DIE NEUEN MACBOOK- UND MACBOOK-PRO-MODELLE IM TEST

Für eine handvoll Aluminium

Mac Life 12.2008 - von Heiko Bichel
MacBook (Aluminium)
Bewertung:
gut (5.0)
Preis: 1.499 Euro (2.4 GHz), 1.199 (2.0 GHz)
Webseite: www.apple.de
Hersteller: Apple
Aluminium-Verkleidung
Glas-Trackpad (Multitouch)
verringerte Wärmeentwicklung
stark verbesserte Grafikleistung
einfacher Festplattentausch möglich
kein FireWire-Anschluss mehr
keine Tastaturbeleuchtung (2,0 GHz)
kaum erhöhte Rechenleistung (2,4 GHz)

Und wieder einmal waren viele Gerüchteseiten im Internet vorab gut informiert: Apples neue MacBooks zeichnen sich tatsächlich durch ein speziell gefertigtes Aluminiumgehäuse aus. Doch auch ein angeblich revolutionärer, neuer Grafi kchip wird verbaut. Ausreichende Gründe für einen Umstieg? Wir testen alle neuen MacBook- und MacBook-Pro-Modelle.

All about The Brick ... oder auch nicht

Um zehn Uhr vormittags Ortszeit am 14. Oktober rief Apple-Messias Jobs einmal mehr zur großen Produktpräsentation. Wenige Tage zuvor war offi ziell das vergleichsweise profan klingende Motto der Veranstaltung bekannt worden: „The Spotlight turns to Notebooks.“ Es sollte also klar um die Vorstellung neuer Mobil-Macs gehen. Im Vorfeld dieser Verlautbarung hingegen gaben die verfügbaren Informationen, was den Apple-Fan an diesem Tag erwarten würde, noch weitaus mehr Anlass zu kreativen Spekulationen. „It’s all about the Brick“, was wörtlich übersetzt soviel wie „es hat alles mit dem Klotz/Baustein zu tun“ bedeutet, war eines dieser Schlagworte, das Anwendern und Journalisten Kopfzerbrechen bereitete. Was konnte gemeint sein? Ein neuer Mac mini, da dessen Form entfernt an einen Ziegelstein erinnert? Ein imaginärer Stein, mit dem Apple die Windows-Welt endgültig zerschmettern würde? Die Mac-Fantasie setzte zu nie gekannten Höhenfl ügen an. „The Brick“ entpuppte sich letztlich als das neue „Unibody“-Design der Mac- Books, deren Gehäuse-Oberseite nun aus einer einzelnen Aluminium-Platte gefertigt wird. Doch Apple hatte noch weitere Neuerungen in petto: So konnte man als erstes Unternehmen die Verwendung des neuen NVIDIA-Grafikchips 9400M in Notebooks verkünden. Die Onboard-Grafikeinheit verfügt über 16 parallel arbeitende Kerne und soll in Sachen Leistung die Intel-Chips der Vorgänger-Generationen weit in den Schatten stellen.
Abseits aller von Steve Jobs präsentierten technologischen Neuheiten wurde natürlich auch das Auftreten des Apple- Chefs an sich wieder von Anhängern, Fans und Journalisten mit Argus-Augen unter die Lupe genommen. Welchen Eindruck macht Steve? Wie scheint es um seinen Gesundheitszustand zu stehen?
Auffällig war jedenfalls, dass Steve Jobs anderen Mitarbeitern aus der Apple- Spitze, allen voran Finanz-Boss Peter Oppenheimer und Design-Genie Jonathan Ive, erstaunlich viel Raum auf der Bühne einräumte. Der Anfang eines Abschieds auf Raten? Der „Senior Vice President of Industrial Design“ Jonathan Paul Ive jedenfalls würde noch am ehesten als Jobs-Nachfolger durchgehen, müsste dafür aber noch an seinem Auftreten und Redequalitäten feilen.

