Tipps & Praxis

Reicht ein iPad für alles?

Kann ein iPad einen Mac im Alltag ersetzen? Ich habe genau das eine Woche lang ausprobiert und zeige dir, wo das Tablet überzeugt – und wo du doch besser zum Mac greifst.

Von   Uhr

Beim Kauf meines iPad Air hatte ich ein vielseitiges Einsatzszenario im Kopf. Deshalb habe ich mir auch ein Smart Keyboard Folio zugelegt – ein Zubehör, das inzwischen vom deutlich besseren Magic Keyboard Folio mit zusätzlicher Funktionstastenreihe und Trackpad abgelöst wurde – sowie einen Apple Pencil. Dieses iPad sollte gleichermaßen für Arbeit, kreative Projekte und Unterhaltung zum Einsatz kommen.

Gleichwohl muss ich zugeben, dass ich den Arbeitsalltag bislang kaum ernsthaft auf das iPad verlagert habe. Zum Arbeiten greife ich fast immer zum MacBook Pro – dieses eine ganze Woche lang beiseitezulegen, bereitete mir daher durchaus Bauchschmerzen. Würde mich das ausbremsen? Würden mir wichtige Funktionen fehlen, auf die ich mich im Alltag verlasse? Dann erinnerte ich mich allerdings an Apples Leitspruch für iPadOS 26: „Alles. Läuft.“

Montag

Die Idee: Eine Woche lang sollte der Mac tabu sein. Entsprechend musste ich sicherstellen, dass alle wichtigen Dateien jederzeit griffbereit sind. Das war schnell erledigt: Ich öffnete die Systemeinstellungen auf dem Mac und aktivierte unter „[Benutzername] > iCloud > Alle anzeigen“ die Schalter für Apps wie Pages und Numbers. Zusätzlich klickte ich auf „iCloud Drive“ und stellte sicher, dass sowohl „Diesen Mac synchronisieren“ als auch „Schreibtisch & Dokumente“ eingeschaltet waren. Anschließend prüfte ich auf dem iPad, ob dort ebenfalls alles Nötige korrekt synchronisiert wurde.

Nachdem der Mac ausgeschaltet war und in der Schublade verschwand, entschied ich mich, diesen Artikel komplett in Pages auf dem iPad zu schreiben und dabei die Neuerungen von iPadOS 26 zu nutzen. Besonders gefiel mir die neue Bildschirmansicht, die Ablenkungen wie Seitenzahlen und andere Anzeigen ausblendet – auch wenn ich mir bewusst die Wortzählung wieder einblendete. 

Normalerweise arbeite ich mit LibreOffice und empfand den vergleichsweise aufgeräumten Bildschirm auf dem iPad als angenehm fokussierend. Gleichzeitig merkte ich aber, dass ich etwas langsamer vorankam: Die Tastatur fühlt sich zwar ähnlich an wie die eines MacBook, ist für mich jedoch einen Tick zu kompakt. Angesichts der Größe ist das wenig überraschend, dennoch unterliefen mir mehr Tippfehler als sonst.

So geht’s: Multitasking auf dem iPad

1. Multitasking aktivieren

(Bild: Screenshot)

Lege unter „Multitasking & Gesten“ fest, wie Apps angezeigt werden. Mit „Vollbild-Apps“ verzichtest du auf Multitasking – sinnvoller ist die Option „Fenster-Apps“. An einem externen Monitor testest du den „Stage Manager“.

2. Anfasser nutzen

(Bild: Screenshot)

Ziehe eine Ecke oder den geschwungenen Anfasser unten rechts, um die Fenstergröße zu ändern. Verkleinerst du das Fenster weit genug, wird das Dock sichtbar – auf Wunsch kannst du es auch an den oberen Fensterrand ziehen.

3. Apps öffnen

(Bild: Screenshot)

Öffne zusätzlich Safari. Auch hier siehst du den Anfasser zum Ändern der Fenstergröße. Öffne nun zum Beispiel noch Notizen – so kannst du im Web recherchieren und Inhalte bequem in eine Notiz übernehmen.

4. Ordnung schaffen

(Bild: Screenshot)

Jetzt sind drei Fenster geöffnet, die Einstellungen benötigen wir jedoch nicht mehr. Tippe oben links auf den roten Knopf, um es zu schließen; die grüne Schaltfläche maximiert ein Fenster, die gelbe minimiert es.

