SECURE ELEMENT MIT USIM UND NFC

Dünneres iPhone: Apple möchte virtuelle SIM-Karte patentieren lassen

04.11.11 | 10:53 Uhr - von Martin Dirk Zimmer
(Bild: http://www.patentlyapple.com/patently-apple/2011/11/apple-introduces-us-to-the-virtual-sim-card.html)

Als „Secure Element“ soll die jetzt von Apple patentierte, virtuelle SIM-Karte den Mobilfunk-Nutzer gegenüber dem Anbieter ausweisen, ohne dafür den bisher benötigten Platz eines Kartenlesers zu verschwenden. Die dadurch möglichen, dünneren iPhones könnten noch dazu mit NFC ausgestattet sein.

Die althergebrachte, in GSM-Netzen bis heute übliche SIM-Karte scheint Apple bei der Konzeption seiner iPhones wirklich immens zu stören. Obwohl das Konzept „eSIM“ schon einmal am Widerwillen der Mobilfunk-Anbieter scheiterte und auch die als Kompromiss ins Feld geführte „Nano-SIM“ bisher nicht umgesetzt wurde, bleibt Apple zur Virtualisierung der Nutzer-Kennung am Ball.

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Der jetzt veröffentlichte Patentantrag Apples von Ende 2010 ersetzt nicht nur die bekannte Kombination aus chipbewehrtem Plastikkärtchen und eigens dafür verbautem Kartenleser durch das als „gesichertes Element“ bezeichnete Bauteil, sondern spendiert diesem in einer Variante sogar noch einen integrierten Router für Near Field Communication (NFC).

Beide Technologien sind in der Gerüchteküche um das iPhone nicht neu und wurden zuletzt auch für das iPhone 5 thematisiert, das sich als iPhone 4S entpuppte. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Vielleicht kann Apple dieses Patent, wie so viele andere, mittel- oder langfristig noch anwenden.

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Wenn ein Patent so einfach beschrieben werden kann, dann ist es kein Wunder, dass hier so ein Patentkrieg herrscht. Jeder Depp kann 6 Kästchen aneinander klatschen und es als Erfindung verkaufen.

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Touche´

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Genau da liegt ja die Herausforderung eines Patentantrags: er muss einerseits so speziell sein, dass er als Erfindung anerkannt wird; andererseits muss er so pauschal wie möglich formuliert sein, um mit der Erfindung möglichst viel abzudecken und so anderen kaum Lücken für ähnliche Technologien zu gewähren. Summa summarum kommt man auf so eine "kindgerechte" Erfindungsskizze. Abgesehen davon stellt das Bild ja nicht den gesmaten Patentantrag dar. Da fehlt sicher noch einiges.

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Eine SIM-Karte ist heutzutage ungefähr genauso "sinnvoll", wie der KFZ-Schein oder die Lohnsteuerkarte. Die Netzanbieter sehen durch den Verlust der SIM-Karte nur ihren vermeintlichen Einfluss schwinden, ohne auch nur ansatzweise über die Vorteile nachdenken zu wollen. Verhindern werden sie diesen Schritt aber nicht. Sie wollen nur Zeit gewinnen, um ihrer mangelnden Fantasie Raum zu geben.

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Die eSIM macht sicherlich sinn und wenn Apple dann noch einen Patenteintrag dazu erhält ist dies sicherlich perfekt für Apple.

Die Near Field Communication (NFC) wird voraussichtlich mit den kommenden Modellen auch Einzug erhalten und macht so langsam auch Sinn wie zum Beispiel für die eTickets im öffentlichen Nahverkehr wie der Touch-Points der Deutschen Bahn...

Bild von JeanLuc7

Die eSIM ist aber doch bereits entwickelt (nicht von Apple). Wenn es da also Chancen für ein Patent gibt, dann doch höchstens für die Kombination mit NFC. BTW: In Deutschland gäbe es dafür kein Patent, weil eine Kombination aus bestehenden Dingen ohne "überraschende Eigenschaften" die nötige Erfindungshöhe nicht erreicht.

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"BTW: In Deutschland gäbe es dafür kein Patent, weil eine Kombination aus bestehenden Dingen ohne "überraschende Eigenschaften" die nötige Erfindungshöhe nicht erreicht."

... was auch richtig so ist. Ansonsten könnte Peter das LaptopPad neu verkaufen. Aufgeklappt ein Laptop, zugeklappt auf dem Deckel das Touchpad. Apple würde Augen machen.

