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Doch noch nicht aufgegeben

Apple soll deutlich leichtere Vision Pro mit neuem Design planen

Apple arbeitet einem Bericht zufolge weiter an einem Nachfolger der Vision Pro. Unter dem Codenamen N224 sollen mehrere Konzepte entstehen, die das Headset vor allem leichter machen könnten – möglicherweise mithilfe ausgelagerter Hardware.

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Apple soll seine Pläne für ein neues Vision-Headset überarbeiten. Wie Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet, arbeitet das Unternehmen unter dem Codenamen N224 an einem grundlegend überarbeiteten Modell. Im Mittelpunkt soll dabei erneut ein Problem der bisherigen Vision Pro stehen: Gewicht und Abmessungen.

Herbst-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple soll unter dem Codenamen N224 an einem neuen Vision-Headset arbeiten.
  • Rund vier unterschiedliche Bauformen werden dem Bericht zufolge getestet.
  • Eine Variante lagert Rechenhardware und Akku in einen externen Puck aus.
  • Kunststoff, Titan und andere Materialien könnten das Gewicht reduzieren.
  • Ein Marktstart wäre offenbar frühestens Ende 2028 oder Anfang 2029 möglich.

Nach Gurmans Informationen prüfen Apples Entwickler derzeit rund vier unterschiedliche Konzepte. Eine der Varianten soll Teile der Rechenhardware aus dem eigentlichen Headset auslagern. Prozessor und Akku könnten dabei gemeinsam in einem externen Compute-Puck untergebracht werden, der per Kabel mit der Brille verbunden ist.

Compute-Puck erklärt!

Ein Compute-Puck ist eine separate Hardwareeinheit, in der Komponenten wie Prozessor, Kühlung oder Akku untergebracht werden können. Dadurch muss weniger Technik direkt im Headset sitzen, was Gewicht und Wärmeentwicklung am Kopf reduzieren kann. Dafür bleibt die Brille mit einer zusätzlichen Einheit verbunden.

Apple prüft mehrere Bauformen

Intern soll dieses Konzept allerdings nicht unumstritten sein. Einige hochrangige Verantwortliche bei Apple sollen einen externen Puck als wenig überzeugende Lösung ansehen und stattdessen ein Gerät bevorzugen, das näher an einem klassischen All-in-one-Headset bleibt.

Auch beim Gehäuse experimentiert Apple dem Bericht zufolge mit unterschiedlichen Materialien. Eine getestete Variante soll die grundsätzliche Form der aktuellen Vision Pro beibehalten, durch den Einsatz von Kunststoff, Titan oder anderen Metallen aber leichter werden.

Damit wäre noch keineswegs entschieden, wie ein mögliches Serienmodell tatsächlich aussehen könnte. Das Projekt befindet sich offenbar weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase.

Frühere Vision-Air-Pläne wurden verworfen

Apple hatte zuvor bereits an einem leichteren und günstigeren Headset gearbeitet, das unter dem Codenamen N100 entwickelt worden sein soll. Dieses teilweise als „Vision Air“ bezeichnete Projekt wurde Berichten zufolge jedoch eingestellt.

N224 scheint nicht einfach eine Neuauflage dieses Ansatzes zu sein. Das neue Gerät könnte stattdessen als Nachfolger der aktuellen Vision Pro positioniert werden. Ein niedrigerer Preis ist laut Bericht zwar möglich, soll derzeit aber nicht das zentrale Entwicklungsziel darstellen.

Die derzeit erhältliche Vision Pro wurde 2025 mit Apples M5-Chip aktualisiert. In Deutschland verlangt Apple für das Modell mindestens 3.699 Euro. Neben dem M5 arbeitet weiterhin der speziell für das Headset entwickelte R1-Chip für die Verarbeitung der Kamera- und Sensordaten.

Start frühestens Ende 2028

Mit einer baldigen Vorstellung des neuen Headsets ist offenbar nicht zu rechnen. Gurman zufolge könnte ein entsprechendes Produkt frühestens Ende 2028 oder Anfang 2029 erscheinen.

Selbst dieser Zeitraum ist nicht gesichert. Die Arbeiten an N224 sollen intern derzeit nur mit begrenzter Priorität fortgeführt werden, während Apple seine langfristige Strategie für die Vision-Plattform neu bewertet. Ob aus einem der getesteten Konzepte tatsächlich ein Verkaufsprodukt entsteht, ist deshalb offen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Das Gewicht gehört zu den offensichtlichsten Schwachstellen des bisherigen Vision-Pro-Konzepts. Hardware aus dem Headset auszulagern, könnte Apple hier deutlich mehr Spielraum geben. Wie das fertige Produkt aussehen wird, ist derzeit aber völlig offen: Mehrere Konzepte werden parallel geprüft, der mögliche Marktstart liegt noch Jahre entfernt und selbst eine Veröffentlichung gilt laut Bericht nicht als sicher.

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