KLEINE TIPPS MIT GROßER WIRKUNG

Malware, Viren und Trojaner: 5 Tipps für mehr Sicherheit am Mac

Mac Life 05.2012 - von Justus Zenker

Wie sicher ist eigentlich OS X? Obwohl das Mac-Betriebssystem, vor allem im Vergleich zu Windows, als wenig anfällig gilt, lässt sich diese Frage nicht leicht beantworten. Und dennoch: Einen Großteil der Sicherheit hat der Anwender selbst in der Hand. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihren Mac mit wenigen Handgriffen besser gegen Angriffe abschotten.

Egal ob Windows-, Linux- oder OS-X-Rechner: Das Größte Risiko geht in der Regel vom Anwender selbst aus. Denn nur dieser hat die Kontrolle darüber welche Dateien aus dem Internet geladen und welche Programme installiert werden. Hinzu kommt die oft lange Reaktionszeit seitens Apple, bis bekannte Lücken gestopft werden, Stichwort Flashback. Und selbst wenn Apple schneller wäre als bisher: Auf Lücken in Laufzeitumgebungen wie Flash oder Java hat Apple keinen Zugriff.

Java deaktivieren

Dabei wird gerade Java nur für einige wenige Anwendungen benötigt. Beim alltäglichen Internet-Konsum kann es sich zumindest lohnen, Java testweise zu zu verbannen. Unter Safari lässt sich die Laufzeitumgebung in den Einstellungen im Reiter Sicherheit deaktivieren.

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Doch nicht nur Safari-Inhalte setzen auf Java, sondern zum Teil auch unter OS X installierte Anwendungen. Um Java systemweit zu deaktivieren, genügt es in den Anwendungen unter Dienstprogramme die Java-Einstellungen zu öffnen. Anschließend lassen sich die Häkchen vor „Java SE 6“ mit einem Klick zu entfernen.

Adobe Flash & Adobe Reader deaktivieren

Ebenso wie Java ermöglicht auch Adobe Flash das Ausführen von Fremdcode. Zwar sind dank Flash systemunabhängige Anwendungen möglich, sicherer wird OS X durch Flash aber nicht. Da deutlich mehr Webseiten auf Flash als auf Java setzen, sollte Flash nicht komplett deaktiviert werden. Allerdings können sämtliche Erweiterungen automatisch blockiert werden. Möglich macht dies das ClickToFlash-Plugin für Safari. Anwendern von Google Chrome und Mozilla Firefox hilft Flashblock, Flash-Inhalte nur auf Kommando zu laden. Mutige können aber auch versuchen, ganz ohne Flash auszukommen.

Von Adobe zwar empfohlen, aber nur beschränkt sinnvoll ist der Adobe Reader, eine Anwendung zur Anzeige von PDF-Dateien. Immerhin hält OS X mit Vorschau.app eine eigene Anwendung zum Öffnen und Bearbeiten von PDF-Dokumenten bereit. Allerdings unterstützt Vorschau.app weder PDF-Formulare noch gewisse Suchfunktionen. Auch für digital signierte und verschlüsselte PDF-Dateien ist Adobe Reader Voraussetzung. Wenn allerdings keine dieser Funktionen benötigt wird, kann der Reader getrost vom System entfernt werden. Dabei sollte vor allem darauf geachtet werden, das Reader-Plugin aus dem Ordner Library/Internet Plug-Ins zu löschen und Safari im Anschluss neuzustarten. Programme wie AppCleaner suchen übrigens automatisch sämtliche im System verteilte Dateien die zu einer Anwendung gehören zusammen, um die Deinstallation sauberer zu erledigen.

Sicherheits-Einstellungen

Bei einer Verbindung mit dem Internet verlassen den Mac Dateien genau so regelmäßig Datenpakete wie diese auf Ihrem Mac eintreffen. Mithilfe einer Firewall kann der Computer entscheiden, ob Pakete von vornherein durchgelassen oder blockiert werden. In den Systemeinstellungen unter Sicherheit im Reiter Firewall lässt sich der Schutzmechanismus auf Wunsch aktivieren. Der einzige Nachteil einer Firewall besteht im Prinzip darin, dass ausnahmsweise auch harmlose Anwendungen blockiert werden könnten. Allerdings lassen sich in den Firewall-Optionen bestimmte Anwendungen manuell freischalten, wenn OS X dies nicht automatisch tut.