Das neue MacBook-Design

Nach wie vor bietet Apple ein in weißes Polycarbonat gekleidetes MacBook an, die beiden neuen Stars der Serie sind allerdings vollständig in eine Außenhaut aus Aluminium gehüllt. Besonderen Wert legt Apple dabei darauf zu betonen, dass die Oberseite der Gehäuseschale aus einem einzigen Stück Aluminium gefertigt wird, wodurch mögliche Fehler im Herstellungsprozess vermieden werden sollen (siehe Infokasten nächste Seite). Im Zuge der gestalterischen Umbauarbeiten am Mac- Book hat Apple weiterhin alle Anschlüsse des Mobil-Mac auf eine Seite des Gehäuses verbannt. In trauter Einigkeit liegen hier (von links nach rechts) der MagSafe- Anschluss, der Ethernet-Port, zwei USB- 2.0-Anschlüsse, der neue Mini-DisplayPort, die kombinierten optisch-digitalen Audioein- und Ausgänge sowie der Anschluss für ein Kensington-Sicherheitsschloss nebeneinander. Viele Anwender haben sich diese Anordnung gewünscht, da das MacBook bei angeschlossenen Peripheriegeräten so für einen aufgeräumteren Schreibtisch sorgt. Auf der Unterseite des MacBook befi ndet sich ein ins Gehäuse eingelassener Kippschalter, der bei Betätigen die Batterie-Klappe öffnet. Der Akku lässt sich einfach per Ziehen an einer Kunststoffl asche entfernen. Neu ist, dass genau neben dem Akku auch die Festplatte sehr leicht zugänglich liegt. Um diese zu entnehmen, muss nur eine einzelne Schraube entfernt werden. Etwas schwieriger wird es, möchte man die beiden von Haus aus verbauten RAM-Riegel wechseln. Hierzu ist das Lösen von acht weiteren Schrauben notwendig, um die zweite Hälfte der Gehäuseunterseite zu entfernen. Auch das per S-ATA angeschlossene optische Laufwerk kann theoretisch recht einfach ausgewechselt werden.
Die Tastatur des neuen MacBook ist analog zum MacBook Air in Schwarz gehalten, was viele Anwender nicht als störend empfinden. Der Autor dieser Zeilen ist da allerdings anderer Meinung und hätte lieber silberfarbene Eingabetasten gesehen, da er den ansonsten gelungenen ästhetischen Gesamteindruck des neuen MacBook durch die schwarze Tastatur als gestört empfindet.
Im Gegensatz zum neuen MacBook Pro hat das MacBook durch seine neue Aluminium- Hülle an Gewicht verloren. So wiegt es mit 2,04 Kilogramm rund 230 Gramm weniger als sein Vorgängermodell.

Display und Trackpad

Die neuen MacBooks verfügen über ein LED-beleuchtetes Display, dessen komplette Fläche von einer Glasscheibe abgedeckt wird. Die Vorteile eines LED-Displays sind bekannt: Der Bildschirm erreicht sofort nach Anschalten die volle Helligkeit, und er verbraucht weniger Strom. Hinter dem schwarzen Rand, der, wie beim iMac, unter dem Glas einmal um das Display läuft, verbirgt sich oben in der Mitte nach wie vor die bekannte iSight-Kamera.
Die Darstellung des Displays ist scharf und klar, die Farben satt. Helligkeitsschwankungen oder abnormale Farbverläufe konnten nicht ausgemacht werden. Für das MacBook stehen einzig und allein die so genannten „Glossy“- oder Hochglanzbildschirme zur Verfügung. Anwender, die hiermit schlechte Erfahrungen gemacht haben, werden sich auch mit diesen neuen MacBook-Modellen nicht anfreunden können. Dem Tester fi el das Hochglanz-Display im mehrtägigen Dauerbetrieb dagegen nicht negativ auf. So konnten DVDs zum Beispiel auch bei hellem Tageslicht gut angeschaut werden.
Eine wahre Wonne ist die Arbeit am neuen MacBook-Trackpad aus geätztem Glas, das sich allerdings nicht wie Glas, sondern mehr wie Kunststoff anfühlt. Die Diagonale des Trackpad beträgt 12,6 cm, wodurch laut Apple 39 Prozent mehr Arbeitsfl äche als beim Vorgänger zur Verfügung stehen. Das Multitouch-Trackpad beherrscht dabei auch Drei- und Vier-Finger- Gesten. Mit drei Fingern auf dem Trackpad wird mit einem Wischen nach rechts oder links das nächste respektive vorangegangene Objekt ausgewählt. So kann in iPhoto durch Bilder geblättert oder in iCal zum nächsten Tag oder Monat gewechselt werden. Bewegt man vier Finger auf dem Trackpad nach oben, werden alle Fenster ausgeblendet, bewegt man vier Finger auf dem Trackpad nach unten, startet Expose. Bewegt man vier Finger nach rechts oder links auf dem Trackpad, erscheint der Programmumschalter. Jetzt kann mit einem Finger eine anderes Programm ausgewählt werden.
Über die Systemeinstellungen lassen sich weiterhin größtenteils bekannte Einund Zwei-Finger-Gesten konfi gurieren. So kann ein Rechtsklick mit zwei Fingern ausgeführt werden und auch das Scrollen und Drehen respektive Vergrößern und Verkleinern von Fotos mit zwei Fingern ist möglich.
Insgesamt ist das neue Multitouch- Trackpad des MacBook ein echter Mehrwert, der sowohl den Spaß als auch den Workflow am Mac steigert. Schön ist, dass Apple in den Trackpad-Systemeinstellungen jeweils kleine Videos einblendet, die zeigen, was diese oder jene Geste bewirkt.

