Auf der in Cannes stattfindenden Musikmesse Midem, die unter anderem vom Download-Portal Napster als Sponsor unterstützt wird, hieß es noch, Qtrax solle am 29. Januar 2008 an den Start gehen. Der Clou: Das Portal möchte mehr als 25 Millionen Songs über das Internet anbieten. Es soll sich bei Qtrax dabei um ein so genanntes P2P-Netzwerk handeln. Dies bedeutet, dass die teilnehmenden Anwender für den Download von Musik auch auf die entsprechenden Dateien auf den Computern anderer Teilnehmer zugreifen. In der Regel ist dies eine Grundstruktur illegaler, nicht-autorisierter Tauschbörsen. Qtrax allerdings kündigte an, die Unterstützung aller großen Plattenfirmen im Rücken zu haben und über eine Finanzierung durch Werbung einen legalen und kostenfreien Download von Musikdateien zu ermöglichen.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
Die Rechnung ohne den Wirt gemacht?
Bereits Stunden nach der vollmundigen Ankündigung des Download- Portals wurde bekannt, dass die Betreiber – freundlich formuliert – schlicht äußerst aggressives Marketing betrieben hatten. Nicht ein Vertrag mit den angesprochenen großen Musikunternehmen war zu diesem Zeitpunkt bereits unter Dach und Fach. Das Unternehmen Qtrax selbst ruderte daraufhin zurück – oder auch nicht: Ein Qtrax- Sprecher äußerte, dass man sich im Vorfeld der Ankündigung völlig über die Tatsache im Klaren gewesen sei, dass die erwähnten Verträge mit den Musikunternehmen noch nicht bestanden hätten. Allerdings werde sich dies in Kürze ändern. Plattenfi rmen bestätigten, dass Verhandlungen in Gange seien, von abgeschlossenen Verträgen wollte man aber hier nichts wissen.
Projekt nicht vom Tisch
Tatsache ist, dass unter www.qtrax.com derzeit eine Betaversion der Qtrax-Plattform online ist, die verspricht, „kostenlose und unbegrenzte“ Downloads würden in Kürze ermöglicht. Bei Redaktionsschluss können sich Anwender lediglich über die Qtrax-Musiksoftware registrieren. Allerdings funktionierte auch dies im Test nur mit starker Verzögerung. Qtrax begründet auf der eigenen Internetseite Fehlfunktionen mit der Erklärung, dass man aufgrund des Anwender- Ansturms Konten nur in Schüben freischalten könne. Einen professionellen Eindruck macht der Start der legalen Tauschbörse somit nicht. Sollte das Qtrax-Konzept allerdings doch noch aufgehen, könnte hier eine neue Form der Musik-Vermarktung etabliert werden. Es gilt also, die Entwicklung des Portals im Auge zu behalten. Derzeit steht die Qtrax-Software nur für Windows zur Verfügung, eine Version für Mac OS X ist angekündigt.







