AirPods 5 im Teardown: Apple macht den Akkuwechsel erstmals deutlich einfacher
Apples AirPods haben bei Reparaturprofis bislang keinen guten Ruf. Die Reparaturspezialisten von iFixit bewerteten frühere Generationen regelmäßig mit null von zehn Punkten. Beim Zerlegen der neuen AirPods 5 zeigt sich nun erstmals eine kleine, aber relevante Verbesserung.
- iFixit hat die neuen AirPods 5 zerlegt
- Die Akkus der Ohrhörer lassen sich vergleichsweise einfach entfernen
- Linker und rechter AirPod verwenden unterschiedliche Akku-Polaritäten
- Das Ladecase bleibt nur schwer zerstörungsfrei zu öffnen
- iFixit vergibt zwei von zehn Punkten für die Reparierbarkeit
Vor allem beim Akku hat Apple die Konstruktion offenbar überarbeitet. Wie iFixit auf seiner Webseite schreibt, verwenden die AirPods 5 wieder Akkus mit Kontaktstiften, wie sie bereits bei den AirPods 3 zum Einsatz kamen. Anders als bei früheren Modellen soll sich die Batterie nach dem Öffnen vergleichsweise unkompliziert herausziehen und vom restlichen Aufbau trennen lassen.
Akkuwechsel wird realistischer
Ganz ohne Aufwand geht das weiterhin nicht. iFixit öffnete die Ohrhörer unter anderem mithilfe von Wärme, um den verwendeten Klebstoff zu lösen. Anschließend ließ sich das Gehäuse mit entsprechendem Werkzeug auseinanderhebeln.
Damit ist ein Akkutausch weiterhin keine typische Reparatur für Einsteiger. Für erfahrene Techniker und versierte Bastler hält iFixit einen Austausch der Batterie nach dem Zerlegen jedoch für realistisch.
Die Reparierbarkeit beschreibt, wie einfach sich ein Gerät öffnen, warten und mit Ersatzteilen instand setzen lässt. Dabei spielen unter anderem Klebstoff, Schrauben, zugängliche Komponenten und austauschbare Akkus eine Rolle. iFixit bewertet Geräte auf einer Skala von null bis zehn Punkten – je höher die Punktzahl, desto einfacher sind Reparaturen.
Eine Besonderheit gibt es bei den Akkus ebenfalls: Linker und rechter AirPod verwenden laut iFixit Batterien mit umgekehrter Polarität. Der Akku eines linken Ohrhörers kann deshalb nicht einfach in einen rechten AirPod eingesetzt werden – und umgekehrt.
Das Ladecase bleibt das Problem
Deutlich schlechter fällt das Urteil beim Ladecase aus. Dieses lässt sich laut iFixit weiterhin nur mit erheblichem Aufwand öffnen. Die Konstruktion erschwert Reparaturen so stark, dass das Gehäuse beim Öffnen beschädigt werden kann.
Genau dieser Aufbau verhindert eine deutlich bessere Gesamtbewertung. iFixit vergibt für die AirPods 5 zwei von zehn Punkten bei der Reparierbarkeit. Das klingt zunächst niedrig, stellt für Apples reguläre AirPods aber einen Fortschritt dar: Frühere Generationen erhielten in den Tests jeweils null von zehn Punkten.
Apple hat die AirPods damit nicht plötzlich zu leicht reparierbaren Kopfhörern gemacht. Der zugänglichere Akku der Ohrhörer ist jedoch ein relevanter Schritt, weil gerade verschlissene Batterien bei kompakten kabellosen Kopfhörern die Nutzungsdauer begrenzen können.