Ausstattung

Quad-Core-Recheneinheiten bleiben im Fall der MacBooks weiterhin ein Gedankenspiel. Stattdessen hat Apple sich für die neuen Alu-MacBooks der aktuellsten Penryn- CPUs bedient und rüstet die kleinere Variante des Aluminium-MacBooks mit einer 2 GHz schnellen Recheneinheit (P7350) aus, dem größeren Modell spendiert Apple 2,4 GHz (P8600). Beiden Modellen stehen jeweils drei MB L2-Speicher zur Verfügung. Die Auswahl der Prozessoren lässt somit zunächst auf keine große Leistungssteigerung schließen, da bereits die Vorgänger-MacBooks auf 2,1 beziehungsweise 2,4 GHz schnelle Recheneinheiten zurückgreifen konnten. Die neuen Intel-CPUs verfügen allerdings mit 1066 MHz über einen schnelleren Frontsidebus. Auch die Art des Arbeitsspeichers – 2 GB gehören zur Standardausstattung in jedem Alu-MacBook – wurde modernisiert. So kommt in den neuen Modellen DDR3-SDRAM zum Einsatz, der gleichzeitig schneller und stromsparender ist als die in den Vorgängern verbaute DDR2- Variante.
Die beiden Alu-MacBooks sind darüber hinaus mit einem achtfach SuperDrive (DVD±R DL/DVD±RW/CD-RW) ausgestattet. Da auch in der immer noch erhältlichen weißen Variante des MacBook ein SuperDrive zum Einsatz kommt, scheint Apples Lager unter der Wüste Nevadas mit Millionen und Abermillionen von Combo- Drives, die keine DVDs brennen können, endgültig leer und geräumt zu sein. In der 2,0-GHz-Variante des MacBook kommt als Massenspeicher eine 160 GB fassende Serial-ATA-Festplatte zum Einsatz, die ihre Arbeit mit 5.400 Umdrehungen pro Minute verrichtet. Das 2,4-GHz-Alu-Mac- Book wird mit 250-GB-Festplatte (5.400 U./Min) ausgeliefert. Für beide Modelle sind optional auch eine 320-GB-S-ATAoder eine 128-GB-Solid-State-Festplatte erhältlich.
Als Unterschied in der Ausstattung beider Modelle ist festzuhalten, dass nur das schnellere Alu-Modell über eine hintergrundbeleuchtete Tastatur verfügt.
Neu in beiden Modellen ist die von Steve Jobs als „revolutionär“ bezeichnete On-Board-Grafi keinheit NVIDIA 9400M, der 256 MB DDR3-SDRAM zur Verfügung stehen, die gemeinsam mit dem Hauptspeicher verwendet werden. Die neuen NVIDIA-Chips ersetzen dabei Intels Grafi kmodul GMA 3100, das bisher in den Mac- Books Verwendung fand. Mit 16 parallel arbeitenden Kernen, die eine Leistung von bis zu 54 Milliarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde erreichen können, wird der NVIDIA-Chip als leistungsfähigste, integrierte Grafi keinheit auf dem Markt beworben. Ursprünglich nur für den Einsatz in Desktop-PCs gedacht, konnte Apple NVIDIAs 9400M als erster Hersteller überhaupt verbauen. Wie stark sich die neuen Grafi keinheiten tatsächlich, zum Beispiel auf die Spiele-Performance, auswirken, haben unsere Laborergebnisse gezeigt.