5. Die Menüleiste

(Bild: Screenshot)

Wenn du den grünen Button antippst und ein Fenster im Vollbild öffnest, die Bedienelemente aber wieder benötigst, wische vom oberen Bildschirmrand nach unten. Dann erscheinen sie links neben der Menüleiste.

6. Mehr Apps

(Bild: Screenshot)

Öffne weitere Apps – entweder über das Dock oder indem du vom unteren Bildschirmrand nach oben wischst, um den Home-Bildschirm einzublenden. Die bereits geöffneten Fenster werden dabei kurz an den Rand geschoben.

Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, den Schreibfluss zu verbessern und das Tempo wieder anzuziehen. Aktuelle iPad-Modelle unterstützen die Schreibtools zum Formulieren, Korrigieren und Überarbeiten von Texten, auch wenn ich sie für professionelle Arbeit nicht einsetze. Sehr hilfreich war hingegen der Apple Pencil: Text handschriftlich zu ergänzen oder zu korrigieren fühlte sich überraschend natürlich an. Wörter, Sätze oder ganze Absätze einfach zu überkritzeln, machte sogar Spaß – und das iPad Air hatte keinerlei Probleme, meine eher unordentliche Handschrift zuverlässig zu erkennen. Mein Workflow gewann spürbar an Tempo, und ich begann, Pages mit deutlich offenerem Blick zu schätzen.

Die 4 besten Produktivitäts-Apps fürs iPad

Microsoft 365 Copilot

Preis: kostenlos (In-App-Kauf möglich)
Web: microsoft.com

Wenn du ohnehin ein Microsoft-365-Abo benötigst, erhältst du zusätzlich zu Word, Excel und PowerPoint den KI-Assistenten Copilot. Alternativ nutzt du die kostenlose Online-Version: m365.cloud.microsoft.com.

iWork

Preis: Kostenlos
Web: apple.com

Pages, Numbers und Keynote bieten Textverarbeitung, Tabellen und Präsentationen inklusive Apple Intelligence. Dateien synchronisieren sich mit anderen Apple-Geräten, und du kannst Microsoft-Office-Formate im- und exportieren.

Fantastical

Preis: kostenlos (In-App-Kauf möglich)
Web: flexibits.com

Diese App wird regelmäßig als Top-Produktivitätslösung genannt – und das aus gutem Grund. Mit neuem Design und integrierter Apple Intelligence ist sie eine attraktive Alternative zu Apples Kalender-App und bietet sogar eine Drei-Tage-Wettervorhersage.

Mindnode

Preis: kostenlos (In-App-Kauf möglich)
Web: mindnode.com

Projekte laufen deutlich reibungsloser, wenn klar ist, was du – und andere – erreichen wollt. Mit MindNode erstellst du strukturierte Mindmaps, um Pläne zu entwickeln, Ideen zu sammeln und Gedanken zu ordnen – allein oder gemeinsam im Team.

Dienstag

Am nächsten Tag machte ich mich mit der Menüleiste von Pages vertraut. Sie erscheint nun am oberen Bildschirmrand, wenn man vom Rand nach unten wischt oder den Cursor nach oben bewegt. Das sorgt für ein Mac-ähnlicheres Arbeiten und erleichtert den Umgang mit dem Dokument spürbar. Gleichzeitig stand allerdings auch Recherche für an, sodass ich zwischen Schreiben und Informationssuche wechseln musste.

Funktionen wie Exposé in iPadOS 26 erleichtern es dir, die benötigten Fenster zu finden. Wische einfach nach oben.
Funktionen wie Exposé in iPadOS 26 erleichtern es dir, die benötigten Fenster zu finden. Wische einfach nach oben. (Bild: Screenshot)

In der Vergangenheit habe ich auf dem iPad den Stage Manager, Split View und Slide Over genutzt, wenn ich mehrere Apps gleichzeitig brauchte. Das war zwar hilfreich, fühlte sich aber stets eingeschränkt an, und ich wünschte mir schon lange ein besseres Multitasking. In gewisser Weise war das umständliche Fensterhandling sogar einer der Hauptgründe, warum ich für die Arbeit bislang nicht von macOS weggegangen bin. Hier setzt iPadOS 26 jedoch an – und wirkt tatsächlich wie eine kleine Revolution.

