Nach neun Jahren verabschiedet sich Apple von seiner 30-poligen Schnittstelle, die mit dem iPod der dritten Generation eingeführt wurde. Ein kleineres iPhone verlangte aber einen kleineren Anschluss zum Laden und Synchronisieren – analog zu Thunderbolt am Mac gibt es seit dem heutigen Apple-Event am iPhone 5 und an den aktuellen iPods die Lightning-Schnittstelle.
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Wie beim MagSafe-Anschluss ist es beim Lightning-Stecker egal, in welcher Richtung er mit dem Telefon verbunden wird. Dadurch ist er einfacher im Alltag zu handhaben. Er ist ganze 80 Prozent kleiner als der alte Dock-Connector, er muss aber statt der bisherigen 30 Pole nur acht Datenleitungen mit dem iPhone oder iPod verbinden. Phil Schiller sagte dazu auf dem „It’s almost here“-event, dass so viele Leitungen nicht mehr nötig seien. Das meiste von dem, was der alte Connector übertragen musste, gelangt nun drahtlos auf das iPhone. Zusätlich erkennt Lightning, was für ein Zubehörprodukt angeschlossen ist und verwendet die vorhandenen physischen Leitungen für die Übertragung nur der jeweils nötigen Signalarten.
Neun Jahre iPhones und iPods mit der gleichen Schnittstelle haben dazu geführt, dass sich Anwender und Hersteller von Zubehör daran gewöhnt haben. Neben Ladekabeln sind es besonders Docking-Stationen, die sich nicht so einfach mit dem iPhone 5 verstehen werden. Schiller versprach aber, dass Apple „an einem Haufen Zubehör“ arbeite, um alte Docks nicht so schnell ausrangieren zu müssen. Außerdem arbeiten Firmen wie Bose, JBL, Bowers & Wilkins und Bang & Olufsen bereits an Soundsystemen mit dem neuen Anschluss.
Apple bietet drei verschiedene Lightning-Adapter an. Der Adapterstecker von 30-Pin auf Lightning kostet 29 US-Dollar, das 20 Zentimeter lange Adapterkabel kostet 39 US-Dollar. Zum Anschluss an einen Mac oder einen PC ist ein Lightning-auf-USB-2.0-Kabel für 19 US-Dollar im amerikanischen Apple Store erhältlich. Deutsche Preise sind derzeit noch nicht verfügbar.
Seit der Einführung von Thunderbolt im Februar 2011 wurde immer wieder auf eine Zeile aus Queens „Bohemian Rhapsodie“ verwiesen: „Thunderbolt and lightning – very very frightening …“ Apple hat eine gute Prise Humor bewiesen, indem die neue Schnittstelle für das iPhone ausgerechnet nach dem Queen-Titel benannt worden ist.
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