Mit Mobilfunk ins Netz

Mac mit Mobilfunk anstelle von DSL

Wer abseits von WLAN unterwegs eine Internetverbindung benötigt, ist auf das Mobilfunknetz angewiesen. Wir haben eine kompakte USB-Lösung gestestet und waren sowohl positiv als auch negativ überrascht.

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Nicht viel größer als ein handelsüblicher Daten-USB-Stick ist der K3250 von Huawei, den das Mobilfunkunternehmen Vodafone unter dem Namen „Vodafone Mobile Connect USB Stick“ vertreibt. Das Gerät versteht sich auf die Funkstandards GPRS und UMTS. Sollte das schnelle UMTS mit Datenraten bis 7,2 MB pro Sekunde am Standort nicht zur Verfügung stehen, fällt der Mobile-Stick auf das überall vorhandene aber mit etwa 50 KB/s deutlich langsamere GPRS zurück. Während es im städtischen Bereich keine Probleme mit UMTS gibt, ist der schnelle Netzstandard auf dem Land kaum verfügbar.

Einrichtung

Vodafone liefert den Stick, eine USB-Verlängerung, eine CallYa-SIM-Karte und Gutscheine mit, die den Anwender auf den Surfgeschmack bringen sollen.

Zum Betrieb des Sticks muss die 21 MB große Software zunächst von der Vodafone- Seite geladen werden, sie heißt dort „Dashboard-Software für Apple-Notebooks“. Die Installation geht schnell und wird mit einem Neustart des Mac abgeschlossen. Anschließend schließt man den Stick an und startet die Anwendung „Vodafone Mobile Connect.app“ aus dem Programme-Ordner. Das Programm läuft ab Mac OS X 10.2.6 und stellt damit auch für ältere Macs kein Hindernis dar. Die Einrichtung des Sticks dagegen ist abenteuerlicher:

Wenn das Programm Vodafone Mobile Connect startet, wurden Karte und Stick erkannt. In der Anwendung klickt man auf den Knopf „Aktivieren“ und gibt daraufhin das geforderte Administratorkennwort ein. Ein Fenster erscheint und informiert den Anwender, dass er in den Systemeinstellungen unter dem Kontrollfeld Netzwerk eine Verbindung erstellen kann. Dort sind nun drei neue Verbindungsmöglichkeiten hinzugekommen, allerdings funktioniert keine der drei. Der Anwender muss mit einem Klick auf das Plus-Symbol unten links und fügt einen Anschluss hinzu, dort wählt man als Anschluss „HUAWEI Mobile“, der Dienstname spielt keine Rolle. Mit einem Klick auf „Erstellen“ steht der Anschluss nun zur Verfügung. Jetzt wählt man diesen Anschluss aus und betätigt den Knopf „Weitere Optionen“. Darunter muss unter dem Reiter „Modem“ im Menü „Hersteller“ der Punkt „Allgemein“ und anschließend im Menü „Modell“ der Eintrag „GPRS (GSM/3G)“ gewählt werden. Im sich nun zeigenden Feld „APN:“ kann man beispielsweise „event.vodafone.de“ für Vodafone eintragen. Mit „OK“ werden die Eingaben bestätigt, daraufhin unten rechts mit dem Knopf „Anwenden“ dieser Anschluss aktiviert und nun sollte ein Klick auf „Verbinden“ genügen, damit die Verbindung aufgebaut wird. Steht diese, öffnet man den Browser der Wahl und versucht, eine beliebige Seite aufzurufen. Es baut sich die Seite „Vodafone Web- Sessions“ auf, auf der zunächst die beiligenden Gutscheine eingelöst und später Verbindungszeit erworben werden kann. Vodafone verlangt 1,95 Euro für 30 Minuten, 2,95 Euro für 60 und 4,95 Euro für 24 Stunden.

Der Clou ist allerdings: Der Stick ist nicht mit einer bestimmten Karte verbunden, daher kann jede beliebige SIMKarte verwendet werden. Man benötigt dabei lediglich die Software des jeweiligen Anbieters. In unserem Test klappte es problemlos mit O2 und E-Plus, die T-Mobile- Software hat den Stick nicht erkannt.

Fazit

Einmal eingerichtet, funktioniert der Stick überraschend problemlos in allen Lebenslagen. Andererseits überrascht es, wie sehr man sich als Mac-Anwender verrenken muss, damit der Stick seinen Dienst aufnimmt. Wer die Einrichtungshürde meistert, bekommt aber eine allgegenwärtige und zuverlässige Internetverbindung an jedem Ort.

Testergebnis
ProduktnameMobile Connect USB-Stick
HerstellerHuawei
Preis65 €
Pro
  • kein SIM-Lock
Contra
  • komplizierte Einrichtung
Bewertung
2,3gut

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