definitiv die Zusammenarbeit zwischen den niederländischen E-Bike-Spezialisten VanMoof und Apple. Die aktuellen Modelle VanMoof S3 und VanMoof X3, die nun in die Produktion gehen, lassen sich direkt in die "Wo ist?"-App einbinden. In einem Interview erklärte nun Job Stehmann, Produktdesignerchef von VanMoof, wie die Zusammenarbeit zustande kam. 

Es begann mit dem Supportforum

In einem Interview mit den niederländischen Kollegen von iCulture gab man nun einen kleinen Blick hinter die Kulissen preis. Alles begann mit der Ankündigung von Apple auf der WWDC 2020, die "Wo ist?"-App für Dritte öffnen zu wollen. 

Direkt danach stellte ein Ingenieur von VanMoof eine Nachricht in das Supportforum von Apple und erklärte, dass sich die Option interessant anhört. Apple war damals anscheinend aktiv auf der Suche nach Partnern, mit denen man zusammenarbeiten konnte. Daraus entspann sich sehr bald eine Zusammenarbeit, die mit wöchentlichen Videomeetings schnell eine Arbeitsroutine bekam. 

Viele Stunden Arbeit

Weiter erklärte Stehmann in dem Interview, dass man Apple viele Prototypen seiner Fahrräder zur Evaluierung bereitstellte. Dabei habe ich sich das Büro in San Francisco als besonders praktisch herausgestellt, die Prototypen konnten direkt an die Haustür der Apple-Ingenieure geliefert werden. Dabei betonte der Chefdesigner, dass Apple keinen starken Druck ausübte. Es gestaltete sich viel mehr als eine sehr zielorientierte und fokussierte Zusammenarbeit. 

Softwarelösung

Im gleichen Interview ging Stehmann noch etwas darauf ein, wie die Integration in das "Find my"-Netzwerk technisch vollzogen wurde. Es handle sich um eine Softwarebasierte Lösung, die nicht auf einen speziellen Chip setze. Das ist insofern überraschend, weil nur die Fahrräder, die ab dem 07. April in die Produktion gingen, sich dort integrieren lassen. Es scheint sich also eher um eine komplizierte Firmware zu handeln, die der Hersteller nicht auf die älteren Produktionschargen aufspielen kann. 

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