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Ah, du meinst die Geräte, die HP, IBM, Acer, ... bereits seit Ewigkeiten im Programm haben ;-)

PS: Obwohl das jetzt ironisch gemeint war: die Geräte waren/sind tatsächlich cool. Entfernt man die Tastatur, hat man einen TabletPC und kann damit frei hantieren. Mit Tastatur ist es ein "normaler" Laptop. Wir haben bereits 2005/2006 darauf gesetzt und sie zur Steuerung bei Demonstrationsprototypen verwendet. Sie Software lief auf dem Tablet und die Signale gingen via W-Lan an die Geräte. Damals hat das niemand registriert. Erst im Zeitalter von iPad sind solche Steuerungen auf einmal cool... verrückte Welt!

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Teils kommen solche Geräte einfach nicht an. Vermarktung und Werbung ist die halbe Miete.

Außerdem will Peter nicht die Tastatur entfernen, sondern er nimmt ein Laptop a la Macbook Air und klatscht auf den Deckel das Pad. So könnte man sogar noch am Laptop arbeiten und gleichzeitig seinem Gegenüber ein Jpeg mit einem Stinkefinger anzeigen lassen, ein Symbol mit "bitte nicht stören" oder die nette Dame im Zug gegenüber von dir unauffällig und charmant mit einem Rosenbild nach einem Date bitten.

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Ich glaube, du hast da was falsch verstanden. Bei den beiden Vorrednern ging es nicht darum ein Tablet auf das Notebook zu klatschen und was darstellen zu lassen, während man normal am Notebook weiter arbeitet.

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Sollen sie eSim doch patentieren lassen. Damit begraben sie die eh schon kaum vorhandenen Chancen ihrer Vorstellung die alte Sim Karte endlich abzuschaffen endgültig.

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Was soll denn der Sch.... Von mir aus macht sowas - aber als "Standard" - darauf beruft sich Apple ja so gerne - und nicht schon wieder mit Patent. Das öffnet wieder irgendwelchen Exklusiv-Verträgen mit Mobilfunk-Providern Tür und Tor.

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Wo soll denn da ein MAchtverlust für die Mobilfunkanbieter sein? Es sind weiterhin sie die das Telefon zum laufen bringen, nur dass sie hierzu keine Ressourcen und Kosten mehr in die Herstellung der Chips stecken müssen, und stattdessen das Gerät einfach über die IMEI aktivieren. Also haben eigentlich alle nur Vorteile.

Bild von JeanLuc7

Nun ja. Für die MNOs ist die SIM-Karte etwas heiliges, garantiert sie doch die volle Kontrolle über den Vertrag ("SIM-Lock"). Bei e-SIM ginge der Vertragswechsel viel schneller, und vor allem könnte man im Ausland mal eben umschalten vom teuren Roaming auf Landesgebühren (bspw. in Österreich traumhaft billig). Daher scheuen die MNOs die eSIM wie der Teufel das Weihwasser.

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Welches Telefon hat denn heute noch einen SIM-Lock? Ich habe mir letzte Woche ein Samsung bei T-Mobile gekauft und es funktioniert auch mit Vodafone-Karten. Dem Anbieten kann es doch ziemlich egal sein, bekommt er doch monatlich die Gebühren aus meinem Vertrag. Einzig bei Auslandsaufenthalten geht dem Anbieter was "verloren", dass dürfte aber ohnehin nur die wenigsten betreffen.

Wieso geht der Vertragswechsel bei eSIM schneller? Wenn ich von T-Mobile zu Vodafone wechsle, bekomme ich eine neue SIM und gut ist. Bei einer eSIM müsste diese erst neu programmiert werden.

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iPhones haben bei T-Mobile einen Lock. Kannst diese nicht in anderen Netzen verwenden! Alle anderen Telefone sind jedoch frei.

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Kauf Dir mal ein IPhone 4S bei T-Mobile- dann hast Du Dein gesimlocktes Gerät!

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War heute beim T-Laden. iPhone hat tatsächlich einen Lock, ist aber das EINZIGE Gerät, dass so etwas hat. Wen interessiert das schon? Vodafone-iPhones haben keinen Lock drin. Dann geht man eben zu denen, Nummer kann man ja Mitnehmen.

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Stört nicht nur Apple, stört im Grunde jeden, der Müll.
Lieber heute als morgen weg mit der Sim-Karte. Und am besten so, dass man eine Nummer auf mehreren Geräten verwenden kann, ohne irgendwelchen Zirkus.

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Das wäre ja sowas von 2011 .. ich bitte dich. Back to the Past!

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