Liste sicherer Downloads automatisch aktualisieren

Neben der Firewall enthalten die Sicherheitseinstellungen noch eine weitere Option, um das tägliche Surfen noch ein wenig sicherer zu gestalten: Die Liste für sichere Downloads. Mithilfe der Signaturliste können böswillige Downloads von Vornherein als unsicher erkannt werden, bevor diese Ihrem System Schaden zufügen. Aus diesem Grund sollte die Option so eingestellt sein, dass die Liste für sichere Downloads automatisch aktualisiert wird.

Antiviren-Software

Obwohl immer wieder propagiert wird, Macs bräuchten doch gar keine Antiviren-Software, gibt es für OS X durchaus die passenden Programme. Obwohl Windows-Viren gegenüber Apple-Systemen eigentlich ungefährlich sind, besteht dennoch die Gefahr, dass Trojaner oder Viren unbeobachtet an Freunde oder Kollegen weitergeleitet werden. Allein aus diesem Grund kann sich ein Antiviren-Programm lohnen. Im Mac App Store stehen neben kostenfreien auf kostenpflichtige Apps zum Download bereit. Zudem bieten auch renommierte Hersteller wie McAfee, Kaspersky Lab oder Norton Rundumpakete zum Kauf an.

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Auf Grund schlechter Erfahrungen mit Anti-Viren-Software auf einem Mac kann ich von einer Installation nur abraten. I.d.R. ist die Software nur eine heftige Bremse. Das System wird unbrauchbar. Da könnte man sich gleich einen Virus installieren.

Nach meinen Erfahrungen ist die einzige Ausnahme ClamXAV. Der Wächter läuft im Hintergrund, das System wird kaum belastet und legal kostenfrei ist es auch noch.

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Du hast zwar Recht, aber ClamavX läuft eben gerade nicht ständig im Hintergrund (wozu auch), sondern scannt Dateien bei Bedarf.

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ClamXAV kennt einen Wächter, den man Ordner zuweisen kann. Sobald in den zugewiesenen Ordner neue Dateien gespeichert werden, werden diese gescannt. Dafür muss der Wächter aktiv sein, also beim Systemstart mit gestartet werden. Nebenbei ist der Wächter auch für Mail aktiv. Für die anderen Programme muss man dann den Ordner zuweisen.

ClamXAV selbst ist nur auf "Zuruf" aktiv.

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Ich habe mit Sophos Antivirus gute Erfahrungen gemacht.

Wer auf seinem Mac eine Windowspartition hat sollte unbedingt auf beiden Systemen einen Virenscanner haben da es sein kann, dass sich ein Virus von OS X aus ins Windows Filesystem kopiert.

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Nein, das kann nicht sein. Aber selbst wenn, unter OS X laufen die WinVirene nicht.

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Ähm, Gast 16:15 deswegen schrieb er ja "ein Virus von OS X aus ins Windows Filesystem" Da kann der Virus dann sehr wohl aktiv werden.

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Was darf man sich unter "Gute Erfahrungen gemacht" vorstellen? Wurde Dein Mac infiziert und Sophos hat das verhindert?

Bild von Gast

Hatte mir, da mein WinPC nicht ins Netz wollte teilweise Sachen mit dem Mac gezogen darunter auch Cracks. Sophos hat sofort angeschlagen wenn da nen Trojaner drin war. Das System wurde davon nicht ausgebremmst.

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@Gast ^^ Zitat: "Wer auf seinem Mac eine Windowspartition hat sollte unbedingt auf beiden Systemen einen Virenscanner haben da es sein kann, dass sich ein Virus von OS X aus ins Windows Filesystem kopiert." Ohhh diese Schmerzen diese unglaublichen Schmerzen!!11 Bleib Du mal lieber bei Windows dann ist der MAC auf jeden Fall ein Stück sicherer...

