Ein kostenpflichtiges SMS-Abo als Resultat einer Installation einer OS-X-Anwendung? Klingt komisch, ist aber so. Zumindest im Falle des Trojaners „Trojan.SMSSend.3666“. Die Anwendung gaukelte einigen Anwendern in den vergangenen Wochen eine gewöhnliche Installation vor, um so den Anwender zur Herausgabe seiner Handy-Nummer und dem Abschluss eines Abonnements zu bewegen. Dank dem Update von Apples automatischem Malware-Schutz sollte OS X nun vor dem Trojaner sicher sein.
Der Trojaner „Trojan.SMSSend.3666“, der getarnt als Installer für gängige Anwendungen auf einigen Macs landete, ermöglichte den Abschluss der Installation nur, wenn ein Anwender seine Handynummer zum Empfang einer SMS mit einem Aktivierungscode übermittelt hatte. Durch Eingabe des Aktivierungscodes stimmte der Anwender den AGB eines kostenpflichtigen SMS-Abonnements zu.
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Inzwischen hat Apple jedoch reagiert und den erstmals mit OS X 10.6 „Snow Leopard“ ausgelieferten Malware-Schutz mit einem Update versehen, damit das System den Trojaner erkennen und die Installation noch vor dem tückischen Dialog abbrechen kann. Anwender von OS X 10.8 „Mountain Lion“ erhalten das Update automatisch.
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Wäre mal interessant was das für eine Software sein soll, die den Nutzer dazu bringen soll, die Installation mit einer Kurzmitteilung zu bestätigen^^
Das frage ich mich auch. Wer stimmt denn auf seinem Mac einfach einer Installation zu die man selber nicht gestartet hat und bestätigt das mit der Handynummer? Klingt doch schon seltsam.
Also wer darauf reinfällt, der ist aber auch wirklich selbst Schuld oder?
Leute, tut mal langsam: Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die weder den Nerv noch die Zeit haben, sich in diese Belange zu denken. Wir tun uns leicht, weil wir technikaffin sind und sogar hier auf entsprechenden Seiten herumtümmeln. Ich kenne beispielsweise genügend gebildete Rentner und Pensionäre, die ihre Zeit endlich nutzen können, um sich mit neuen Medien beschäftigen zu können, aber wahrscheinlich durch "Gutgläubigkeit" (andere würden es vielleicht "naiv" nennen) in solche Fallen tappen. Aussagen "wie selber schuld" bauen noch mehr Hürden und Ängste auf, statt sie abzubauen, da man sich schnell vom Opfer zum Mittäter abgestempelt fühlt...
@ Arpegator -- kann ich nur absolut zustimmen. Mein Vater ist 81 und nutzt mit Begeisterung Iphone, Ipad und Mac. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass er merkwürdige Mails etc. erhält, wo er dann immer mich fragt, ob dies o.k. ist. Auch bei einer merkwürdigen Routine wie SMS Bestätigung würde er wohl erstmal bei mir nachfragen, ob das o.k. wäre. Das trifft aber nicht für jeden zu -- und nicht jeder hat die Möglichkeit jemanden zu fragen, der sich etwas auskennt. Würde mein Vater so wie früher zu Windowszeiten meinen oberintelligenten Ex-Schwager gefragt haben, hätte er schon deutlich mehr Probleme.
Hier geht es um Cyberkriminalität -- aber es gibt auch genügend "legale" Fallen, die leider unsere Politiker im Interesse ihrer eigenen Lobbies nicht unterbinden. "Selber schuld" zu sagen, macht die Sache nicht besser.
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