Die 4 besten Kreativitäts-Apps für das iPad

Procreate

Preis: 15 Euro
Web: procreate.com

Diese funktionsreiche, iPad-exklusive App ohne Abonnement ist ein Traum für alle, die digitale Kunst erstellen möchten. Sie bietet eine riesige Auswahl an Pinseln, erlaubt den Import eigener Assets und stellt zahlreiche Werkzeuge bereit, um deine kreativen Fähigkeiten auf das nächste Level zu heben.

Affinity Photo 2

Preis: kostenlos
Web: affinity.serif.com

Zum Zeitpunkt der Drucklegung verschenkte Affinity diese hervorragende Bildbearbeitungs-App für das iPad, während sie auf dem Mac aus dem Verkauf genommen wurde. Wir hoffen sehr, dass dies nicht den Anfang vom Ende dieses leistungsstarken, professionellen und funktionsreichen Alternativprodukts zu Adobe Photoshop markiert.

Final Cut Pro

Preis: 5 Euro/Monat
Web: apple.de

Es gibt viele Videoschnitt-Apps und iMovie bringt dir bereits echte Schnittfunktionen auf das iPad. Für professionelle Ansprüche empfiehlt sich jedoch Final Cut Pro, das inzwischen auch ProRes-RAW-Videos unterstützt, die mit dem iPhone aufgenommen wurden.

Live Home 3D

Preis: kostenlos (In-App-Kauf möglich)
Web: livehome3d.com

Diese App zeigt, wie leistungsfähig das iPad ist: Trotz einfacher Bedienung erstellst du sowohl Grundrisse als auch realistisch wirkende dreidimensionale Innenraumdesigns. Wenn du eine Renovierung planst, erhältst du so eine erstaunlich genaue Vorstellung davon, wie deine Ideen aussehen könnten.

Es ermöglicht das Arbeiten mit Fenstern ähnlich wie auf einem Mac. Aktivieren lässt sich die Funktion unter „Einstellungen > Multitasking & Gesten > Fenster-Apps“. Danach genügt es, eine Ecke von Pages nach innen zu ziehen, um das App-Fenster zu skalieren. Verschieben lassen sich die Fenster, indem man sie am oberen Rand anfasst. Auch die Mac-typischen roten, gelben und grünen Schaltflächen zum Schließen, Minimieren oder Maximieren gibt es nun.

Bei der Arbeit mit einem externen Monitor kann der Stage Manager helfen, Fenster zu gruppieren und Multitasking übersichtlicher zu gestalten.
Bei der Arbeit mit einem externen Monitor kann der Stage Manager helfen, Fenster zu gruppieren und Multitasking übersichtlicher zu gestalten. (Bild: Apple)

All das bedeutete, dass ich Safari und Notizen parallel öffnen, mit vielen Tabs recherchieren, Fenster mit einer einfachen Geste anpassen und Gedanken schnell festhalten konnte. Zwischendurch ließ sich Mail öffnen, eine relevante Mail heraussuchen und anschließend wieder zu Safari zurückkehren, um weiter zu recherchieren. Mitunter wurde es etwas unübersichtlich – wie auch auf dem Mac –, fühlte sich aber schnell völlig selbstverständlich an. Und mit einer Wischgeste nach oben hatte ich dank Exposé jederzeit alle geöffneten Fenster im Blick.

So geht’s: PDFs in der Vorschau-App markieren und unterschreiben

1. Prozess starten

(Bild: Screenshot)

Wenn du in iPadOS 26 Kommentare zu einem PDF hinzufügen möchtest, nutze die Markierungs-Funktion in „Vorschau“. Öffne das PDF und tippe oben auf das Symbol mit dem umkreisten Stift.

2. Werkzeug wählen

(Bild: Screenshot)

Die Werkzeuge erscheinen am unteren Bildschirmrand. Dort hast du sofort Zugriff auf Marker, Radierer, Textmarker, Lineal und Farben. Tippe auf das gewünschte Werkzeug und markiere oder kommentiere das PDF.

3. Objekt hinzufügen

(Bild: Screenshot)

Tippe auf das Plus für mehr Optionen. Du kannst Sticker hinzufügen, Text einfügen oder Formen platzieren. Möchtest du einen Bereich vergrößern, wähle „Lupe hinzufügen“ und passe den Ausschnitt an.

