SPEICHERKARTE MIT WLAN-ANBINDUNG

Angefasst & ausprobiert: Eye-Fi Pro X2, SDHC-Karte mit WiFi-Anbindung im Test

14.09.11 | 12:42 Uhr - von Stefan Molz
(Bild: Eye-Fi)

Mac-Anwender sind oft auch Gadget-Fans, im Idealfall verwischen die Grenzen zwischen spaßiger Technikspielerei und alltagstauglichem Werkzeug. Schlägt die SDHC-Speicherkarte Eye-Fi Pro X2 in vorgenannte Kerbe? Wir haben es ausprobiert.

Die Installation

Die Einrichtung des Eye-Fi-Kärtchen geht leicht von der Hand. Zur Installation und Konfiguration muss die Karte in einen Kartenleser gesteckt werden, das mitgelieferte und etwas sperrige Kartelesegerät darf man als Mac-Anwender dank des in den meisten aktuellen Macs integrierten SDHC-Slots in den meisten Fällen ignorieren. Praktisch: Die SDHC-Karte dient als Installationsmedium der Eye-Fi-Center-Software. Eine Internetanbindung ist trotzdem Pflicht – nicht nur für Updates der Eye-Fi-Center-Software und -Firmware, sondern auch für die Aktivierung der Karte: Ohne die Verknüpfung mit der eigenen E-Mail-Adresse lässt sich die Eye-Fi-Karte nur als ganz normales Speichermedium nutzen.

  • Eye-Fi Center: Bevor die Karte verwendet werden kann, muss diese online freigeschaltet werden. Die Konfiguration der Eye-Fi-Karte erfolgt über die mitgelieferte Eye-Fi-Center-Anwendung.

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Hat man die Software mit grundlegenden Informationen wie etwa den eigenen WLAN-Zugangsdaten gefüttert, geht es auch schon los: Bereits im Rahmen der Installation wird man dazu aufgefordert, die Speicherkarte in die Kamera zu stecken, um so das erste Bild über den Äther zu schicken. Und siehe da: Es funktioniert.

  • Ganz ohne Kartenleser … … geht es nicht: Die Einrichtung der Karte muss am Mac erfolgen. Im Lieferumfang befindet sich hierzu ein einfaches Lesegerät für den USB-Anschluss, der SDHC-Slot aktueller Macs kann aber ebenfalls verwendet werden.

Spannender ist natürlich die Frage, wie schnell die Übertragung abgewickelt wird. Klar ist: Die Übertragung über einen Kartenleser ist der WiFi-Übertragung in Bezug auf die Geschwindigkeit klar überlegen, allerdings gilt es dann auch die Kamera via USB mit dem Mac zu verbinden oder die Speicherkarte umzustecken. Das heißt in der Praxis: Die etwa 3 MB großen JPEGs aus einer Sony NEX-5 werden jeweils in knapp 5 Sekunden übertragen. Mit etwas Bastelarbeit lassen sich Workflows aufbauen, welche die übertragenen Fotos sogar in Aperture oder Lightroom auf den Schirm bringen – das ist sinnvoll, denn das Eye-Fi-Spitzenmodell versteht sich auch auf RAW-Dateien (die aufgrund der größeren Datenmenge längere Zeit für die Übertragung benötigen, im Schnitt zwischen 20 und 30 Sekunden pro Aufnahme).

Kurzstreckenfunker?

Kleinere Schwächen offenbart die funkende Speicherkarte in Bezug auf die Reichweite: Wo andere WLAN-Geräte unter den gleichen Test-Bedingungen über mehrere Stockwerke hinweg stabil Daten austauschen, streicht die Eye-Fi-Karte bereits nach nur wenigen Metern direkter Sichtlinie zum Router die Segel – ein Tribut an die miniaturisierte Technik, schließlich gibt das kompakte SD-Card-Format auch die Größe der Antennentechnik vor. Wer mit Empfangsproblemen zu kämpfen hat, kann sich aber mit einem so genannten Ad-Hoc-Netzwerk behelfen: Wenn die Distanz zwischen Computer, beispielsweise einem MacBook Pro, und Kamera geringer ist als die Distanz zwischen Computer und WLAN-Basisstation, lässt sich so in der Regel eine stabilere Verbindung mit höherem Datendurchsatz erzielen.

