SPIELE | Street Fighter IV 1.00.00

Street Fighter IV: Shouryuken!

Mac Life 03.2010 - von Matthias Jaap

Street Fighter IV 1.00.00

Street Fighter IV: Shouryuken!: Street Fighter IV

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Hersteller: Capcom

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Ausgerechnet auf das iPhone als erste Mobilplattform hat Capcom Street Fighter IV umgesetzt, ein Beat’em Up, für das sich Fans extra Joysticks kaufen, um wie in der Arcade zu zocken. Der Trailer beeindruckte mit schnellem Gameplay, doch wie steuert sich das Spiel auf dem iPhone?

Street Fighter IV ist nicht die erste bekannte Franchise von Capcom, die das iPhone beehrt, doch Mega Man, Ghosts’n’Goblins und Resident Evil hatten alle mehr oder weniger große Schwächen.

Zwölf Kämpfer haben es auf das iPhone geschafft: Ryu, Ken, Dhalsim, Chun Li, Cammy, Abel, Guile, Zangief, Blanka, Sagat, DeeJay und M.Bison. Es darf erwartet werden, dass Capcom per In-App-Kauf weitere Kämpfer anbieten wird - dass der Sumoringer E.Honda zum Beispiel nicht dabei ist, dürfte Fans der Serie überraschen.

  • Wie hat sich Abel bloß in die iPhone-Version geschummelt? Vermutlich hat er von der französischen Sprachversion profitiert...

Steuerung

Die Steuerung erfolgt über einen virtuellen Joystick und vier wie bei einem SNES-Pad angeordnete Feuertasten. Die Transparenz der Steuerung lässt sich einstellen. Optional lassen sich die Special-Moves auf eine Feuertaste legen und dann ganz einfach ausführen. Nötig ist das allerdings nicht: Ken und Ryus bekannte Special-Moves (Shouryuken und Hadouken) gelangen auch ohne vorherigen Gang in den Übungsraum, auch wenn es auf dem Touchscreen etwas schwerer fällt, eine Ki-Attacke nach der anderen auf den Gegner zu schleudern. Von allen Prügelspielen auf dem iPhone macht die Steuerung von SFIV den bisher „straffsten“ Eindruck. Capcom hat auch Zwei-Spieler-Duelle über Bluetooth eingebaut.

Grafik

Auch wenn bei der ersten Präsentation der Eindruck entstand, die Grafik würde im Vergleich zu Arcade, Konsole und PC „nur“ geschrumpft, müssen iPhone-Spieler grafische Einbußen hinnehmen. Zum einen wirken die Charaktere etwas pixelig und zum anderen ist der Hintergrund eine leblose Tapete, auf der noch weniger los ist als im alten Street Fighter II. Auf 3D-Effekte hat Capcom auf dem iPhone verzichtet.

Positiv fällt hingegen gleich die flüssige Animation der Spieler auf, die Framerate lässt auch auf einem iPhone 3G (Testgerät) nichts zu wünschen übrig: Keine Ruckler und viele Animationsphasen - trotz der Einbußen sieht Street Fighter IV gut aus.

  • Sind von einem "Wo ai ni" weit entfernt: Ryu und Chun-Li beim Rendez-vous in China.

Modi und Optionen

Street Fighter IV gibt es in englischer, französischer und japanischer Sprache. Die Sprachauswahl erfolgt in den Optionen. Die Sprachausgabe liegt auf Englisch und Japanisch vor - außer einem Standardsatz am Matchende haben Ryu & Co. aber ohnehin nicht viel zu sagen.

Neben dem Turnier, bei dem es der Reihe nach gegen die sieben anderen Kontrahenten geht - zusätzliche, nicht auswählbare Boss-Kämpfer gibt es nicht - gibt es Free-Sparing (schnelles Match gegen den Computer), einen Trainingsraum zum Üben der Steuerung und den Dojo, Im Dojo müssen diverse Aufgaben erfüllt werden.

Fazit

Trotz grafischer Einbußen und nur acht Charakteren überzeugt Street Fighter IV dort, wo es drauf ankommt: Die Steuerung ist für ein reines Touchscreen-Gerät sehr gut, es spielt sich hervorragend und trotz des geringeren Umfangs im Vergleich zur Konsolenversion bleibt genug Street Fighter übrig. Namco, SNK, Sega, Gameloft: Bitte abschauen und schamlos kopieren. Street Fighter IV ist das erste iPhone-Spiel von Capcom, das überzeugt - und wer sich in der Street-Fighter-Historie nur ein wenig auskennt, wird ahnen, dass es nicht das letzte Street Fighter für das iPhone sein wird.

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