4. Dokument signieren

(Bild: Screenshot)

Mit Vorschau kannst du PDFs unterschreiben. Tippe auf das Plus, wähle „Signatur hinzufügen“ und unterschreibe mit dem Finger oder dem Apple Pencil. Anschließend lässt sich die Signatur an der gewünschten Stelle platzieren.

5. Anpassungen

(Bild: Screenshot)

Tippe auf die drei Punkte rechts neben dem Plus. Dort findest du Einstellungen für die Nutzung von Finger und Apple Pencil. Vorschau kann deine handschriftlichen Notizen sogar automatisch glätten.

Mittwoch

Zu diesem Zeitpunkt vermisste ich die Arbeit am Mac kein bisschen. Im Gegenteil: Der andere Ansatz fühlte sich erfrischend an und brachte neuen Schwung in meinen Arbeitsalltag. Der Touchscreen und der Einsatz des Apple Pencil sorgten für ein deutlich direkteres, beinahe persönlicheres Arbeiten – und ließen mich einmal mehr darüber nachdenken, warum Apple bis heute keinen Mac mit Touchscreen anbietet.

Bekanntes Problem #1

(Bild: Apple)

An einem iPad Pro kann es vorkommen, dass sich über ein USB-C-Dock kein externer Bildschirm anschließen lässt. In diesem Fall hilft es, ein Thunderbolt-Kabel, das mitgelieferte iPad-Kabel oder Apples USB-C Digital AV Multiport Adapter (79 Euro) für eine direktere Verbindung zu verwenden.

Für die Arbeit an einigen PDFs setzte ich mich in ein Café. Die PDFs suchte ich in der App „Dateien“, die sich angenehm vertraut anfühlt, weil sie dem Finder auf dem Mac ähnelt. Dank der zuvor eingerichteten Synchronisation hatte ich sofort Zugriff auf alles Benötigte, und da ich im öffentlichen WLAN über eine VPN-App abgesichert war, ließen sich die Dateien schnell und sicher laden.

Das beste Zubehör für das iPad

Magic Keyboard

(Bild: Apple)

Preis: ab 330 Euro
Web: apple.de

Erhältlich für iPad Air und iPad Pro verwandelt das Magic Keyboard Apples Tablet praktisch in ein MacBook mit Touchscreen. Mit Tastatur, großem Trackpad und 14 Funktionstasten gehen Tippen und Navigation leicht von der Hand.

Apple Pencil Pro

(Bild: Apple)

Preis: 150 Euro
Web: apple.de

Bei der Weiterentwicklung des Standard-Pencil kannst du durch Zusammendrücken des Stifts eine Werkzeugpalette öffnen, während das Drehen des Stifts eine präzise Kontrolle über Form und Ausrichtung von Pinseln ermöglicht.

HoverBar Duo

(Bild: Twelve South)

Preis: 90 Euro
Web: twelvesouth.eu

Dieser flexible Ständer von Twelve South hält dein iPad beim Arbeiten oder bei Videoanrufen auf Augenhöhe. Ohne Standfuß lässt sich der Arm zudem an Regalen oder Tischplatten befestigen – ideal für die freihändige Nutzung.

Keys-to-Go 2

(Bild: Logitech)

Preis: 90 Euro
Web: logitech.de

Nutzt du dein iPad auf einem Ständer, ist eine externe Tastatur sinnvoll. Logitechs schlankes Modell ist ultramobil, angenehm zu tippen, verbindet sich schnell per Bluetooth Low Energy – und die Batterien halten jahrelang.

OWC Envoy Ultra

(Bild: OWC)

Preis: ab 420 Euro 
Web: owc.com

Kompatibel mit dem iPad Pro bietet diese portable SSD zwei oder vier Terabyte Speicherplatz – ideal für Audio, Bilder und Videos. Dank des robusten Gehäuses eignet sie sich auch für den Einsatz unterwegs.

Anker 341 USB-C

(Bild: Anker)

Preis: 40 Euro
Web: anker.com

Mit diesem günstigen Hub profitierst du von zwei USB-A- und zwei USB-C-Ports, Steckplätzen für SD- und microSD-Karten sowie einem HDMI-Anschluss zum Verbinden des Tablets mit einem externen Display.

