SUBWOOFER, AMP PLUS ZWEI PASSIVE SATELLITEN

Test: DAP Audio Club Mate 12

Beat 9.2011 - von Maya C. Sternel

Club Mate 12

Bewertung:
befriedigend (4.0)
Preis: 495 Euro
Hersteller: DAP Audio
Alternative: The Box CL 108/112 519 Euro www.thomann.de Soundhouse One 879 Euro www.hkaudio.com
gutes Preis-Leistungsverhältnis
kompakte Bauweise
gute Verarbeitung
gute Abstimmung
homogener Sound
keine Rollen am Subwoofer
keine Flugpunkte für Satelliten
Eckdaten:
Subwoofer:
• Zwölfzoll-PA-Woofer
• Class-AB-Verstärker
• 350 Watt RMS für Bässe
• 2 x 120 Watt RMS für Höhen
• Frequenzgang: 50 – 125 Hz
• Trennfrequenz: 125 Hz
• max. Schalldruckpegel: 125,4 dB
• Gewicht: 33,6 Kilo
Satelliten:
• Zweiwege-Bassreflex-Boxen
• 6½-Zoll Bass-/Mitten-Chassis
• Einzoll-Hochtöner
• Frequenzgang: 125 Hz – 20 kHz
• Trennfrequenz: 2,7 kHz
• max. Schalldruckpegel: 115,8 dB
• Abstrahlwinkel: 90° x 60°
• Gewicht: 8 Kilo

Subwoofer, Amp plus zwei passive Satelliten – aus bewährten Standard-Bauteilen stellt DAP Audio mit der Club Mate 12 eine preiswerte Club-PA zusammen. Ob sie damit auch zum Freund des DJs wird?
von Maya Consuelo Sternel

Die Idee ist nicht neu: Man nehme ein mittelgroßes Gehäuse, packe Verstärker, Klangregelung und Anschlüsse rein und verbaue das Ganze mit einem ordentlichen Bass-Chassis zu einer Steuerzentrale mit Subwoofer. Dazu spendiere man noch zwei passive Satelliten für die hohen und mittleren Frequenzen – schon hat man eine richtig kompakte PA am Start. Die Club Mate 12 von DAP Audio ist genau nach diesem Prinzip konstruiert. Was dabei rauskommt, hat Beat in einem für Mensch und Material ziemlich anstrengenden Test erprobt.

Schwer & kompakt

Schweißtreibend bereits der Beginn, denn besagter Subwoofer mit integrierter, konventioneller Verstärkereinheit, Schalt- und Regelelektronik, Anschlüssen und Lüfter ist in einem 13-lagigen, schwarz beschichteten und 33 Kilo schweren Sperrholzgehäuse verbaut. Die zwei eingearbeiteten Tragegriffe machen das Kraftpaket zwar transportabel, schöner wären allerdings zusätzlich vier anständige Rollen gewesen.

Dazu kommen noch zwei acht Kilo leichte Satelliten mit Hochständerflansch, die mit amtlichen Speakon-Kabeln an den Verstärker anzuschließen sind. Als Eingänge stehen mit Cinch- sowie XLR-Kombi-Buchsen alle gängigen Optionen zur Verfügung. Das Set ist schnell verkabelt und eingeschaltet. Zu hören ist nichts. Lediglich die Satelliten geben ein kaum wahrnehmbares Rauschen von sich, was für passive Boxen bei geschlossenem Volume-Regler eher ungewöhnlich ist, aber nicht wirklich stört. Auch der geregelte Lüfter springt erst dann an, wenn Kühlung gefragt ist, und arbeitet, wie wir später dankbar feststellen, auch dann noch angenehm leise. Wir sind schon sehr gespannt auf den Sound der Club Mate 12, schauen uns aber vorher noch mal das Datenblatt an, um zu sehen, was unsere Ohren erwartet.

Ist gut bestückt

Eine Endstufe mit 350 Watt treibt ein Zwölfzoll-Langhubchassis im Subwoofer an, das zwischen 50 und 125 Hz ordentlich Schalldruck, nämlich satte 125,4 dB in der Spitze erzeugen soll. Die zwei kleinen Satelliten dazu verarbeiten überraschend starke 120 Watt RMS pro Box. Bestückt sind sie als Zweiwege-Lautsprecher mit einem leistungsfähigen, Poly-Carbonat beschichteten Einzoll-Hochtöner mit 25 mm Schwingspule und Neodym-Magnet sowie mit einem 6½-Zoll-Mitteltöner. Die Trennfrequenz liegt bei 2,7 kHz. Zusammen haben sie einen Wiedergabebereich zwischen 125 Hz und 20 kHz. Der maximale Schalldruck wird mit 115,8 dB angegeben. Der Abstrahlwinkel ist mit 60 mal 90 Grad günstig gewählt. Den technischen Daten nach haben wir es also mit einem leistungsfähigen Gesamtpaket zu tun. Die Vorfreude steigt.

Ist gut behütet

Aber auch in puncto elektronischer Klangreglung und Sicherheit hat die Club Mate 12 noch einiges zu bieten. So arbeiten ein integrierter dynamischer Kompressor und eine Limiter-Schutzschaltung im Hintergrund, die das System vor Überlastung schützt. Ein Subsonic-Filter greift ab 45 Hz und verhindert eine mechanische Beschädigung des Subwoofers durch zu große Auslenkung. Der Hochtöner hat einen High-Driver-Schutz. Es wurde also einiges getan, um das Material und damit auch den Geldbeutel vor übermäßiger Beanspruchung zu schützen.

Geht gut ab!

Um so wilder sind wir entschlossen, es endlich krachen zu lassen. Außerdem müssen wir uns beeilen, denn die ersten Gäste trudeln ein und wollen sich gleich richtig bewegen. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, denn wir machen für Besuch aus Südamerika heute eine Samba-Sause. Los geht’s. Von CD kommt knackige Percussion, die Bläser drücken mächtig. Vielstimmig geht es zu und die Club Mate 12 schlägt sich wacker. Die Satelliten und der Subwoofer, deren Lautstärkerelation zueinander am Subwoofer geregelt werden kann, wobei die Bässe dazugedreht werden, lassen sich gut aufeinander abstimmen und machen zusammen mächtig Druck. Die Satelliten lösen dabei gut auf, der Bass bleibt knackig, macht aber auch gut Bauch. Die Mittentransparenz ist zwar nicht ganz die Oberliga, aber insgesamt sind wir angenehm überrascht. Das ändert sich auch nicht, wenn wir die Anlage in die Nähe des Limits fahren, was bei einer Gästezahl von 100 Tänzern durchaus nötig wird.

Lohnt sich

In dieser Größenordnung ist die Club Mate 12 von DAP Audio also durchaus partytauglich. Danach wünscht man vor allem dem Subwoofer mehr Schub und den Satelliten ein wenig mehr Klarheit in den oberen Mitten. Aber wir haben es hier ja auch mit einer hübschen kleinen Partyanlage zu tun, die wir uns übrigens auch gut als kleine Gesangsanlage vorstellen können, und nicht mit einer Festival-PA. Solange man also die Kirche im Dorf lässt, ist man mit dem Material und seinem homogenen Sound bestens bedient. Auch deshalb ist das Preis-Leistungsverhältnis günstig.

Mehr zu: DAP Audio | Satelliten | Subwoofer

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