Apple Watch Ultra 4

Apple Watch Ultra 4: Bericht nennt neues Design und Blutdruckfunktion

Apple könnte die Watch Ultra 4 stärker überarbeiten als die Vorgänger. Ein neuer Bericht spricht von einem vollständigen Redesign und einer ausgebauten Blutdruckfunktion – bestätigt ist das bislang aber nicht.

Von   Uhr

Die Apple Watch Ultra 4 könnte eine der größeren Überarbeitungen der robusten Smartwatch-Reihe werden. Laut einem Bericht von DigiTimes plant Apple für das kommende Modell ein vollständiges Redesign sowie eine erweiterte Funktion zur Blutdrucküberwachung.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple Watch Ultra 4 soll laut Bericht ein vollständiges Redesign erhalten
  • DigiTimes nennt eine erweiterte Blutdruckfunktion über den optischen Herzsensor
  • Die Funktion soll auffällige Muster erkennen, aber wohl keine klassischen Blutdruckwerte liefern
  • Eine FDA-Prüfung wird erwähnt, bestätigt ist die Funktion bislang nicht
  • Vorstellung wird für Herbst 2026 erwartet

Dem Bericht zufolge soll Apple die Blutdruckfunktion über den optischen Herzsensor auf der Rückseite der Uhr realisieren. Dieser soll analysieren, wie Blutgefäße auf einzelne Herzschläge reagieren. Erkennt das System ein auffälliges Muster, könnte die Uhr eine Warnung ausgeben.

Blutdruckmonitoring erklärt!

Blutdruckmonitoring bezeichnet die regelmäßige Erfassung oder Analyse von Hinweisen auf erhöhten Blutdruck. Bei Smartwatches geht es meist nicht um eine exakte Messung wie mit einer Manschette, sondern um Mustererkennung über Sensoren. Die Uhr kann dadurch auf mögliche Auffälligkeiten hinweisen, ersetzt aber keine medizinische Diagnose.

Unklar bleibt allerdings, wie deutlich sich die angeblich neue Funktion von den bereits eingeführten Hypertonie-Hinweisen unterscheidet. Apple nutzt dafür ebenfalls den optischen Herzsensor, um über längere Zeiträume Hinweise auf möglichen Bluthochdruck zu erkennen. Der neue Bericht spricht von einer verfeinerten oder stärker klinisch validierten Umsetzung, nennt aber keine technischen Details.

Neues Sensordesign auf der Rückseite?

Schon frühere Berichte aus der Lieferkette deuteten auf sichtbare Änderungen an der Rückseite einer kommenden Apple Watch hin. Dabei war von acht Sensoren die Rede, die ringförmig angeordnet sein sollen. Der aktuelle Bericht formuliert die Änderungen nun deutlicher und spricht von einem umfassenden Redesign sowie deutlich verbesserten Sensorfunktionen.

Für Apple wäre das ein wichtiger Schritt, denn die Ultra-Reihe hat sich seit ihrer Einführung äußerlich nur begrenzt verändert. Ein neues Gehäusedesign könnte die Watch Ultra 4 stärker von den bisherigen Modellen absetzen – insbesondere, wenn Apple zugleich die Gesundheitsfunktionen erweitert.

Blutdruck bleibt technisch anspruchsvoll

Eine Blutdruckmessung am Handgelenk ist komplexer als klassische Pulsmessung. Erwartet wird daher keine vollwertige Messung mit konkreten systolischen und diastolischen Werten wie bei einer Manschette. Wahrscheinlicher wäre ein Warnsystem, das auffällige Muster erkennt und Nutzerinnen und Nutzer zu einer medizinischen Abklärung anregt.

Laut Bericht soll die Funktion derzeit von der US-Arzneimittelbehörde FDA geprüft werden. Eine Zulassung oder konkrete Freigabe ist damit aber noch nicht bestätigt. Gerade bei Gesundheitsfunktionen können sich Zeitpläne verschieben, wenn regulatorische Anforderungen nicht rechtzeitig erfüllt werden.

Vorstellung wohl im Herbst 2026

Die Apple Watch Ultra 4 wird dem Bericht zufolge im Herbst 2026 erwartet. Sie könnte zusammen mit der Apple Watch Series 12 und der nächsten iPhone-Generation vorgestellt werden.

Bis dahin bleibt die Einordnung vorsichtig: Die Informationen stammen aus einem Bericht aus der Lieferkette, Apple selbst hat die Pläne nicht bestätigt. Sollte sich der Bericht bewahrheiten, würde die Ultra 4 aber nicht nur ein kosmetisches Update erhalten, sondern vor allem bei den Gesundheitssensoren nachlegen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Für Betroffene – und auch für viele neugierige Nutzerinnen und Nutzer – wären konkrete Blutdruckwerte am Handgelenk natürlich der interessantere Schritt. Genau hier liegt aber die offene Frage: Sollte die Apple Watch weiterhin vor allem Trends erkennen und Warnhinweise ausgeben, müsste Apple klar erklären, worin der Fortschritt gegenüber der bereits verfügbaren Hypertonie-Erkennung besteht.

Noch spannender wäre aus meiner Sicht die nicht-invasive Messung des Blutzuckers. Vor einigen Jahren gab es immer wieder Hinweise auf entsprechende Entwicklungen, zuletzt ist es um dieses Thema aber deutlich ruhiger geworden.

Solche Gesundheitsfunktionen wären für mich tatsächlich ein möglicher Grund für ein Upgrade. Ohne neue Sensoren oder klar erkennbare Zusatzfunktionen blieben eher ein nachlassender Akku oder das Ende von Software-Updates als Wechselgrund – und das wäre dann weniger ein freiwilliges Upgrade als eine pragmatische Entscheidung.