Razer Kishi V3

(Bild: Razer)

Preis: 110 Euro 
Web: razer.com

Zwar ist Razers neuester Controller teuer, doch er hebt deine Gaming-Sessions auf ein neues Niveau. Er ist für iPads mit USB-C konzipiert und bietet Analogsticks, ein Steuerkreuz sowie zahlreiche Tasten.

Mit einem Tipp auf das Markierungs-Symbol in „Vorschau“, konnte ich relevante Stellen einkreisen und handschriftliche Anmerkungen ergänzen. Durch die Option „Handschrift automatisch verbessern“ wurden selbst meine krakeligen Buchstaben lesbar. Die überarbeiteten Dokumente ließen sich anschließend unkompliziert über die Teilen-Funktion weitergeben. Zusätzlich machte ich mir die Arbeit angenehmer, indem ich die physische Tastatur abnahm.

Bekanntes Problem #2

(Bild: Apple)

Es kann vorkommen, dass ein Apple Pencil nicht mit deinem iPad funktioniert – oft liegt das an fehlender Kompatibilität. Der Apple Pencil Pro etwa unterstützt nur iPads mit A17 Pro-, M2-, M3- oder M4-Chip. Weitere Details findest du auf Apples Support-Website.

Tatsächlich ließ ich die Tastatur für den Rest des Tages ganz beiseite. Am Abend schaute ich ein paar Serien über Apple TV, las in der Bücher-App in meinem aktuellen Roman weiter und blätterte durch einige Magazine in Readly. Beim Abarbeiten meiner E-Mails empfand ich die neuen Mail-Kategorien als ausgesprochen hilfreich, weil sie mich direkt zu den wichtigen Nachrichten führten. Anhänge einzufügen und den Text zu formatieren ging mühelos von der Hand, und die Schreibtools spielten hier ihre Stärken aus: Sie halfen mir dabei, eine ganze Reihe von Antworten schnell und effizient zu verfassen.

So geht’s: Apple Pencil nutzen

1. Grundlagen

(Bild: Screenshot)

Der Apple Pencil (90 Euro) verbindet sich automatisch mit deinem iPad und lässt sich für einfaches Tippen und Wischen nutzen. Dank seiner Präzision eignet er sich hervorragend zum Zeichnen – und natürlich zum Schreiben.

2. Schnellnotizen

(Bild: Screenshot)

Eine Schnellnotiz erstellst du, indem du mit dem Apple Pencil vom unteren rechten Bildschirmrand nach oben wischst. Schweben, mit stärkerem Druck werden Linien dicker, durch Neigen schattierst du Flächen.

3. Apple Pencil Pro

(Bild: Screenshot)

Die Pro-Version (150 Euro) kann mehr: Durch Zusammendrücken oder Doppeltippen löst du zuvor festgelegte Aktionen aus. Zudem gibt es haptisches Feedback und die Möglichkeit, die Striche durch Drehen zu variieren.

Donnerstag

Einige der E-Mails vom Vortag enthielten Dateien, die ich mir für heute vorgenommen hatte. In einer befanden sich Bilder hinter einem Dropbox-Link, der sich problemlos in Safari öffnete. Nachdem ich die Bilder im Ordner „Downloads“ in der Dateien-App gefunden hatte, konnte ich die Bilder direkt in „Vorschau“ ansehen. Eine andere Mail enthielt eine ZIP-Datei mit einem .docx-Dokument, das sich ebenfalls ohne Schwierigkeiten in der Vorschau öffnen und anschließend in Pages weiterbearbeiten ließ.

Eine dritte E-Mail enthielt allerdings ein .docx-Dokument mit Kommentaren und speziellen Schriften. Beim Öffnen in Pages erschien der Hinweis, dass einige Fonts fehlten und der Text daher möglicherweise anders dargestellt werde. In der Praxis hatte das jedoch kaum Auswirkungen, und ohne den Warnhinweis hätte ich vermutlich gar nichts bemerkt. Mein Selbstversuch entwickelte sich weiterhin sehr vielversprechend.

Um schneller an meine aktuellen Dateien zu kommen, legte ich einen entsprechenden Ordner direkt im Dock ab. Dort hielt ich den Ordner kurz gedrückt und wählte „Ordner & Tags anpassen“, um ihm eine andere Farbe zu geben und ein Emoji hinzuzufügen.