Testergebnisse

Wie erwartet beeindrucken die neuen MacBook-Modelle in Sachen Grafi kleistung. Beim Test mit dem 3D-Shooter Unreal Tournament 2004 erreichte das neue 2,4-GHz-Aluminium-MacBook unter Mac OS X 10.5.5 eine um rund 150 Prozent bessere Bildwiederholungsrate als das MacBook 2,4 GHz der Vorgängerserie mit Intel-Grafi keinheit. Getestet haben wir wie immer bei einer Aufl ösung von 1024 x 768 Bildpunkten und hohen Grafi kdetails. Das Alu-MacBook 2,4 GHz erreichte 68 Frames mehr als sein direktes Vorgängermodell, was zeigt, dass das neue MacBook auch 3D-Shooter akzeptabel spielbar macht. Gleiches gilt für die 2.0- GHz-Variante der neuen MacBooks, die im Vergleich ähnlich gut abschneidet. Auch beim Hardware-basierten OpenGLTest in Cinbench 9.5 tun sich Welten zwischen der aktuellen und der Vorgängerserie auf. Beide aktuellen Modelle erzielen eine mehr als doppelt so gute Leistung wie das weiße 2,4-GHz-Modell der letzten Serie. Im Cinebench-Test weist das aktuelle Alu-MacBook 2,4 GHz damit sogar 80 Prozent der Leistung des letzten MacBook Pro 15" 2,5 GHz auf.
In anderen Bereichen können die neuen MacBooks, ebenfalls wie erwartet, keine großen Leistungssprünge erzielen. So kodiert das neue MacBook 2,4 GHz AIFFDateien in das MP3-Format genauso schnell wie das MacBook 2,4 GHz der Vorgängerserie. Auch bei unserem Test mit Microsoft Word 2008 erreichen beide 2,4-GHz-Modelle quasi identische Werte. Im Test mit Photoshop CS3 konnte das neue Alu-MacBook 2,4 GHz einen um rund elf Prozent besseren Wert erreichen als das 2,4 GHz schnelle Modell der Vorgängerserie. Das neue 2-GHz-Modell brachte es auf einen quasi identischen Wert im Vergleich zum Vorgänger 2,4-GHz-Modell.

Fazit

Die neuen MacBooks überzeugen in erster Linie durch ihre zusätzliche Grafi kleistung in Verbindung mit dem gelungenen neuen Äußeren. Zum ersten Mal werden die Apple-Portablen für den Massenmarkt damit auch als Einsteiger-Notebooks für Spieler interessant. Ein weiterer großer Pluspunkt: das neue Multitouch-Trackpad aus Glas. Auch die Hitzeentwicklung an der Unterseite des MacBook hat sich spürbar verringert.
Abgesehen von der Grafikleistung haben sich die Rechen-Power der neuen Alu-MacBooks und die Akkuleistung kaum verbessert und zum Teil sogar ein wenig verschlechtert. Der verschwundene Fire- Wire-Anschluss dürfte so manchen Anwender darüber hinaus von einem Upgrade abhalten. Insgesamt kann jedoch eine Empfehlung für die neuen Modelle ausgesprochen werden.

