BREITE UND DRUCK FÜRS STEREOMATERIAL

Test: brainworx bx_shredspread

Beat 2.2011 - von Vera Schumacher

bx_shredspread

Bewertung:
sehr gut (5.5)
Preis: 142 Euro
Hersteller: brainworx
Eckdaten:
VST, AU, RTAS

Um einen durchsetzungsfähigen und breiten Gitarrensound zu erzielen, sind Dopplungen Pflicht, wobei mehrere in mono aufgenommene Gitarrenspuren für einen breiten Stereoeffekt im Stereopanorama verteilt werden. Mit bx_shredspread kredenzt der DSP-Spezialist brainworx einen Prozessor, der mehr Kontrolle über gedoppelte Gitarren und Stereosignale und -gruppen verspricht.

Unter der Haube werkeln die bewährten Algorithmen des Herstellers zur Mitten-/Seitenbearbeitung. Die edle, fotorealistische Bedienoberfläche des Plug-ins zeigt sich aufgeräumt. Ein virtuelles Gitarrentop beherbergt dabei Regler für die Eingangsverstärkung, die Panorama- und Stereofunktionen sowie zur Klangregelung. Die beiden Lautsprecher dienen der Einstellung der gewünschten Stereobreite. Wenn das Werkzeug erkennt, dass an seinem Audioeingang ein Monosignal anliegt, lässt sich dieses mit dem Solo-Pan-Regler im Panorama platzieren. Der Threshold-Regler definiert dabei, wie groß die Pegeldifferenz zwischen den beiden Kanälen sein muss, damit ein Signal als Monosignal erkannt wird. Natürlich darf auch der bewährte Mono Maker nicht fehlen, der die Monokompatibilität des Bassbereichs unter einer eingestellten Grenzfrequenz gewährleistet.

Der intelligente Equalizer zur Betonung des Mittenbereichs von Gitarrensignalen wird mithilfe des Shred-Reglers eingestellt, während der Spread-Parameter die Stereobreite regelt. Außerdem wurden dem Plug-in, das den iLok-Kopierschutz nutzt, eine Pegelanzeige und ein Korrelationsmesser zur visuellen Kontrolle sowie Vergleichs-, Kopier- und Undo-/Redo-Funktionen spendiert.

Fazit

bx_shredspread ist ein äußerst effektives Werkzeug, um gedoppelten Gitarren oder anderes Stereomaterial auf einfache Weise zu mehr Breite und Druck zu verhelfen. Es überzeugt mit ausgezeichneten Klangeigenschaften und einer intuitiven Bedienung. Dank cleverer Einstellmöglichkeiten können typische Phasenprobleme, die beim „Verbreitern“ von Stereosignalen oft auftreten, vermieden oder automatisch korrigiert werden.
 

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