An diesem Tag musste ich außerdem ein Interview mit jemandem führen, der Portugiesisch sprach. Dafür probierte ich die Live-Übersetzung in der Telefon-App aus; im Anschluss hielten wir einige Punkte über Nachrichten fest. In beiden Fällen erkannte Apple Intelligence zuverlässig, was auf beiden Seiten gesagt wurde, und übersetzte die Inhalte automatisch.

Bekanntes Problem #3

Tippst du in „Dateien“ auf ein Dokument und es öffnet sich nicht in der gewünschten App (oder gar nicht)? Tippe und halte das Dateisymbol, wähle „Öffnen mit“ und prüfe die Vorschläge. Alternativ wählst du „Teilen“ und suchst dort eine App aus.

Freitag

Ich musste außerdem einen bestimmten Bereich des iPad-Bildschirms festhalten. Auf dem Mac würde ich dafür einfach [shift] + [cmd] + [4] drücken und den gewünschten Ausschnitt auswählen, auf dem iPad hingegen nimmt man zunächst einen Screenshot des gesamten Bildschirms auf und grenzt den relevanten Bereich anschließend ein. Kein großes Problem, nur eine andere Arbeitsweise.

Allerdings war es einer dieser Tage, an denen man anfängt, an Kleinigkeiten hängen zu bleiben. Ich wollte ein Einzelbild aus einem YouTube-Video sichern – auf dem Mac genügt in Google Chrome ein doppelter [ctrl]-Klick und der Befehl „Videoframe kopieren“. Auf dem iPad funktioniert das nicht. Zudem brauchte ich Screenshots aus einem älteren Spiel. Zwar erlaubt Apple Emulatoren auf dem iPad, doch ist man dabei auf die im App Store verfügbaren Lösungen beschränkt. Einige davon erweisen sich als recht umständlich – und ich ertappte mich bei dem Wunsch, einfach jede beliebige Software installieren zu können.

Und genau das ist der Punkt. Mein Mac ist voll von Software, die ich direkt aus dem Web installiert habe und nicht aus dem Mac App Store – das macht ihn vielseitiger. Auch bei Backups habe ich mehr Optionen, und ich lege ungern alles ausschließlich in die iCloud. Trotzdem steht außer Frage, dass das iPad ein hervorragendes Gerät mit vielen starken Apps ist. Und dank iPadOS 26 ist es näher am Mac als je zuvor.

Das iPad vereint inzwischen die Stärken eines Tablets mit den Fähigkeiten eines vollwertigen Computers – und ich denke, mein Versuch zeigt, dass man im Ernstfall tatsächlich problemlos ausschließlich mit dem iPad leben könnte.

Die 4 besten Utility-Apps für das iPad

DuckDuckGo

Preis: kostenlos
Web: duckduckgo.com

Wenn du entspannt im Web surfen möchtest – ohne Tracking, nervige Cookie-Banner und Datensammelei –, ist DuckDuckGo eine gute Wahl. Der Browser ermöglicht zudem private Chats mit KI-Modellen und löscht deinen Browserverlauf auf Wunsch mit nur einem Klick.

iFont

Preis: kostenlos (In-App-Kauf möglich)
Web: getifont.com

Eine Schriftenverwaltung auf dem iPad ist praktisch, um fehlende Schriften zu installieren. Mit iFont erhältst du eine große Auswahl an Schriftarten für Apps wie Pages, Numbers und Keynote – und kannst zusätzlich eigene Fonts aus dem Web importieren.

Matter

Preis: kostenlos (In-App-Kauf möglich)
Web: hq.getmatter.com

Nach dem Aus des Später-lesen-Dienstes Pocket suchten viele Nutzer nach einer passenden Alternative. Matter ist eine starke Wahl: Du speicherst Online-Artikel zum Offline-Lesen auf dem iPad, entdeckst neue Lektüre, stellst Fragen über eine integrierte KI und liest Transkripte von Podcasts.

SwiftScan

Preis: kostenlos (In-App-Kauf möglich)
Web: swiftscan.app

Du benötigst keinen Scanner für dein iPad – SwiftScan erledigt diese Aufgabe genauso gut. Nutze die Kamera deines iPad, um das Dokument aufzunehmen. Die App schneidet den Scan automatisch zu, richtet ihn aus und optimiert ihn. Außerdem kannst du PDFs bearbeiten und unterschreiben.