Google veröffentlicht erste Preview von Android O

Quelle: https://www.maclife.de/news/android-o-sieht-ios-11-konkurrent-10090191.html

Autor: Martin Grabmair

Datum: 22.03.17 - 15:25 Uhr

Android O: So sieht der iOS-11-Konkurrent aus

Wie jedes Jahr wird es auch in 2017 zwei große Betriebssystemaktualisierungen geben: Apple wird iOS 11 veröffentlichen und Google wird Android 8 herausbringen. Und von letzterem Betriebssystem wurde am gestrigen Dienstag völlig überraschend eine Entwickler-Vorschau-Version veröffentlicht. Und diese gibt uns einen kleinen Ausblick darauf, was Google mit Android O vorhat.

Google hat soeben eine erste Preview seiner nächsten Android-Version veröffentlicht. Der Namensgebungstradition Googles folgend fängt der Name des Androids mit einem „O“ an und wird bis auf weiteres deshalb „Android O“ oder auch „Android 8“ lauten. Am Ende wird der Buchstabe „O“ dann für eine Süßigkeit stehen.

Zusammen mit Android O werden natürlich auch einige Änderungen und Verbesserungen auf die Nutzer zukommen. Zum einen wird Google ein System namens „Background Limits“ einführen, durch das die Hintergrund-Aktivitäten von Apps besser gesteuert werden können. Das soll zu einer besseren Akkulaufzeit führen, gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Telefons aber nicht einschränken.

Benachrichtigungen werden in Kategorien, sogenannten „Notification Channels“, eingeteilt. Auf diese Weise können Nutzer das Verhalten des Telefons für ganze Gruppen bestimmter Benachrichtigungen gleicher Art festlegen und müssen dies nicht individuell für jede App erledigen.

Auotfil ist nützlich - und ein gigantisches Sicherheitsrisiko

Eine „Autofil API“ soll die Eingabe sich wiederholender Informationen, beispielsweise von Passwörtern, Namen oder E-Mail-Adressen einfacher machen. Nutzer legen dabei eine App, die wie eine Kreuzung aus einem Passwort-Manager und einer Tastatur funktioniert, als „Auotifl-App“ fest. In einem Formular können sie dann sofort beliebige Informationen einfügen, die in der App abgelegt sind.

Auch am Design, speziell bei den Icons, wird sich einiges ändern. Denn Google führt „Adaptive Icons“ ein. Entwickler legen neben dem App-Symbol auch ein Muster fest. Das System kann dann das Icon je nach Einstellungen animieren oder für verschieden aufgebaute Menüs oder Launcher anpassen. Analog dazu soll auch das Schriftarten-Paket massiv ausgebaut werden.

Google hat die Verbindungsqualität unter Android O verbessert. Bluetooth beherrscht nun mehrere und bessere Codecs und dank „Wi-Fi Aware“ gibt es auch neue WLAN-Features. Außerdem hat Google die ConnectionsServie APIs erweitert. Damit können nun Telefon-Apps Dritter in das System integriert werden.

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Google auch die Audi-Qualität seines Betriebssystems verbessert. AAudio und Pro Audio sind aber noch in einer so frühen Entwicklungsphase, dass sich darüber kaum etwas sagen lässt. Außer, dass sich AAudio speziell für Streams eignet.

Ein Sicherheits-Feature, bei dem Webinhalte in einem eigenen Prozess isoliert werden, war bereits bei Nougat enthalten. Allerdings war dies da nur optional. Mit Android O sollen Webinhalte dank Multiprozess-Modes immer isoliert werden. Auf diese Weise werden Fehler, Abstürze und Angriffe in einem Prozess kontrolliert.

Android O enthält außerdem eine bessere Tastaturnavigation, was vor allem für Android-Apps auf Chrome OS interessant wird und mehr als 250 Bug-Fixes. Das Unternehmen Sony hat zudem rund 30 Verbesserungen, darunter auch den LDAC Codec für Bluetooth, in Android O integriert. Und JAVA selbst wurde auch optimiert, was zu einer schnelleren Android Runtime führt, was wiederrum Anwendungs-Benchmarks verbessert.