24 Zoll LED Apple Cinema Display

Apples neuer Lifestyle-Monitor im Test

 Wer hätte das gedacht: Apple ersetzt die bei vielen professionellen Anwendern aus der Grafi kbranche beliebten Cinema Displays durch einen Monitor, der auf die Bedürfnisse der Heimanwender zugeschnitten ist. Wir wollten wissen, ob das Glossy-Display auch professionellen Ansprüchen genügt und haben es deshalb einem Test unterzogen.

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Spieglein, Spieglein

Das Thema Glossy polarisiert die Mac- Gemeinde. Während einige Anwender – laut Apple sogar der größte Teil der Kunden – den Glossy-Effekt begrüßen, da er ein Garant für kräftige, satte Farben ist, rufen andere den Weltuntergang aus. Wer das Display hauptsächlich für professionelle Bildbearbeitung oder für die Druckvorstufe verwendet, wird damit allerdings nicht glücklich werden, denn speziell in dunklen Bildbereichen können dort dargestellte Strukturen kaum beurteilt werden. Anstelle der Details im Bild erkennt der Anwender nur noch das, was um ihn herum passiert. Viele Fotografen beklagen zudem, dass Bildrauschen – ein technischer Abbildungsfehler – in den Fotos am Glossy-Bildschirm verstärkt in Erscheinung tritt.

Auch bei düsteren Ego-Shootern wie Doom 3 wirkt sich die Spiegelei nachteilig aus. Bei der normalen Arbeit mit relativ hellen Bildinhalten, etwa einem Textdokument, gewöhnt man sich allerdings schnell an die Refl exionen, sofern man sich nicht bewusst darauf konzentriert.

Zu Höchstform läuft das Display in abgedunkelten Räumen bei der Videowiedergabe auf. Alles in allem bewegt sich die Qualität der Anzeige auf dem sehr guten Niveau des Vorgängers. Wer sich die Mühe macht, das Display zu kalibrieren, kann damit auch farbverbindlich arbeiten.

Apple gibt für die Blickwinkelstabilität 178 Grad vertikal und horizontal an. Das können wir nicht bestätigen, da – abhängig von der Beleuchtung – der Blickwinkel durch die Spiegelungen auf der Glasscheibe schon deutlich früher massiv eingeschränkt wird.

Ausstattung

Erstmals verbaute Apple bei einem Bildschirm den Mini DisplayPort, der den bisherigen Standardanschluss DVI ablöst. Die kompakte Steckerform ist insbesondere für Mobilrechner praktisch. Von der Möglichkeit, Audiosignale über den Mini DisplayPort zu transportieren, macht Apple anscheinend keinen Gebrauch und verwendet stattdessen dafür das USBKabel des Monitors.

Ebenfalls neu und momentan ein Novum bei Apple-Monitoren ist das integrierte 2.1-Soundsystem, das auch erstaunlich gut, aber etwas blechern klingt. Sehr erfreulich für Besitzer zukünftiger Mac Pros und Mac minis, da man sich die Anschaffung eines separaten Soundsystems dann sparen kann, sofern sich die audiophilen Ansprüche in Grenzen halten.

Die drei USB-Ports mit eigener Stromversorgung sind – wie bei den iMacs auch – an der Rückseite des Displays angebracht, was das An- und Abstecken der USB-Kabel recht umständlich macht.

Form follows function

Hatte das alte Cinema Display noch ein einziges Kabel an der Rückseite, das sich an seinem Ende in eine Kabelpeitsche mit dem Strom-, Fire- Wire- und USB-Anschluss auffächert, sind am neuen Display zwei Kabel angebracht. Auf den ersten Blick mag das als de signtechnischer Rückschritt erscheinen, beim Aufbau am Arbeitsplatz zeigt sich jedoch, dass die Hardware-Entwickler bei Apple keinesfalls das Design über den Nutzen stellten. Probleme mit einem auf dem Tisch liegenden oder dahinter hängendem Netzteil – wie es beim alten Display der Fall ist – sind so passé.

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