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Apple im Umbau

Apple soll Produkte künftig schneller und häufiger auf den Markt bringen

Apple könnte seinen bisherigen Rhythmus für neue Geräte grundlegend verändern. Laut einem Bericht von Bloomberg will CEO John Ternus die Produktentwicklung beschleunigen, Hierarchien abbauen und Neuheiten häufiger über das Jahr verteilt veröffentlichen.

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Apple soll unter CEO John Ternus an weitreichenden Änderungen bei der Produktentwicklung arbeiten. Wie Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet, will Ternus die Entwicklung neuer Geräte beschleunigen und Apples Produktpalette häufiger erweitern. Dazu könnten auch die bislang vergleichsweise festen Veröffentlichungstermine im Frühjahr und Herbst auf den Prüfstand kommen.

Herbst-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple soll neue Produkte künftig schneller entwickeln.
  • Geräte könnten häufiger über das gesamte Jahr verteilt erscheinen.
  • CEO John Ternus soll Hierarchien abbauen und Entwicklungsteams stärker in den Mittelpunkt rücken.
  • Auch Stellenabbau und geringere Budgetsteigerungen stehen laut Bericht im Raum.
  • Die Umstellung könnte mehrere Jahre dauern.

Neue Geräte über das ganze Jahr verteilt

Dem Bericht zufolge erwägt Apple, sich weniger stark an den traditionellen Release-Zyklen im Frühjahr und Herbst zu orientieren. Neue Produkte könnten stattdessen schneller fertiggestellt und über das gesamte Jahr verteilt auf den Markt gebracht werden.

Release-Zyklus erklärt!

Ein Release-Zyklus beschreibt den zeitlichen Rhythmus, in dem ein Hersteller neue Produkte oder Produktgenerationen veröffentlicht. Apple bündelt viele Neuheiten bislang rund um bestimmte Zeiträume im Frühjahr und Herbst. Künftig könnten Veröffentlichungen stärker über das Jahr verteilt werden.

Ternus soll zudem eine schlankere Organisation mit stärkerem Fokus auf die technische Entwicklung anstreben. Apple müsse demnach experimentierfreudiger werden, um insbesondere beim Thema künstliche Intelligenz konkurrenzfähig zu bleiben.

Weniger Hierarchie zwischen Entwicklern und Führung

Auch die internen Strukturen könnten sich verändern. Laut Gurman wird unter anderem darüber gesprochen, Stellen im mittleren Management abzubauen. Ziel sei es, die Zahl der Hierarchieebenen zwischen den Entwicklungsteams und der Unternehmensführung zu reduzieren.

Ternus soll außerdem dafür plädieren, weniger neue Mitarbeiter einzustellen und von bestehenden Entwicklungsteams mehr zu verlangen. Bei einer internen Präsentation habe er das Wachstum der Mitarbeiterzahl thematisiert und die Auffassung vertreten, Apple müsse mit weniger Personal mehr erreichen.

Der Bericht beschreibt bereits einen zunehmenden Druck innerhalb verschiedener Produktteams. Manager sollen gegenüber Bloomberg von einem schnelleren und anspruchsvolleren Arbeitsumfeld gesprochen haben. Entwicklungsgruppen würden demnach dazu angehalten, mehr Produkte in kürzeren Zeiträumen fertigzustellen.

Umbau könnte auch Stellen kosten

Erste personelle Veränderungen sollen bereits laufen. In den vergangenen zwei Wochen seien unter anderem Führungskräfte und sogenannte Engineering Program Manager betroffen gewesen. Einige Mitarbeiter hätten nur wenige Wochen Zeit erhalten, um innerhalb des Konzerns eine andere Stelle zu finden.

Zuletzt soll Apple außerdem bei Teams rund um Siri, Vision Pro, KI-Software und Fitness+ Stellen reduziert haben. Einige Mitarbeiter rechneten dem Bericht zufolge mit weiteren Einschnitten im weiteren Jahresverlauf oder Anfang 2027.

Neben schnelleren Produktzyklen soll Apple auch nach neuen Möglichkeiten suchen, mehr Umsatz mit bestehenden Geräten zu erzielen. Gleichzeitig würden neue Dienste diskutiert. Bei ersten Planungen für 2027 seien zudem geringere Budgetsteigerungen, weitgehend konstante Mitarbeiterzahlen und niedrigere Marketingausgaben vorgesehen worden.

Eine schnelle Umstellung ist allerdings nicht zu erwarten. Gurman zufolge könnten die Veränderungen an Apples langjährigen Abläufen mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Sollte Apple seinen bisherigen Veröffentlichungsrhythmus tatsächlich lockern, wäre das für Kunden und den Markt durchaus relevant. Produkte könnten erscheinen, sobald sie fertig sind, statt auf ein bestimmtes Zeitfenster warten zu müssen. Gleichzeitig deutet der Bericht darauf hin, dass der schnellere Takt intern mit höherem Leistungsdruck und Einsparungen verbunden sein könnte. Entscheidend wird daher nicht nur sein, wie viele Produkte Apple veröffentlicht, sondern ob die kürzeren Entwicklungszeiträume ohne Abstriche bei Software- und Hardwarequalität funktionieren.

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