Der Flash-Player, von Adobe zusammen mit dem Hersteller Macromedia vor knapp 5 Jahren übernommen, ist nicht nur die Grundlage vieler Animationen im Web. sondern soll auch zunehmend Funktionen des Betriebssystems übernehmen – wenn die jeweiligen Hersteller zustimmen würden.
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Hier aber weigert sich nach Aussage von Lee Brimelow, Flash Platform Evangelist, vor allem Apple, nähere Spezifikationen bereit zu stellen. Schon seit Langem ist Flash zu mehr in der Lage, als nur nette Animationen und Scripts ablaufen zu lassen: mit der auf Flash basierenden Erweiterung „AIR“ (Adobe Integrated Runtime) ist Adobe in der Lage, das lokal installierte Betriebssystem und eine Web-Applikation wie den Times Reader fast nahtlos zu integrieren. Damit aber greift man insbesondere auf die Grafik-Bibliotheken des Betriebssystems zurück. Um beispielsweise Filme abspielen zu können, die als H.264 kodiert sind, also hochauflösendes Videoformat, das auch ausreichend schnell per Stream geladen werden kann, ist unter Mac OS X die QuickTime-Abstraktionsschicht zuständig. Genau dies aber will Adobe mit seinem Flash-Player auch.
Während QuickTime als eine der „heiligen Kühe“ des Mac OS aber volle Unterstützung der Hardware genießt und entsprechend beschleunigt wird, steht Adobe Flash vor der Tür. Anders auf Windows: dort hat Adobe vollen Zugriff auf die erforderlichen APIs (Schnittstellen) und kann die Leistung des Systems nutzen. Auf dem Mac müssen die Programmierer allerdings Kopfstände machen – und daher sieht auch die Performance nicht so gut aus. Im Gegenteil: der Prozessor schaltet selbst bei einfachen Flash-Applikationen unter Mac OS X auf volle Touren und reißt die Lüfterdrehzahl gleich mit.
Unangenehm ist dies vor allem bei Filmen, die auf YouTube veröffentlicht werden, da diese im Flash-Format kodiert sind. Brimelow liebt den Mac und arbeitet auch damit, aber er ist sehr verärgert darüber, dass Apple nicht die APIs zur Verfügung stellt, mit denen er in der Lage ist, die Entwicklung des aktuellen Flash-Players 10.1 auch vollständig auf den Mac zu übertragen. Dies sei auch der Hintergrund dafür, dass man es nicht schaffe, den Flash-Player für das iPhone so zu entwickeln, dass er ordentlich funktioniere.
Er verwahrt sich daher dagegen, Adobe sei arrogant und wolle keinen richtigen Flash-Player mehr entwickeln für den Mac. Das Gegenteil sei der Fall, aber hier müsse sich Apple bewegen.



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Apple, ihr kleinen Egomaniacs in eurer kleinen, kleinen Egowelt... Das ist echt traurig :-) und der Grund, wieso sich Apple NIEMALS bei jedem durchsetzen kann.
Richtig, das ist der Haufen der es nicht geschafft hat rechtzeitig auf 64-Bit umzustellen.
Auch da ist sicher Apple dran Schuld, dass Adobe Ihre Software bei der Portierung auf Intel nicht gleich auf Cocoa sondern auf Carbon umgestellt haben. Wie kann Apple auch ein Framework einfach so "einstellen" und das auch noch vorher ankündigen.
Und Flash... wer braucht das schon. Ok Gordon.
LL&P
David
Da rennen doch beide Firmen mit Kopf gegen die Wand. Was Apple mit Quicktime will (und auch macht), möchte Adobe ja auch letztlich auch, nämlich einen Webstandard für Videos schaffen bzw. haben. Oder wie seht ihr das?
Ich finde es schade, dass die beiden unbedingt Konkurrenzkämpfe ausüben müssen.
2006 war Adobe noch gleich als erster auf der Keynote und versprach, alle Adobe Creative Suite Programme nativ auf Intel umzuschreiben. Was ist passiert? Nur weil Apple mit Aperture ein (aus Adobe's Sicht) Konkurrenzprogramm zu Adobe Photoshop Lightroom geschaffen hat, wird Apple immer weniger unterstützt. Programme mit vielen Bugs und fehlende Unterstützung sind das Produkt dieser Konkurrenzkämpfe, die mir, entschuldigt bitte, ein bisschen kindisch vorkommen...
Wieso baut Adobe den Flashplayer nicht so das er entsprechende Funktionen wie Video abspielen einfach an das System weiter gibt? Adobe will einfach wieder seinen "Mist" druchdrücken, genau so wie beim Photoshop. Und dann alles von sich weisen, langweiler sind das.
@rafi: Wenn ich zum abspielen von Flash-Videos ein anderes Programm als den Flash-Player brauch, weil der Flash-Player für nichts anderes da ist, als Quicktime zu öffnen, wozu brauch ich dann den Flash-Player!?
Jeder will "nur seinen Mist durchdrücken". Apple genauso. Sonst würden die ihre Programmierschnittstellen auch für andere zugänglich machen. Ist doch genau das gleiche wie mit dem iPhone. Deswegen kann das Teil nicht mal Visitenkarten per Bluetooth senden/empfangen.
Ich kann nicht verstehen, weshalb man einem unzugänglichen und proprietären Format solche Beachtung schenkt. Zudem ist man der Willkür von Adobe ausgesetzt. Die Spezifikation kann jederzeit und ohne Vorwarnung geändert werden. Flash ist ein typisches Produkt, dass von Designer für Designer entwickelt wurde und das sieht man ihm auch an. Ich kann deshalb das Verhalten von Apple durchaus verstehen und möchte noch anfügen: Gut gemacht, weiter so.
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