  • Die Eye-Fi App: Im Direkt-Modus lassen sich Fotos direkt von der Kamera auf das iPhone, das iPad oder den iPod touch übertragen.

Der Direkt-Modus Fotos lassen sich auch direkt auf das iPhone und das iPad übertragen. Hierzu muss in der Eye-Fi-Center-Software am Mac der sogenannte Direkt-Modus aktiviert werden. Ist der Direkt-Modus aktiviert, spannt das Eye-Fi-Kärtchen sein eigenes passwortgeschütztes WLAN-Netz auf, mit dem sich das jeweilige iOS-Gerät dann verbinden muss. Über die offizielle Eye-Fi-App lassen sich dann Fotos direkt von der Kamera auf iPhone, iPad und iPod touch transferieren. So zumindest die Theorie, denn die Konfiguration ist nicht trivial, in unserem Testlauf kam es bei der Einrichtung des Direkt-Modus immer wieder zu Problemen: Während die Nutzung an einem iPad 2 nach einigem hin & her dann doch möglich war, war ein Verbindungsaufbau mit einem iPhone 4 leider nicht möglich – laut Support-Forum ist unser Problem mit dem Direkt-Modus leider kein Einzelfall

Geotagging light

Beim Geotagging setzten die Eye-Fi-Macher auf die Dienste von Skyhook Wireless: Anhand einer Art WLAN-Weltkarte wird der ungefähre Standort ermittelt, was in urbanen Gegenden durchaus brauchbare Standortdaten in die Fotos zu stempeln vermag. Ein immer und überall tauglicher Ersatz für echtes GPS-Logging ist diese Zusatzfunktion allerdings nicht: Wo kein WLAN, da kein Tagging. Kein Killer-Feature und Ersatz für dedizierte GPS-Logger also, aber „nice to have“.

Fazit

Die drahtlose Magie der Eye-Fi-Karte hat ihren Preis, denn für das gleiche Geld könnte man beispielsweise auch bis zu zehn herkömmliche Class-6-Speicherkarten mit je 8 GB Kapazität einkaufen. Den happigen Preisaufschlag zahlt man in erster Linie für die miniaturisierte Technik und natürlich den anfänglichen Wow-Faktor, der selbst Jahre nach Verfügbarkeit der ersten Eye-Fi-Karten noch immer gegeben ist.

Wer regelmäßig fotografiert und sich noch regelmäßiger über die Fummelei mit den kleinen Speicherkarten ärgert, kann trotzdem zugreifen: Einmal konfiguriert verrichtet die Eye-Fi-Karte in der Regel tadellos ihren Dienst, lediglich der Direkt-Modus ist noch nicht ausgereift. Ob es wirklich das teure Spitzenmodell sein muss, hängt in erster Linie davon ab, ob man unbedingt RAW-Dateien übertragen will – ist das nicht der Fall, sollte zu einem der günstigeren Modelle gegriffen werden.

Welche Kameras unterstützen die Eye-Fi-Karten? Generell sollte jede Digitalkamera mit SDHC-kompatiblem Kartenfach mit den Eye-Fi-Karten harmonieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann vorab des Kaufs auf der Herstellerseite nachschlagen, ob das eigene Modell explizit als „unterstützt“ gelistet wird.

Siehe hier: http://de.eye.fi/how-it-works/camera-compatibility?postTabs=0

Einige Kameras arbeiten darüber hinaus direkt mit den Eye-Fi-Karten zusammen: Diese im Firmensprech als „Eye-Fi-Kameras“ betitelten Geräte binden die WLAN-SDHC-Karte beispielsweise in das Kameramenü ein, zeigen laufende Übertragungen via Symbol an und verhindern, dass sich die Kamera während des Uploads von Fotos in den Stand-by-Modus verabschiedet oder gar ausschaltet.

