Der Verfasser hatte es leider versäumt, auf der Japanisch-Schule den Kalligraphie-Kurs zu belegen, doch natürlich gibt es auch dafür eine App: Zen Brush konzentriert sich auf ein Malwerkzeug, versucht dieses aber möglichst gut und flüssig zu simulieren.
Das Malgefühl ist daher gut, auf dem iPad malt es sich sehr flüssig. Um Druckstärken zu simulieren, variiert Zen Brush Deckkraft und Pinselgröße je nach der Geschwindigkeit der Malbewegungen. Als "Farben" stehen Schwarz, Grau und Hellgrau zur Auswahl, aufgetragene Tinte lässt sich nicht verwischen, aber mit einem weiteren Werkzeug abschwächen oder ganz entfernen. Eine Lupe gibt es nicht, was speziell iPhone-Besitzer stören dürfte, die nun mal nicht auf einem 9,7-Zoll-Display malen.
50 Hintergrundbilder stehen zur Auswahl, von japanischem Papier bis zu Wintermotiven. Diese Bilder haben keinen Einfluss auf den Pinsel und Rahmen lassen sich einfach übermalen. Dennoch gewinnen die mit Zen Brush erstellten Bilder durch sie an Flair. Stil hat auch der Effekt beim Löschen des Bildes, allerdings gibt es keine Sicherheitsabfrage vor dem Löschen.
Für das iPad ist Zen Brush als spezialisiertes Malprogramm empfehlenswert, auf iPhone oder einem iPod touch bereitet die App hingegen weniger Freude.
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