 

Kein FireWire mehr? Selten hat ein nicht mehr vorhandenes Ausstattungsmerkmal an einem Gerät für einen solchen Aufschrei unter Mac-Anwendern geführt: Apple verzichtet bei den aktuellen MacBooks auf den FireWire-Anschluss. Peripherie-Geräte, die ausschließlich über FireWire-Anschlüsse verfügen, wie zum Beispiel manche Festplatten, können somit nicht mehr an den neuen Geräten verwendet werden. Hinzu kommt, dass einige Videokameras ausschließlich über FireWire-Anschlüsse verfügen und somit ebenfalls nicht mehr mit den neuen MacBooks zusammenarbeiten. Böse Zungen vermuten, dass Apple durch das Weglassen mehr Kunden zum Kauf eines MacBook Pro zwingen möchte, da dieses nach wie vor über die schnelle Schnittstelle verfügt. Diese Vermutung hat zahlreiche Anwender dazu gebracht, einen Boykott der neuen Geräte zu fordern, und selbst eigenständige, an Apple gerichtete Petitionen wurden ins Leben gerufen. Klar ist, dass die FireWire-Schnittstelle an einem MacBook derzeit nicht nachgerüstet werden kann und Anwender nicht nur auf die Verwendung mancher Peripherie-Geräte verzichten müssen. Auch die Möglichkeit, den Rechner im Ziel-Disk-Modus zu starten, was nur per FireWire möglich ist, fällt für MacBook-Anwender weg. Kurz vor Redaktionsschluss auftauchende Gerüchte, Apple arbeite an einer Möglichkeit, einen FireWire-Anschluss über Ethernet nachzurüsten, wurden vom Unternehmen nicht bestätigt. Das weiße MacBook – die bessere Alternative? Die von Apple immer noch angebotene weiße MacBook-Variante entspricht grundsätzlich der Einsteigervariante der Vorgängerserie mit 2,1 GHz schnellem Intel-Core-2-Duo-Prozessor, das für 999 Euro erhältlich war. Das „neue“, weiße MacBook wird von Apple für 949 Euro angeboten, allerdings mit einem wichtigen Detail- Unterschied zum Vorgängermodell. Auch die Einsteigervariante des MacBook verfügt nun endlich über ein SuperDrive zum Brennen von DVDs. Da das weiße MacBook darüber hinaus natürlich weiterhin über einen FireWire-Anschluss verfügt, stellt es für viele Anwender eine günstige Alternative bei geplanter Neuanschaffung eines Notebook dar. Der Herstellungsprozess der neuen MacBooks Die Gehäuse-Oberseite der neuen MacBook-Modelle und des MacBook Pro 15" fertigt Apple jeweils vollständig aus einem einzelnen Stück Aluminium, so dass keine Teile zusammengesetzt, geklebt, gelötet oder sonstwie verbunden werden müssen. Dieser Herstellungsprozess war auch die Ursache für das im Vorfeld der MacBook-Vorstellung durch das Internet kursierte Gerücht über „The Brick“. Der Begriff, der soviel wie „Klotz“ oder „Baustein“ bedeuten kann, bezog sich dabei auf den Aluminium-„Klotz“, der die Vorlage für das MacBook-Gehäuse bildet. Bei der eigentlichen Vorstellung der neuen Portablen sprachen Steve Jobs und seine Kollegen schließlich anstatt von „The Brick“ allerdings vom „Unibody“-Design des neuen MacBook. Dieser Begriff bezeichnet allerdings nur die Gehäuse-Oberseite der neuen Mobil-Macs. Die Unterseite der Apple- Portablen, genauso wie natürlich auch die Display-Verkleidung, werden weiterhin aus separaten Komponenten gefertigt. Nach Aussage Dan Riccios, Vizepräsident für Produkt-Design, sind dreizehn verschiedene Fräsoperationen notwendig, um eine Aluminium-Platte, ist diese erst eimal aus dem ursprünglichen Aluminium- Block herausgeschnitten, zu einer Gehäuse-Oberschale für das MacBook zu verarbeiten. Nur Aluminium biete als Material derzeit die Möglichkeit, das MacBook derart leicht und dünn zu machen, so Riccio. Grundsätzlich sei der Vorteil eines solchen Herstellungsprozesses auch, dass viel weniger Möglichkeiten für Fehler in der Fabrikation bestünden. Theoretisch hat sich somit die Gefahr für mit der Zeit auftretende Haarrisse im Gehäuse oder ähnliche Verschleisserscheinungen, die in der Vergangenheit zum Teil auch auf die Produktion zurückzuführen waren, stark verringert. Auch das MacBook Pro 17" soll in Zukunft mit dem neuen Unibody-Design ausgestattet werden, allerdings erst 2009. Macht der Herstellungsprozess hier vielleicht doch noch Probleme?

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