Siehe hier: http://de.eye.fi/how-it-works/camera-compatibility?postTabs=1

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Bild von Gast

Die Karte ist leider absoluter Schrott und nicht mal die 8 Euro wert für ein Equivalent ohne Wifi/Geo. Nach dem Kauf und 1h benutzen war ich froh, dass ich sie schnell bei eBay losgeworden bin :(

"GEO Tagging" alleine schon auf die Verpackung zu schreiben ist eine Frechheit. RAW Bilder funktionieren eher schlecht als Recht und die Übertragung dauerte 2-3 Minuten für jedes Bild sobald ich auch nur 5 Meter von einem Router weg war.

Die Oberfläche ist in Adobe Air programmiert und recht lieblos auf OS X integriert, wobei das Wort "integriert" eigentlich überhaupt nicht passt.

Löscht man aus versehen die Karte steht man richtig dumm da, die Software wieder zu installieren von deren Webseite ist ein Glücksspiel :(

Ich kann hier echt jedem nur davon abraten die Karte zu kaufen, das Geld ist schlicht weg rausgeworfen :(

Bild von Gast

dem stimme ich zu! hatte die Karte bereits 1h im Einsatz, am selben tag wegen Unbrauchbarkeit zurückgesendet!

Bild von Gast

Also ich kann mich nicht wirklich beklagen. Ich nutze das Spitzenmodell mit 8 GB und ein iPad als Ziel. Allerdings habe ich auf dem iPad ShutterSnitch anstelle der original EyeFi App. Sicherlich ist die Übertragung nicht allzu schnell, aber in etwa 10 min habe ich die Daten auf dem iPad und kann die Karte formatieren. Beim Formatieren (in der Kamera) werden nur die Bilder gelöscht, die Software und die Einstellungen bleiben komplett erhalten.

Auf diese Weise kann mein iPad als vollwertiger Bilderspeicher auf Reisen dienen. Mein Fazit: etwas langsam die Karte verrichtet aber stabile ihre Arbeit. Kein muss aber ein nice have.

Bild von Gast

Ich habe diese Karte in einer Sony NEX-5 im Einsatz. Datenübertragung ist sehr langsam, Stromverbrauch sehr hoch. Schnell mal 20 Bilder auf ein iPad übertragen ist nicht praktikabel. Da holt man lieber gleich die SD-Karte raus undschließt sie mit dem Adapter an das iPad an.

Praktisch währe es mal schnell das letzte Bild auf das iPad zu übertragen, um es von Unterwegs zu versenden. Nur leider wird immer zuerst das älteste Bild übertragen, und nicht das zu letzte augnenommene Bild. Und das ist wieder sehr unbraktisch.

Alles in allem halte ich diese Karke für ein nettes Spielzeug, das wenig praktischen Nutzen hat.

Mfg
Joachim

Bild von Gast

Habe die Karte auch mit einer NEX-5 im Einsatz bzw. habe sie meinem Vater installiert. Kann mich nicht beklagen. Wenn der iMac läuft und sobald die Kamera eingeschalten wird beginnt die Übertragung. Somit ist es einfach bequem. Sicherlich gäbe es schneller Übertragungsmethoden, aber nach dem Urlaub legt er einfach die Kamera hin und die Bilder sind wenn er wieder vorbei sieht auf dem Computer.

Bild von Gast

mit iPad ShutterSnitch (nicht die original Software) und der karte ist es eine mächtige Waffe für alle Fotografen ca 5 sec hat man das Bild aufn ipad in raw Format und vollbild zur erst Begutachtung ist es echt toll

für die genau Betrachtung und Archivierung giebs ja etztt zum Glück lightroom fürs ipad

Bild von Gast

5 Sec. für eine Raw? Sag das mal meiner 5Dm2. Die braucht meistens so 25 s. zum Ipad. Für den professionellen Fotografen eher weniger bis selten zu gebrauchen. Im Studio dient es lediglich zum Zeigen für anwesende Dritte.

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