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Gast 16:23
Bleib du mal lieber in der Schule und lerne noch ein bisschen was von der Welt. Kann nicht schaden. Auf jedenfall müssen wir dann keine "schlauen" Kommentare von dir lesen,

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@Gast 17:11,

Mein "Schlauer" Kommentar enthielt eine wahre Aussage. Dein Kommentar hingegen enthielt die gleiche Leere die dem Anschein nach auch in Deinem Kopf vorherrscht...

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Alle die Interesse an dem Thema Sicherheit haben, sollten bei folgendem Link mal vorbeischauen: http://www.macmark.de/osx_security.php#schutz

Wenn man eine Antiviren-Software installieren möchte, dann möglichst nur um Windowsnutzer zu schützen, hier sei ClamXav empfohlen.
Da MacOSX eine von Grund auf andere Systemarchitektur hat als Windows, ist es wesentlich schwerer, Schadsoftware dafür zu schreiben (Viren, Würmer, rootkits, kernel-Module). Trojaner (FlashBack) sind darauf angewiesen, daß sie der Benutzer selbst installiert und benötigen keine Sicherheitslücke.
Zu der gesamten Thematik kann ich folgenden Link sehr empfehlen:
http://www.macmark.de/osx_security.php

Beste Grüße!

Bild von Gast

Hallo,
Ich kann nur sagen lest mal ein wenig intensiver auf der Site von MacMark.de, da gibt's viele gute Infos rund um OS X. Und n als Virenscanner kann ich CalmXav nur empfehlen.
Ich selbst war bisher von Onyx und Programmen wie AppCleaner recht gut überzeugt, jedoch die Argumente von Mark sind stärker.

Grüße

Bild von Gast

Zitat:
"Obwohl Windows-Viren gegenüber Apple-Systemen eigentlich ungefährlich sind, besteht dennoch die Gefahr, dass Trojaner oder Viren unbeobachtet an Freunde oder Kollegen weitergeleitet werden. Allein aus diesem Grund kann sich ein Antiviren-Programm lohnen."
Zitat Ende.

WinUser haben eh ein AV laufen. Warum sollten sich ausgrechnet MacUser um die Sicherheit der WinDOS - Kisten kümmern? Ich hab doch kein System, das kein AV braucht, um dann eines für WinUser zu installieren?

Bild von Gast

Es gibt leider immer noch M$-Nutzer ohne ein AV-Programm installiert...

Bild von Gast

Dein Kollege oder Freund wird sich bedanken wenn Du ihm Virenverseuchte Daten gibst. Selbst wenn er einen AV Scanner hat - auf sowas kann man verzichten. Macht auch keinen guten Eindruck...

Bild von Steven

Danke für den "AppCleaner". Habe schon lange nach einer guten Alternative für das 8$ teure "AppDelete" gesucht.

Bild von Gast

An alle psychos die ihr Mac mit Aktivieren Schwachsinn verseuchen sollten sich erstmal das hier durchlesen!

http://www.giga.de/unternehmen/apple/news/trojaner-viren-und-co-wie-sicher-sind-iphones-ipads-und-macs-teil-2/

Der junge hat Ahnung und sagt was Sache ist.
Eine Antivirus software ist definitiv Schwachsinn und schadet mehr als das sie hilft.

Bild von Gast

Bei Dir hätte sie geholfen....

Bild von Gast

ich habe VirusBarrier x6 installiert. Gibts bei Gravis immer für ein Jahr kostenlos wenn man einen neuen Mac kauft. Der ist wirklich super. Da kann man auch einfach Cookies von bestimmten Seiten blocken und bei machen dann doch wieder freischalten, beispielsweise wenn man eine Seite mit einem passwortzugang hat. Das ist echt praktisch. Kostet halt vergleichsweise viel. Kann sein, dass der ein bisschen das System ausbremst.

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