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OS X Mountain Lion: Gatekeeper, der Malware-Schutz für den Mac

18.02.12 | 14:53 Uhr - von Justus Zenker

Im iOS-Königreich regiert Apple mit eiserner Hand: Nur was an den App-Store-Prüfern vorbei kommt, darf seine Software auf dem iPhone, iPad und iPod touch anbieten. Potenziell schadhafte oder spionierende Apps haben unter iOS somit kaum eine Chance. Auf dem Mac kontrolliert Apple hingegen nur die über den Mac App Store angebotene Software, nicht aber über andere Wege verfügbar gemachte Programme. Mit Gatekeeper will Apple ebensolche Programme ausgrenzen und so für mehr Sicherheit sorgen.

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Prinzipiell gilt auf dem Mac wie auch auf einem Windows-PC: Das größte Risiko ist der Anwender selbst, da nur dieser Programme herunterladen und installieren kann. Doch die freiwillige Beschränkung auf Software aus dem Mac App Store ist auch ohne Gatekeeper möglich: Die wahre Kraft der neuen Technik liegt deshalb im goldenen Mittelweg. Neben der kompletten Wahlfreiheit in Bezug auf Software und der totalen Beschränkung auf Mac-App-Store-Downloads können auch Anwendungen zugelassen werden, die von registrierten Entwicklern über eigene Vertriebswege im Internet angeboten werden. Möglich macht dies eine Art digitale Signatur, die Entwickler in ihre Anwendungen integrieren können. Dritt-Apps ohne Signatur wird in diesem Fall von Gatekeeper der Zugang zum System verwehrt.

  • Gatekeeper, der „Torhüter“: Ob nur Apps aus dem Mac App Store, Apps aus dem Store und Anwendungen von registrierten Entwicklern oder alle Programme. Apple überlässt dem Anwender die Qual der Wahl

Zumindest für Software-Entwickler hat Gatekeeper aber auch einen Nachteil: Um Apps digital „unterschreiben“ zu können, ist eine Mitgliedschaft im Apple-Entwicklerprogramm Voraussetzung, für die Apple jährlich 99 US-Dollar berechnet. Vor allem kleinere, unabhängige Entwickler sowie Open-Source-Entwicklergemeinschaften könnte Gatekeeper treffen.

Aus Apples Sicht ist der Schritt allerdings nachvollziehbar: Mitglieder des Entwicklerprogramms können ihre Apps im Mac App Store anzubieten, bei kostenpflichtigen Apps landen 30 Prozent des Verkaufspreises direkt in Apples Schatzkammer.

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Bild von Gast

Die Profile zum signieren bekommt man bei Apple neuerdings auch ohne Mitgliedschaft. Man muss sich nur registrieren.

Bild von Gast

der nächste schritt ist es dann fremdanbieter ganz auszuschließen, darauf hab ich keinen bock, dann benutz ich wieder windows...

Bild von Lion-97

Also ich habe die Bio von SJ gelesen, und da stand drin, dass das Board ausdrücklich verlangt hat, dass auch Drittanbieter Apps laufen lassen können. Ich denke also, deine Sorge ist unbegründet ;)

Bild von Tilli54

Noch mehr Vorbestimmung von Apple. Also das lass ich mir nicht geben. Es ist zwar ein netter Schritt um Macs von Malware freizuhalten, aber wenn ich nur noch von Entwicklern kaufen kann und es keine Freeware mehr gibt, da die OpenSource Entwickler ja die 99$ pro Jahr zahlen müssen, geh ich wieder weg vom Mac, oder behalte OS X Lion! Solange man diese Funktion ausschalten kann ist alles in Ordnung aber sobald dies nicht mehr geht bin ich weg!

Bild von Gast

Glaube ich nicht. Dieses "lass ich mir nicht bieten" oder "ich geh wieder weg" ist doch eh nur hohles gelabere! Das weiß Apple natürlich auch und deswegen machen sie es... und siehe da, es funktioniert!

Bild von Tilli54

Doch, dann geh ich weg. Und dann behalte ich die Mac Hardware, packe Windows oder Linux drauf und fertig. Ich hab damit kein Problem glaub mir. Ich werde nur dem alten Apple Prinzip "nachheulen" nämlich dem Think different Prinzip. Heute heißt es ja eher Think like us!

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Also ich ziehe das seit fast 2 Jahren durch. Keine nennenswerten Investitionen mehr in der Richtung und wenn es so weiter geht hab ich in 1-2 Jahren nur noch den iPod (mit Linux drauf). In meinem Umfeld kehren sich Einige von Apple ab aber es kommen auch neue dazu. Vor allem weniger Technikaffine mit großem Geldbeutel. Eine gute Zielgruppe.
Die Umstellung ist nicht ganz einfach aber ich bin froh aus dem goldenen Käfig herauszukommen. Die weitere Entwicklung bestätigt das.
Für Apple ist es wahrscheinlich der richtige Weg. Für mich nicht.
Das Problem ist nur, dass die Konkurrenz jetzt auch diesen Weg einschlägt.

Bild von Gast

Wenn Apple die 99$ weglässt, um Programme zu signieren, sieht alles gut aus. Ich kann mir vorstellen, es ist eine Zwischenlösung dahin, dass in Zukunft praktisch alle Software signiert ist, also von Freeware bis zu teuren Paketen. Irgendwann würde dann Gatekeeper unsichtbar sein und unsignierte Software einfach blockieren. Egal, ob sie nun aus dem AppStore kommt, von irgendeiner Webseite oder vom USB Stick.

Bild von Tilli54

Nein das wäre auch keine Lösung zwar immerhin schon besser als mit 99$ aber immer noch keine perfekte Lösung, denn um von Apple signiert zu werden muss ich mich den App Store Regeln beugen und das tun viele (vor allem OpenSource Entwickler) nicht. So wäre eine vollständige Zensur durch Apple möglich. Außerdem wenn Gatekeeper unsichtbar wird, dann tritt ja genau das ein was ich befürchte, nämlich bist du nicht mehr der Herr über deinen Rechner. Da liegt das Problem.

Bild von Gast

Diese Funktion ist einzig und allein dafür da, um gecrackte MAS-Software nicht mehr laufbar zu machen. Somit trocknet man schön den See der Raubkopierer aus... bin ich mir 100% sicher!

Bild von Gast

Diese Funktion ist einzig und allein dafür da, um gecrackte MAS-Software nicht mehr laufbar zu machen. Somit trocknet man schön den See der Raubkopierer aus... bin ich mir 100% sicher!

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